Triathlon-Lexikon
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Auf dieser Seite werden einige Begriffe des "Triathlon-Fachchinesisch" erklärt.
Noch mehr Vokabeln des Ausdauersports sind auf der Triathlon-Coach-CD-ROM erläutert.

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Aerobe Schwelle (AeS)
Die Belastung, bei der das Herz-Kreislaufsystem noch in der Lage ist, den Sauerstoffbedarf des Körpers völlig zu decken. Das bedeutet, das sich im Blut nicht mehr Milchsäure befindet, als in absoluter Ruhe. Die AeS gilt als die untere Reizschwelle für Ausdauertraining. Knapp darüber wird das Grundlagenausdauertraining absolviert. Knapp darunter gilt die Belastung als regenerativ.

Anaerobe Schwelle (AnS)
Die Belastung, ab der das Herz-Kreislaufsystem nicht mehr in der Lage ist, genügend Sauerstoff zur Energiegewinnung zu transportieren. Dies macht sich bei einem weiteren Anstieg der geforderten Leistung durch einen deutlichen Anstieg der Milchsäure-Konzentration im Blut und einem unterproportionalen Anstieg des Pulses bemerkbar.
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Aquathlon / Ambathlon (AQU)
AQU ist ein Nonstop-Ausdauerwettkampf, der aus Laufen, Schwimmen und nochmals Laufen besteht. Dieser Wettkampfsport ist in Europa noch nicht sehr verbreitet und in dieser Form erst Mitte der 90er-Jahre in den USA etwas populärer geworden.
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Ausdauerdreikampf (A3K)
A3K-Veranstaltungen gibt es schon länger als Triathlon. Die geschichtliche Entwicklung ist schwer recherchierbar. Im Jahre 1980 fand, noch vor dem ersten Triathlon in Deutschland, in Frammersbach der erste Dreikampf in den Triathlondisziplinen statt. Durch ein Punktesystem gelang es, alle drei Disziplinen etwa gleich zu gewichten.
In der DDR gab es in den 80er-Jahren eine A3K-Bewegung, die dem aufkommenden "US-Trend" Triathlon entgegenwirken sollte.

Badekappe (BK)
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Carbo-Loading (CL)
Die lange Form "Carbohydrate-Loading" ist ein ungebräuchlicher Zungenbrecher. CL meint das "Aufladen" der körpereigenen Kohlenhydratspeicher (Glykogenspeicher) durch kohlenhydratreiche Ernährung. Dazu werden diese Speicher zwei bis vier Tage vor einem Wettkampf durch ein etwa 70 bis 120 minütiges submaximales (!) Training entleert. Anschließend ist der Körper bereit mehr Kohlenhydrate als sonst einzulagern, was durch eine Art von Kohlenhydratmast unterstützt wird (siehe auch "Nudelparty"). Doch VORSICHT, diese Technik setzt einen guten Trainingszustand und eine gewisse Erfahrung voraus, da die relativ hohe Belastung so kurz vor dem Wettkampf ein Risiko der Überbelastung oder Verletzung darstellt. Vor sehr wichtigen Wettkämpfen und auch für Anfänger gilt in den drei Vorwettkampftagen: Nur kohlenhydratreich ernähren und weniger trainieren. Damit kann ebenfalls ein etwas abgeschwächter CL-Effekt erreicht werden (siehe auch "Tapering").

Conconi-Test
Leistungstest zum Ermitteln der Anaeroben Schwelle nach dem italienischen Professor Conconi. Er entwickelte den Test zur Trainings- Betreuung des Rad- Stundenrekordlers Francesco Moser. Bei dem Test wird in festgelegten Abständen die Leistung (bzw. das Tempo) stufenweise erhöht. Dabei wird der Puls bis zur höchst möglichen Leistung aufgezeichnet. Sobald die Anaerobe Schwelle erreicht ist, wird dies in der Aufzeichnung als ein "Knick" in der Pulskurve sichtbar. Aus der Lage der Anaeroben Schwelle können Rückschlüsse auf Trainings- und Wettkampfgestaltung gezogen werden.


Cross-Duathlon
Die "Wald- und Wiesen-Variante" der Duathlons, bei dem die Radstrecke per Mountainbike auf entsprechendem Gelände absolviert wird. Die Radstrecken sind meist kürzer als beim Duathlon, jedoch auch wesentlich langsamer und härter. Die Laufstrecke kann (muss aber nicht) auf anspruchsvollem Terrain durchgeführt werden.

Cross-Triathlon
Entsprechend dem Cross-Duathlon, die Cross-Variante des Triathlons. Aus organisatorischen oder klimatischen Gründen wird manchmal das Schwimmen separat durchgeführt und der Rad-Lauf-Abschnitt nach der Gunderson-Methode gestartet.


Dehydratation
Wassermagel im Körper. Beim Sport oft durch zu hohe Schweißverluste bei gleichzeitig zu geringer Getränkezufuhr verursacht. Im Sprachgebrauch wird das "Hydrat" (=Wasser) im Wort Dehydratation leider oft abgekürzt, was zum fälschlicherweise verwendeten Wort "Dehydration" (=Wasserstoffmangel) führt.

DGE
Deutsche Gesellschaft für Ernährung. Sie gibt Empfehlungen für die Ernährung heraus, so zum Beispiel über die die Menge der zugeführten Nährstoffe.

DTU
Deutsche Triathlon Union, nationaler Triathlon Verband Deutschlands. Siehe auch Kapitel 18 Links zu Sport und Triathlon.

Duathlon (DUA)
DUA kann, je nach Betrachtungsweise, als Triathlonvariante oder als selbstständige Sportart betrachtet werden. Dabei werden die Teildisziplinen Laufen, Radfahren und Laufen, ohne Unterbrechung absolviert. Die "Abstammung" des DUAs vom Triathlon ist eindeutig. Verschiedene Bezeichnungen wie Run-Bike-Run oder Rad-Lauf-Biathlon oder dergleichen lassen ein eindeutiges Geburtsjahr nur ungenau ausmachen. Es muss aber spätestens um das Jahr 1986 liegen. Die Nationen in denen DUA die größte Popularität besitzt sind die Niederlande, Deutschland, die Schweiz und die USA. Die Streckenverhältnisse Radstrecke zu Laufstrecke gehen mit 3:1 weniger zu Gunsten starker Radfahrer. Die Laufstrecke wird oft zu zwei Dritteln vor und zu einem Drittel nach dem Radfahren absolviert, um das Teilnehmerfeld vor Antritt des Radfahrens mehr zu entzerren (Bsp. 6,5/30/3,5 km). Die Einteilung in zwei gleichgroße Laufhälften ist jedoch noch sehr verbreitet und beliebt (Bsp. 5/30/5).
Inzwischen gibt es zahlreiche Duathlonspezialisten, die nicht alle aus dem Triathlonlager stammen. Das Lauftempo zu Anfang eines Duathlons ist für einen "echten" Triathleten ernüchternd schnell, meist zu schnell. Eine echte Spezialkleidung für Duathleten ist seltener anzutreffen als beim Triathlon, da die Wechsel unproblematisch sind. Lediglich bei den Radpedalen sind viel häufiger Systeme zu finden, die auch mit Laufschuhen benutzt werden können.

Kenny Souza
Ganz aus dem Schatten des "großen Bruders" Triathlon ragt der DUA noch nicht heraus, was sicher auch erklärt, warum es bisher nur wenige Duathlon-Profis gibt. Einer der frühen Profis war der Amerikaner Kenny Souza, der durch sein freakiges Auftreten in den Jahren bis 1992 an der Bekanntmachung des DUA großen Anteil hatte. Durch die fairen Streckenverhältnisse beim DUA, konnte er sich als hervorragender Läufer auch gegen starke Radfahrer behaupten.
Seit 1990 werden Welt-und Europameisterschaften im DUA ausgetragen. Heute sind die Austragungsorte Zofingen und Spalt für die Duathleten beinahe das, was Hawaii für die Triathleten ist.

Dysbalancen
Im Sport sind damit überwiegend Muskuläre Dysbalancen gemeint,
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Endorphine
Körpereigene Opiate, die bei Stress, Schmerz, körperlicher Anstrengung oder großer Freude ausgeschüttet werden. Die Wirkung
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EPO (= Erythropoitein)
EPO erhöht die Anzahl der roten Blutkörperchen und verbessert dadurch die Sauerstoffaufnahme. Allerdings wirkt es dadurch blutverdickend. EPO ist im Urin nur schwer nachweisbar und steht in Verdacht den Tod mehrerer belgischer und niederländischer Radsportler Anfang der 90er Jahre verursacht zu haben. EPO wird oftmals Krebspatienten während der Chemotherapie verabreicht, um der blutzerstörenden Wirkung der aggressiven Medikamente entgegenzuwirken.

ETU
Europäische Triathlon Union. Siehe auch Kapitel 18 Links zu Sport und Triathlon.

Finisher
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Finisher T-Shirt
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Fraktur
Medizinischer Ausdruck für Knochenbruch.

Gunderson-Methode (GM)
Startverfahren für Mehrkampfwettbewerbe bei dem die Teilnehmer in einer Folgedisziplin mit den Zeitdifferenzen der vorherigen Disziplinen gestartet werden. Ursprünglich stammt die GM aus der Nordischen Kombination.
Manchmal ist es organisatirisch schwierig eine Verbindung von Schwimmen zur folgenden Disziplin (meist Radfahren) zu finden. Dann wird der Wettkampf nach dem Schwimmen unterbrochen und später oder an anderem Ort fortgesetzt. Bei Ausdauermehrkämpfen ist dies schon länger gängige Praxis. Obwohl der dieser "Bruch" der Non-Stop-Idee des Triathlons widerspricht, werden Wettkämpfe mit Gunderson-Starts von Teilnehmern und Zuschauern als sehr spannend empfunden.

Grundlagenausdauer (GA)
Auch "Reine Ausdauer", "Allgemeine Ausdauer" oder "Basisausdauer" genannt. Die GA ist die Fähigkeit eine geringe bis mittlere Belastung über lange Zeit (mehrere Stunden) ohne wesentliche Ermüdungserscheinungen aufrecht halten zu können. Das Training der GA ist ein wesentlicher Trainingsinhalt des Triathlontrainings. Es findet meist in Pulsbereichen zwischen 110 und 150 über mindestens eine Stunde statt.

Grundschnelligkeit (GS)
Die maximal mögliche Geschwindigkeit, die ein Sportler in seiner Disziplin erreichen kann. Dies ist nur im Kurzsprint möglich und ist daher im Triathlon unmöglich. Trainieren sollte man die GS trotzdem. Die technisch- motorischen Fertigkeiten, die durch GS-Training erworben werden, wirken sich auch unmittelbar auf das Tempo auf Langstrecken aus. Lediglich intensives Schnellkrafttraining wirkt hemmend auf die Ausdauer.

Grundumsatz (GU)
Der GU ist die Energie, die wir zur Aufrechterhaltung aller Köperfunktionen in Ruhe benötigen. Er beträgt rund 4,2 kJ (= 1 kcal) je kg Körpergewicht pro Stunde. Er ist höher bei hohem Muskelanteil und besserer Gewebedurchblutung. Bei Fieber und in der Regenerationphase zwischen Trainingseinheiten ist der GU deutlich erhöht. Bei hohem Körperfettanteil ist er durch die Wärmeisolation und die schlechtere Durchblutung des Fettgewebes verringert.

Herz-Kreislauf-System (HKS)
Unter HKS versteht man alle am Kreislauf beteiligten Organe und Systeme, also Herz, Lunge, Blutgefäße usw. Manchmal, wird vom Kardiopulmonalen System gesprochen, womit aber nur das Herz-Lungen-System bezeichnet wird.

Hungerast (HA)
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Inlineskating
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Ironman
Ursprünglich die Bezeichnung für den klassischen Hawaii-Triathlon über 3,8/180/42,2 km, heute jedoch ein geschütztes Markenzeichen für Sportprodukte, Dienstleitungen und Triathlonveranstaltungen. Aber auch die (etwas chauvinistische) Bezeichnung für die Finisher der klassischen Ultradistanz. Im Volksmund bezeichnen sicn auch viel als "Ironman" wenn nur die Distanz nicht aber das Markenzeichen mit dem Ironman-Trademark identisch waren (die sportliche Leistung ist die gleiche). Frauen als Ironwomen oder -frauen (nicht Ironmännerinnen!) zu bezeichnen, wäre die logische Konsequenz. Vorteil der Kommerzialisierung ist eine breite (mitunter sehr heroische) Publicity, gewisse Veranstaltungsstandards und eine geregelte Terminvergabe, was die Qualifikationsveranstaltungen für Hawaii betrifft. Nachteil sind extrem teure Startgelder, teure Produkte und der übertriebene Fokus auf professionelle Veranstaltungen, statt auf förderungswürdige Kleinveranstaltungen.

ITU
Internationale Triathlon Union.

Intervall
Genau genommen nur die allgemeine Bezeichnung für einen Zeitabschnitt. Im sportlichen Training ist jedoch damit der Zeitabschnitt von einer Belastung bis zur nächsten Belastung, unterbrochen von Pausen, gemeint.
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Jojo-Effekt
Der so genannte Jojo-Effekt tritt bei Personen auf, die ihren Körper häufig Diäten oder anderen Hungerzuständen aussetzten. Verknappen sich die körpereigenen Energiereserven drastisch, geht der Körper auf Sparflamme  indem er seinen Grundumsatz  senkt und außerdem jede überflüssige Kalorie in seine Fettreserven umleitet. Dies tut er, indem er...
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Lactat
Übersetzt Salze und Ester der Milchsäure. Und nun die Überraschung für alle, die glauben, in ihrem Blut wurde schon einmal Milchsäure gemessen: Im Blut fällt zwar Milchsäure an. Es werden jedoch bei den Lactattests nur die Milchsäureabbauprodukte (Milchsäuresalze) gemessen. Wer sich vor Fachleuten nicht blamieren möchte, spricht besser von Milchsäure im Blut, nie von "Lactaten".

Lactattest
Lactattest ist, wie unter "Lactat" schon erwähnt, eine beinahe irreführend korrekte Bezeichnung.
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Mentales Training (MT)

Mark Allen
MT ist das Training des nichtkörperlichen Bereichs, also der Psyche. Auf Grund der langen Dauer der Wettkämpfe wurde der Wert der mentalen Stärke beim Triathlon schon früh erkannt. Nicht nur das Überwinden des inneren Schweinehundes an sich ist es, das das MT so attraktiv, wenn nicht sogar notwendig für den Triathleten macht. Gerade im extrem langen Ausdauerbereich können große Leistungssteigerungen "über den Kopf" erreicht werden. Mark Allen erhielt wegen seiner mentalen Stärke den Spitznamen "Zen-Runner". Ihm war praktisch nie anzusehen, wie sehr er an seine Grenzen ging, er war stets konzentriert, wirkte entspannt und kaum angestrengt.

Muskelkater (MK)
Über Muskelkater sind mehr Gerüchte im Umlauf als Tatsachen bekannt. Bekannte Fakten sind: 1.) MK wird nicht durch Milchsäure verursacht. 2.) MK sind kleinste Muskelrisse (Mikrotraumen), die durch falsche oder ungewohnte Bewegungen hervorgerufen werden (die letzten Minuten oder gar Stunden unter Höchstbelastung sind bewegungstechnisch selten einwandfrei). 3.) MK kann durch mangelnde Kohlenhydratversorgung in Wettkämpfen provoziert werden, bzw. mit ausreichender Versorgung vorgebeugt werden (ebenso mit gezieltem "Carbo-Loading").

Muskeltonus
Spannungszustand eines Muskels.

Muskuläre Dysbalancen
Siehe Dysbalancen.

Neoprenanzug (NEO)
Der NEO ist die Erfindung schlechthin im Triathlonsport, macht er diesen Sport in unseren Breiten eigentlich erst möglich. Die Schwimmzeiten werden mit ihm zwischen 6 und 15 % besser, je nachdem, wie tief man ohne ihn im Wasser liegt. Der Wärmeschutz entspricht einer etwa 2 bis 4 Grad höheren Wassertemperatur (je nach Modell). Die Verweildauer im Wasser wird beträchtlich erhöht und die gesundheitlichen Risiken durch Unterkühlung oder gar Ertrinken deutlich verringert.

Nudelparty
Die legendäre "Fressorgie" vor Marathonläufen und Triathlons. Von Veranstaltern oft sehr praxisfremd auf den Vorabend der Veranstaltung gelegt. Im Sinne des Carbo-Loading sollen dem Körper vermehrt Kohlenhydrate zugeführt werden, wozu traditionell Nudeln verwendet werden. Da Kartoffeln dazu noch besser geeignet sind, bieten einige Veranstalter inzwischen auch "Kartoffel-Partys" oder allgemein "Carbo-Partys" (zusätzlich mit Brot, Reis usw.) an. Für die Geselligkeit und um die Stimmung zu heben sind diese Partys eine tolle Einrichtung, allerdings sollte man sie nicht bis spät in die Nacht besuchen und auch nicht übermäßig viel essen (die Kohlenhydrate sollten schon ein bis zwei Tage vorher "gebunkert" werden).

Paddles
Auch Paddel. Plastikdeckel, die beim Schwimmen zum Kraft- und Techniktraining eingesetzt werden können. Intensiver Einsatz frühestens nach zwei Jahren Aufbautraining und frühestens im Alter von 14 Jahren.

Polyathlon
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Projekt-Prinzip
Oder projektorientierte Vorgehensweise. Dies ist ein Arbeits- und Planungsprinzip, das bei zeitlichen Trainingszielen (Wettkampftermine) oder bei der Ausrichtung von Wettkämpfen unbedingt angewendet werden sollte. Dabei wird vom "Zieltag" aus rückwärts geplant, je nachdem wie lange bestimmte Tätigkeiten oder Belastungs-Erholungsphasen dauern. Diese Aktivitäten können zeitweise parallel durchgeführt werden (Überschneidungen).

Pull-Buoy (PB)
Schaumstoffkörper mit Auftriebswirkung, die* beim Schwimmtraining (zwischen die Oberschenkel geklemmt) zum Schnelligkeitsausdauer- und Techniktraining verwendet wird. Zur Simulation des Neoprenschwimmens sehr beliebt bei Triathleten. Die PB sollte aber nicht als "Krücke" verwendet werden, weil technische Schwächen beim Beinschlag durch seine Verwendung nicht abgestellt werden.
* Bei der Pull-Buoy handelt es sich weder um einen Knaben noch um einen Schreibfehler - vom englischen Wort für Boje abgeleitet, ist die Pull- Buoy folgerichtig ein Weibchen.

Quadrathlon (QUA)
Ausdauervierkampf aus Schwimmen, Kajakfahren, Rennrad und Laufen. Die inoffiziellen Weltmeisterschaften werden alljährlich auf Ibiza über die Distanzen 5/10/100/21 km ausgetragen.

Rolle
Die "Rolle" ist eines der effektivsten aber auch meist gehassten Trainingsgeräte für den Winter. Klassisch wurde das Rennrad auf drei freie Rollen, für das Wintertraining oder zum Aufwärmen auf der Bahn, gestellt. Triathleten, die bei winterlicher Kälte erste Radkilometer "fressen" wollen,
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Scheibenräder (SR)
SR sind im Laufe der technischen Entwicklung wieder etwas aus der Mode gekommen. Sie gelten als empfindlich und schwer, doch sie sind aerodynamisch das Non-Plus- Ultra. Vorn sind sie aus Sicherheitsgründen verboten. Obwohl das Vorderrad etwa dreimal stärker im Fahrtwind steht als das Hinterrad, so hat doch das SR hinten eine fast eben so temposteigernde Wirkung. Durch die Beruhigung der Luftwirbel des Fahrers wird die Wirbelschleppe (Sog) verringert. Der Tempogewinn auf flacher Strecke liegt zwischen 0,5 und 1,5 km/h im Vergleich zu normalen Rädern mit 32 Rundspeichen. Auf bergigen Strecken mit böigem Seitenwind haben SR Nachteile.

Schnellverschlüsse
Schnellverschlüsse für die Laufschuhe (auch Tankas, Schubis oder Rucksackverschlüsse) sind eine triathlontypische Anwendung (nicht Erfindung). Sie sparen zwar nur 5 bis 10 Sekunden für's Schuhebinden, aber sie gehören einfach dazu. Manche Sportler haben auch mit Gummibändern ähnlich gute Erfahrungen gemacht.
Schnellverschlüsse für das Rad werden auch Schnellspannnabe oder Schnellspanner genannt. Sie sind zum schnellen Reifenwechsel und für den Radtransport im PKW unersetzlich.

Scott-Lenker (SL)
In den Gründerjahren der Triathlon war SL der Begriff für den Aerolenker schlechthin (quasi das "Tempo", der "Edding" oder das "Spüli" des Triathlonsports). Dabei hat dieser Triathlonlenker nichts mit den drei "Triathlon-Ikonen" Dave Scott, Scott Tinley oder Scott Molina zu tun. Die amerikanische Skibrillen-Firma Scott wagte es 1986 ein Lenkergeweih auf den Markt zu bringen, das mit seiner bequemen und aerodynamischen Sitzhaltung den Radsport revolutionierte. Dieselbe Firma war es auch, die zwei Jahre später den ersten U-förmigen Lenkeraufsatz für Rennlenker herausbrachte. Heute ist der deutsche "Syntace" das was früher der "Scotti" gewesen ist - der Triathlonlenker schlechthin.


Erst verspottet, dann geliebt:
Der "revolutionäre" Scottlenker

Startpass (SP)
Manche halten den SP für überflüssig, manche für eine Geldquelle der Verbände, andere sind stolz darauf ihn zu haben und somit dazu zu gehören. Jeder macht seine eigenen Erfahrungen mit diesem Plastikkärtchen. Einen Startpass braucht man nicht, wenn man...
... keine Wettkämpfe bestreitet,
... nur an Volkstriathlons oder -duathlons teilnimmt,
... nicht häufiger als zwei mal pro Saison an startpasspflichtigen Veranstaltungen teilnimmt
    (in diesem Fall rechhnet es sich eine Tageslizens zu bezahlen).
Vorgeschrieben ist der Startpass allerdings bei der Teilnahme an Ligaveranstaltungen und Meisterschaften.

Subanaerobes Training (SaT)
Damit ist der Belastungsbereich direkt unterhalb des anaeroben Übergangsbereichs (aÜ) gemeint.
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Substratdepots
Die Reserven des Körpers an Energie- und Bausubstanzen, nennt man Substrate. Diese wachsen bei Ausdauertrainierten in der Regel an. Die Menge Muskelglykogen (siehe auch Tapering) kann von 300 auf 500 Gramm ansteigen. Das Leberglykogen kann von 65 auf 130 Gramm ansteigen,
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Superkompensation
Anpassung des Körpers an eine Belastung, indem er nach einer Erholungsphase (im Mikrozyklus 2 bis 4 Tage) Leistungreserven anlegt, die über die
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Swim & Run (S&R)
S&R ist ein Ausdauerwettkampf aus Schwimmen und anschließendem Laufen. Es gibt ihn in Deutschland seit Mitte der 80er Jahre. Die Distanzenverhältnisse sind mit meist 1:10 sehr lauflastig. Seltener werden 1,5:10, noch seltener faire 1:5 (wie beim Aquathlon) angeboten. Das deutsche Extrem stellt der Brandenburgische "Tollenseeman" dar, der über 10/38 km ausgetragen wird.

Tapering (TA)
So nennt man die letzten Tage vor dem Wettkampf, in denen das Training reduziert wird um dem Körper die vollständige Erholung zu ermöglichen.
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Trinkflaschen (TF)
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VO2 max
Die VO2 max gibt die maximale Sauerstoffaufnahme an. Sie gehört zu den wichtigsten Leistungsfaktoren im Ausdauersport. Die VO2 max wird bei einer Maximalbelastung über 10 Minuten recht genau erreicht, was meist mit dem Maximalpuls einher geht. Die VO2 max ist nicht unmittelbar entscheidend für die Leistungsfähigkeit über Mittel- und Langdistanzen, gilt jedoch als Basiskennwert für Höchstleistungs-Diagnose im Ausdauersport. Sie hat aber für Ausdauerresultate eine wesentlich größere Bedeutung als beispielsweise die Grundschnelligkeit. Die VO2 max wird im Leistungssport oft als Anhaltspunkt für Wettkampf- Prognosen herangezogen.

Wechselzone (WZ)
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WHO
World Health Organisation (Weltgesundheitsorganisation). Sie gibt, wie die DGE, beispielsweise Empfehlungen für die Ernährung heraus.

Windchill-Effekt
Der Windchill-Effekt ist die tatsächliche Auskühlung in bewegter Luft. Beim Radfahren und Laufen sind
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Windschattenbox (WB)
          Dies ist die Sperrzone, die beim Triathlon/Duathlon-Radfahren von den nachfolgenden Teilnehmern eingehalten werden muss. Sie beträgt 10 mal 3 Meter (Länge mal Breite). Die WB liegt immer mittig hinter dem Radfahrer. Sie darf nur zum Überholen kurzfristig durchquert werden und zwar nach den Regeln sind beim Durchqueren der WB "bis zur Olympischen Triathlondistanz max. 15 Sekunden, ab Mitteldistanz max. 30 Sekunden erlaubt". Hinter Kraftfahrzeugen muss ein Mindestabstand von 35 Metern eingehalten werden. Beim genauen Blick ins Regelwerk fällt auf, dass für Duathlon (noch!) keine 5-Meter-Regelung eingeführt wurde.
Beispiel links: Am ersten Radfahrer (führend) werden die verschiedenen Windschattenboxen angelegt. Der zweite Radfahrer darf außerhalb dieser Box uneingeschränkt überholen. Er hält den Abstand der blauen Box (10 x 3 m) ein. Dauerhaft darf er trotzdem dort nicht fahren, weil dauerhaftes Nebeneinanderfahren verboten ist. Der dritte Radfahrer fährt Windschatten und kann ohne Verwarnung disqualifiziert werden (oder Zeitstrafe). Bei den längeren Wettkämpfen darf er sich dort zum Überholen nur für 30 Sekunden aufhalten. Der vierte Radfahrer darf dort, wo er fährt, beliebig lange bleiben, auch auf Mittel- und Langdistanzen. Und der fünfte Radfahrer hält sich im vorgeschriebenen Abstand auf, der hinter Kraftfahrzeugen vorgeschreiben ist (gelbe Box, 35 x 3 m).
        


Wintertriathlon
Offiziell besteht diese Triathlonvariante aus Skilanglauf, Mountainbiking und Laufen. Besonders in Holland ist auch seit vielen Jahren eine Variante mit Eisschnelllauf, Rennrad, Laufen bekannt. Prinzipiell ist jeder Triathlon im Winter ein "Wintertriathlon", egal wie die offiziellen Definitionen lauten.

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