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Tipps

Tipps rund um den Modernen Biathlon werden hier gern veröffentlicht

Gewehr beschweren

Das Lichtgewehr Röhm RG-Light-Point ist mit 2,2 kg recht leicht geraten - zu leicht für trainierte erwachsene Schützen. Man kann natürlich die recht preisgünstigen Gewichte hinzukaufen und kommt dann auf 2,8 kg. Doch wer zu Hause noch Dachdeckerblei findet oder es sich im Baumarkt besorgt, kann es in gerollter Form in die Gewichtskammer schieben. Empfehlenswert ist es, eine Schnur in die Mitte des Bleis einzurollen, die dann innen am Gewindeloch des Kammerdeckels festgeschraubt wird. So bekommt man das Blei auch leicht wieder heraus. Vorteil: Man kann mit Blei noch ein paar Gramm Gewicht mehr als mit den Original-Gewichten zusammen bekommen. Mein Gewehr wiegt jetzt (mit Röhm Point-Sight) 2,9 kg. Wer das Blei noch dichter wickeln kann, erreicht wahrscheinlich sogar 3,0 kg.
Frank

Skikes mit Maximaldruck fahren

Die von mir verwendeten Nordic-Skater Skike sollten beim Biathlon mit maximal möglichem Luftdruck gefahren werden. Die Herstellerempfehlung von 6,3 Bar kann auf 7,0 Bar erhöht werden. Nicht nur der Rollwiderstand wird geringer, auch die Schießergebnisse können besser werden. Insbesondere bei stärkerem Wind oder wenn bereits die Knie schlottern ist der Stand auf den Luftrollen beim stehenden Schießen etwas schwammiger als auf Skiern. Dann zählt jedes Bar Luftdruck. Wer Wert auf maximales Tempo legt, kann auch einmal mit Drücken zwischen 8 und 8,5 Bar experimentieren. Zumindest kurzzeitig (z.B. im Rennen) halten das die Reifen in der Regel aus.
Frank

Schneeteller entfernen

Wer seine Skistöcke nur zum Nordic-Skating einsetzt, sollte die Schneeteller entfernen. Die Wahrscheinlichkeit mit den Stöcken irgendwo hängen zu bleiben sinkt dadurch spürbar. Nachteil: Man wird zum "Kanaldeckel-Golfer" und locht häufiger ein.
Frank

Anderer Gewehrgriff

Der "Combat-Griff" von Röhm (optisch wie vom CO2-Gewehr Desperado von Röhm) passt an das RG-Light-Point. Der Combat-Griff ist anatomisch etwas detaillierter ausgearbeitet und liegt den meisten, aber nicht allen, Schützen besser in der Hand als der etwas mickrige Originalgriff der Serie. In jedem Fall wird das Aussehen des Gewehrs deutlich in Richtung Match-Gewehr aufgewertet.
RG Light Point mit Combat Griff
Frank

Weiteres Ergo-Tuninig: Handstütze für engeren Anschlag

Da die Biathleten beim stehenden Anschlag mittlerweile das Becken als Ellenbogenstütze nutzen, brauchen Biathleten entweder lange Unterarme oder ein hoch bauendes Gewehr. Manchmal bekommen die Schützen durch die erzwungene leichte Rückenkrümmung bei dieser Stütztechnik Rückenschmerzen. Da ist die Variante das Gewehr höher (eigentlich tiefer) zu bauen doch besser, oder?. Durch das unterbauen des Abzuges mit einem entsprechenden Holzteil kann man drei bis vier Zentimeter herausholen. Ein Schraubenloch auf der Unterseite des RG Light Point kann zur Befestigung mit einer längeren Schraube genutzt werden. Und schon steht man etwas aufrechter und stabiler vor dem Ziel. Davon abgesehen sieht das ehemals recht biedere Gewehr danch noch mehr nach Biathlon aus, mit noch mehr Werbefläche für potenzielle Sponsoren.

Weniger Wackeln und Rückenschmerzen mit einer einfachen Erhöhung auf Holz
Frank

Sensibles Röhm RG-Light Point

Das RG Light-Point von Röhm mag zwar genauer sein als alles, was mit Pulver oder Gasdruck schießt, aber gerade deswegen sollte man die folgenden Punkte beachten. Stelle die Visierung vor jedem Schießen ein nachdem sich das Gewehr akklimatisiert hat (ich rechne pro 10°C eine Stunde). Fasse danach das Gewehr nicht mehr am Visier oder am (leider etwas wackligen) Lasermodul an. Auch Stöße an diesen Stellen beim Aufnehmen oder Ablegen der Gewehrs sollte man vermeiden.
Urs

Noch mehr Gewehrtuning

Ich habe meinem anschlaglosen Standard-Abzug durch einen einfachen Kork ein besseres Abzuggefühl verpasst. Dies ist dann aber eine weitere hochsensible Stelle am Lichtgewehr, weil man den Kork durch unaufmerksames Greifen des Gewehrs leicht abreißen kann. Außerdem habe ich mit schwarzer Pappe am Lechtpunktvisier eine Sichtblende für das passive Auge angebracht.
Patrizia

Gewehrtuning-Tipp bestätigt

Die zwei Tipps von Patrizia sind super. Ich habe den Kork mit Kontaktkleber hinter dem Abzug angeklebt und mit einem Marker unauffällig schwarz gefärbt. Der "Druckpunkt" ist wirklich gut zu spüren. Auch die Sichtblende funktioniert hervorragend. Ich habe sie allerdings aus unempfindlicherem Neopren (Mousepad) geschnitten. Sie passt durch die blaue Vorderseite nicht nur optisch gut zum Light Point, sondern lässt sich für Linksschützen auch leicht auf die andere Seite drehen. Gehalten wird die Blende hervorragend vom Deckel des Leuchtpunktvisiers. Schaut euch unten die Bilder dieser Tuningmaßnahmen an. Interessant sind auch die ungefähren Messwerte des "neuen" Abzuges: 2000 + 50 Gramm, gar nicht so unsensibel, finde ich. Der Kork kann auch direkt an der Rückseite des Abzuges angeklebt werden. Ein Stück Vollgummi statt Kork geht auch.
Danke, Patrizia für die tollen Ideen!
Abzugverbesserung aus Kork Sichtblende aus Neopren am Leuchtpunktvisier
Frank


Skike-Stiefel

Gut zum sportlichen Skiken im Sommer sind leichte atmungsaktive Boxerstiefel/-schuhe geeignet. Man sollte aber ein Modell mit sehr hohem Schaft wählen, damit der kritische Bereich an der Wade abgedeckt ist. Der Gewichtsvorteil gegenüber robusten Wanderschuhen beträgt etwa 300 Gramm pro Schuh. Mit langen Sportsocken (für Basketball oder Inline-Skating) ist auch der Komfort in Boxerstiefeln sehr gut. Je nach Modell kann aber der Halt in den Schuhschalen mangelhaft sein.

Elegant und bequem beim Skiken: Boxerstiefel
Frank

Scheuerstellen auf der Haut vermeiden

Besitzer von Skikes kennen das Problem der Scheuerstellen an der Wade. Wer mit relativ kurzen Schuhen unterwegs ist, braucht unbedingt eine Polsterung durch eine gute Hose oder komfortable Stümpfe. Bekommt man trotzdem wunde Waden, kann man Armlinge aus dem Radsportgeschäft zum unterpolstern nehmen. Doppelt unter den Stümpfen getragen, unterstützen sie deren Posterwirkung enorm. Bei längeren Trainingsfahrten bekommt man auch oft mit Handschuhen Blasen oder wunde Haut. Ein guter Schutz dagegen ist einkremen der Haut mit einem "Bodyglide-Stick". Normalerweise wird "Bodyglide" von Triathleten gegen Wundscheuern im Neoprenanzug verwendet.
Alena

Gurtschutz-Hülsen für Skikes

Wer Skikes besitzt, hat vielleicht schon Bodenkontakt mit der Befestigung der Schuhgurte gehabt. Das passiert fast zwangsläufig beim Stürzen, aber auch bei sehr ausladendem Skating-Schritt und extremer Schrägstellung der Skikes beim Abstoßen. Ein übermäßiges Ausfransen und Verschleißen der Gurte ist die Folge. Sie kosten zwar nicht die Welt, aber wer handwerklich geschickt ist und etwas Zeit hat, kann sich ein kleines Tuning-Teil für die Skikes selbst bauen.
Man benötigt 8 mm-Messingrohr mit 0,5 mm Wandstärke aus dem Baumarkt (ca. 4 Euro pro Meter, reicht für ca. 24 Hülsen). Für jeden Gurt, den man schützen möchte (vier genügen), sägt man ein 40 mm langes Stück vom Rohr ab und schlitzt es in Längsrichtung mit der Säge ein. Alle Blechkanten müssen mit Schlüsselfeile und Schleifpapier abgestumpft werden. Die Hülsen biegt man vorsichtig etwas auf und schiebt sie stramm über den Alustift, welcher den Gurt am Skike-Rahmen sichert. Die Hülse nötigenfalls mit der Zange wieder etwas zubiegen - fertig!
Prizipiell könnte man die Hülsen aus leicht bearbeitbaren Aluminium herstellen, aber Messing ist viel, viel härter und eine goldene Hülse sieht auch nobler aus. Wenn man schon ein Stunde bastelt, so es auch ein Weile halten.

So sieht die fertig montierte Schutzhülse am Skike aus
Frank

Weiterer Gurtschutz durch "Skike-Piercing"

Dazu verwendet man kleine Schlüsselringe von 13 bis 15 mm Durchmesser und befestigt sie wie auf dem Bild zu sehen (perfekt wären 14 mm). Reicht für's Grobe und fällt kaum auf. Beim Montieren kann aber der Lack verkratzt gehen.

Die ''gepiercten'' Skike-Gurte haben so bei gelegentlichen Aufsetzern weingstens einen Minimalschutz
Frank

Tool zum Reifen befüllen

Die Ventile der Reifen von Cross-Skates sind nicht sehr leicht zugänglich. Mit einem breiteren Pumpenkopf kann es sogar im Einzelfall unmöglich sein Luft in die Reifen zu pumpen. Ich habe ein nützliches kleines Adapter-Tool im Radladen entdeckt. Der Hersteller ist Topeak und ich habe 9,95 Euro dafür bezahlt. Der Adapter besitzt ein eingebautes Rückschlagventil und ist daher sehr leicht zu bedienen. Besondes beim enger gebauten Skike S, spürt man deutliche Erleichterung bei der Fingerakrobatik. Unterwegs kann es unter Umständen die Rettung sein um an der Tanke Luft nachzupumpen.

Topeak-Adapter in der VerkaufverpackungAdapter am Rad
Frank