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Hallo, liebe Spontan-Besucher! Wenn ihr schon hier seid, wollt ihr die Triathlonbelastung in einer einzigen Sportart erleben? Dann schaut einmal bei Cross-Skating.com vorbei!
Ironman Germany 2007
Lautstärke, Aufdringlichkeit, Selbstherrlichkeit - die drei Disziplinen des Ironman Germany

Es steht offenbar fest, wie ein Naturgesetz, dass sich diese Veranstaltung nicht wesentlich ändern wird. Gut, dann müssen sich eben alle ändern, die sich für mündige Sportler halten (neee, das sind nicht die anonymen Laber-Trottel aus den 08/15-Tria-Foren...) und verweigern das Interesse. Ab jetzt Informationssperre was diesen Dreikampf betrifft, wir haben die Schnauze endgültig voll.
Und Tschüss - Frank

Nie mehr live: Ironman Germany 2007
Ich bin fast ebensolang wie Frank beim Triathlon dabei und teile seine Skepsis über den Ironman Germany nun voll. Zunächst war ich noch begeistert dabei, wegen der fleißigen Aktiven, aber schon lange nicht mehr wegen der Veranstaltung selbst. Doch jetzt halte ich mich gern an die Empfehlung, diese Veranstlung "tot zu schweigen". Natürlich ist sie immer noch laut genug um alles zu übertönen, das musste ich auch am 1. Juli wieder erleben. Von den angeblich 18.000 Zuschauern am Langener Waldsee, hielten sich schätzungsweise nur die Hälfte in Sichtweite des Sees auf. Wo waren die anderen? Die marktschreierische Art sämtlicher Kommentare geht einem gehörig auf den Senkel. Sind wir in der Teenie-Disco oder beim Animationsprogramm im Ballermann-Club? Und dann die Zweifel an dem was ich das sah. Die Profis waren an sich eine Augenweide, meine Bedenken, ob nur ein paar oder fast alle von ihnen gedopt sind, ist seit diesem Jahr mein persönlicher Spielverderber, der mir nie mehr aus dem Kopf gehen wird. Aber weiter hinten: Personen, die das nicht tun sollten, schleppten sich über die Laufstrecke. Sportler, denen sonst fast keiner zuschaut, starten in Frankfurt, wo teuer für Publikum gesorgt wird. Wären sie auch sonst gekommen - diese Teilnehmer oder auch die Zuschauer? Leute die es offenkundig für ihr Ego nötig haben, setzen sich hier in Szene und spielen den Star. Ich bin selbst 13, 14 oder 15 mal (ist mir unwichtig das genau zu wissen) über diese Distanz gestartet, aber ich habe immer alle, die mich kennen, gebeten KEINE Transparente oder Schilder anzufertigen. So etwas finde ich einfach nur peinlich. Wer den Sport nur um des Sports Willen betreibt, ist in Frankfurt verkehrt, wie es scheint.
Die Maschinerie und das Geschäft laufen weiter, das steht außer Frage. Auch, und küftig ganz sicher, ohne mich. Gelegentlich werde ich noch Triathlon machen, aber es zur Zwangshandlung werden zu lassen, dagegen hat mich der Ironman Germany endgültig resistent gemacht. Ein Abenteuer ist Triathlon schon lange nicht mehr und auch eigentlich nichts wirklich Besonderes. Mindestens drei Ausdauersportaten zu trainieren ist sinnvoll und gesundheitsfördernd - keine Frage. Aber muss ich mich zwingen im kalten Frühsommer im See zu trainieren, nur weil manche Veranstalter keine Ahenung von den üblichen Wassertemperaturen haben? Muss ich mir jedes Wochenende meine Ei... plattreiten, wegen des Zwangs zu langen Radeinheit? Muss ich meine Mobilität im Alter riskieren, weil ich es meiner Konkurrenz gleich tue und mir 100 Laufkilometer jede Woche zumute? NEIN, garantiert nicht! Für kürzere Sachen, wie Mitteldistanzen reicht es bei mir immer und bei Zeitmangel oder zur Abwechslung habe ich durch den Betreiber dieser Seite jetzt eine andere Trainingsalternative kennen gelernt. Skiken (Skifahren auf Rollen als Ganzjahressportart) bringt jetzt optimale Reize in mein Training. Nach einer Woche mit je zwei Trainingseinheiten plus zweimal Skiken gehe ich ab, wie die Feuerwehr, fühle mich erholt und leistungfähig zugleich, wie nach einer guten Taperingwoche. Und das bei geringerem Zeitaufwand. Seitdem findet man mich immer seltener in der immer verbissener trainierenden Triathlonszene, denn ich trainiere dann allein oder mit Freunden ganz ruhig (!) mit meinen Skikes im Wald. So macht der Traithlon und der Sport allgemein wieder mehr Spaß. Gut, dass ich den richtigen DENKanstoß bekommen haben!

Hermann Dietrich

Newsticker leider rausgeflogen...
Der aktuelle Newsticker von www.tri2b.de musste hier wegen zu offensichtlichem Product-Placement entfernt werden

Zunächst mal Danke für den bisherigen News-Service. Er hat mir und den Lesern von TRIathleten.NET bisher recht eigentlich recht gut gefallen, ABER...
...Mensch Leute, ob es irgend ein Amboss-Gel in neuen Geschmacksrichtungen gibt, interessiert nun wirklich keinen Schwanz. Jedenfalls gehört das ganz bestimmt nicht in in eine nachrichtenähnliche Berichterstattung! So sind schon Kabel-TV-Kanäle den Bach runter gegangen.

Thanks For Your Service & Good Bye - Frank

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Hallo liebe Besucher vom 3athlon-Forum: Wahrscheinlich seid ihr hier gelandet, weil im Forum ein ewig Frustrierter ständig über diese Seite und mich als Person herzieht. Das haben die meisten von euch schon feststellen können. Ihm fällt nichts anderes ein als uralte Berichte aus diesem Archiv herauszukopieren (in strafbarer Länge übrigens, Zitate sind kürzer) und er hat dabei natürlich auch den unübersehbaren Kommentar vor dem Ironman-Bericht unterschlagen.
So liebe 3athlon-Besucher, lest selbst nach, amüsiert euch und bildet euch eine eigene Meinung. Aber passt, auf wenn ihr sie im Forum äußert, denn "susi" ist schnell eingeschnappt und neigt dazu euch dann zu beleidigen und zu denunzieren. Danke "susi" für die kostenlose Werbung, die Zugriffe auf diese Seite haben sich seitdem mehr als verdoppelt. Da muss man susannevontrothar schon beinahe seine (!) versuchte der Geschäftsschädigung durchgehen lassen die er (!) noch kurz zuvor unter anderem (richtigem Name) im Forum rausgalssen hat. Na ja, feige ist er auch noch, das Internet macht's möglich.
Frank

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Eine Anmerkung zur Person Kurt Denk und der (von anderer Seite!) nicht tolerierten Kritik am Ironman Germany in Frankfurt:
Kurt Denk erscheint in der Öffentlichkeit als ein offener Mensch, der sich auch Kritik jeder Form anhört. Von seiner Seite wurde nie Kritik an unserer Kritik am Ironman Germany laut. Von der persönlichen Seite gibt es zwischen uns gar keine Probleme. Ich bin der Anisicht, dass man auch von Kurt Denk viel lernen kann.
Kurioserweise sind es hartnäckige Verfechter mit der Ansicht, dass ihre eigenen Positiverlebnisse mit dem IMG uneingeschränkt für alle gelten müssen, auch für diejenigen, die sich kritisch oder negativ, ähnlich der freien Meinungsbekundungen über den IMG auf TRIathleten.NET äußern. Die Qualität einer Website wird in ihren Augen vom hemmungslosen Hurra-Patriotismus für die gesamte Triathlonszene bestimmt. Diese Anforderungen erfüllen wir nicht. Wir sind unabhängig, kritisch, unbequem und auch noch stolz darauf. In Zeiten in denen es diese Freiräume nicht mehr gab, ging die Meinungsfreiheit den Bach runter. Dies sei nur den Pöblern gesagt, die andere Meinungen nicht akzeptieren.
Red. (12.08.2006)

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Eine Art von VERBRAUCHER-SCHIKANE: DHL Paketmarken-Aktion ist eine Zumutung
Wenn Sportler etwas versenden, dann richtig. Was nicht in eine E-Mail, passt, erfordert oft gleich richtigen Paketversand (Radhelme, Ersatzteile...). In den Postfilialen werden dezeit 3er-Paketschein Bundels verkauft für die man ein viertes Paket kostenlos versenden kann (können soll). Für den, der Zeit im Überfluss und kostenlos zur Verfügung hat, mag das stimmen, irgendwann kommt man womöglich wirklich zu seinem Bonus-Paketversand. Nur schnell ging es bei mit ganz und gar nicht, nach mehr als 1,5 Stunden Zeitaufwand musste ich die Aktion als erfolglos abhaken. Über einen Code sollte im Internet per PDF-Dokument ein Ausdruck möglich sein. Pustekuchen, geht nicht! Nach zwei E-Mails und 25 Minuten diskutierter Zeitverschwendung am Filialschalter konnte mir keiner eine Alternativlösung abieten. Selbst die Rücknahme der Paketscheine wurde verweigert (Filiale Groß-Gerau). Die Zusendung von "echten" Paketscheinen scheint ebenso eine undenkbare Alternative für DHL zu sein. Die Werbeaussage stimmt auch dann nicht, wenn alles, so wie versprochen, funktioniert, denn ein vierter Paketschein ist ja nicht im Beutel. Der Bundle-Aufkleber und die Werbeaufstelle sagen: "Das DHL Frühlingsangebot: Gratis für Sie eine Paketmarke!" und "+ 33% mehr für ihr Geld". Das stimmt so, ganz und gar nicht nicht!!! Von Einlösung per Internet ist dort keine Rede, wer keines hat, geht leer aus, beim dem es nicht funktioniert ebenfalls (keine Rücktausch der Paketmarken und auch sonst keine Alternative in Aussicht).
Langes Telefonieren und Diskutieren hat bis jetzt nicht gefolfen (habe ich völlig Unrecht oder die schlechteren Argumente???), jetzt bin ich gespannt, was der Filialleiter auf meine schriftliche Beschwerde anwortet.
Vier Tage später: Keine Antwort. Ich versuche den Code jetzt erneut bei dem DHL-Mitarbeiter, der sich wegen des defekten (?) Codes bei mir per E-Mail und Telefon gemeldet hatte, einzulösen. An das Problem sollte er sich nach noch erinnern können. Scheint er auch, denn er fragt nach dem Absender und dem Empfänger des Paketes. Jetzt bräuchte er mir ja nur die damit vorbereitete PDF-Datei zu senden ... macht er aber nicht, vielleicht kann er auch nicht oder er will nicht. Die Adressangaben von mir zu verlagen war folglich eine reine Schikane, denn ich erhalte lediglich einen neuen Code! Und wer ist so dumm und rennt zweimal hintereinander gegen die Wand? ICH! Mir der freundlichen Hilfe von DHL ist das gar kein Problem: SELBSTVERSTÄNDLICH funktioniert der neue Code nicht, selbst verständlich war alles für die Katz. Ich werde das Gefühl nicht, dass sich da irgendwo einer ins Fäustchen lacht.
Nach dieser Rückversicherung, dass hier eine werbemäßige Falschaussage verkauft wird und der Gewissheit, dass von Seiten der DHL nichts dagegen unternommen wird, lokalisieren wir hier klaren Fall von rausgeschmissenem Geld. Im Kombination mit der enormen Zeitverschwendung spricht der Volksmund von Verbraucherverarschung, der Jurist hingegen von unlauterem Wettbewerb. Daher: Finger weg vom 4 bekommen, nur für 3 zahlen-Bundle.
Sechs Tage später: Klarer Fall. Da sich DHL nicht rührt, interessiert sich dort offenbar niemand für die Kundenbedürfnisse oder dafür, dass eingehalten wird, was DHL in der Werbung verpricht. Mir fällt in diesem Zusammenhang ein, dass die Post einmal damit geworben hat, dass 99 % der Briefe am nächsten Tag schon beim Empfänger seien. Meine Anfrage, wie das möglich sei, wenn nachweislich nur 97 % meiner Breife den Empfänger überhaupt erreichen, habe ich bei jetzt nicht beantwortet bekommen. Noch heute werde ich weitgehend zu den anderen Paketdiensten wechseln.
Wer sein Glück versuchen möchte, kann hier bis 30.6. zur Gratis-Paketfrankierung einen der folgenden Codes eingeben:
BSWU7H6Y, FGUXSDEK, 5MHW3CQK, RE9G8R6A, L8M4SCZ
Keine Gewähr für Funtionsfähigkeit, bei mir geht es nicht, aber es wäre schön, wenn die ohnehin bezahlten Codes nicht verfallen und sich DHL ins Fäustchen lacht.
Frank Röder

Ironman Germany 2006: Wiederholte Fehler können einem die Laune verderben
Eine kritische Berichterstattung über den Ironman Germany in Frankfurt halte ich auf die Dauer hier auf TRIathleten.NET für sinnlos. Dies wird der letzte Bericht in diese Richtung sein, da sich wahrscheinlich ohnehin nichts Wesentliches beim IMG ändern wird. Ich persönlich werde mir die Veranstaltung in Zukunft auch nicht mehr vor Ort anschauen und auch nicht in den Medien. Warum so negativ? Gründe dafür gibt es jede Menge, ich kann hier nicht alle nennen. Für das Wetter kann keiner etwas, schon gar nicht die Triathlonveranstalter. Dass man nicht jedes Jahr ideale Wetterbedingungen hat, damit muss aber jeder Veranstalter rechnen. Punkt 1, das Wasser im Langener Waldsee. Die intensive Sonneneinstrahlung der letzten Tage hat die Makro- und Mikroflora explosiv anwachsen lassen und die Wassertemperaturen auf 25-26°C ansteigen lassen. Sichtweiten zwischen 30 und 120 cm waren schon in den Wochen vor der Veranstaltung an der Tagesordnung. Viele Veranstalter praktizieren dann das so genannte "Kaltmessen" des Wassers, eine Wiederholung der Temperaturmessung, bis eine ausreichend kalte Stelle gefunden wurde, damit kein Neoprenverbot ausgesprochen werden muss. Ohne gleich eine Regeldebatte auslösen zu wollen, bezeichne ich diese Praxis als ausgesprochen sicherheitsbewusst und schwachschwimmer-freundlich. Die Wahrscheinlichkeit von schweren Schwimmunfällen ist mit Neo immer geringer. Die Temperaturen im Langener Waldsee waren durch die massiven Regenfälle über Nacht etwas gesunken, sicher tief genug um bezüglich Neoprens den Teilnehmern entgegen zukommen. Durch die Unerfahrenheit (das zeigt sich immer wieder) des Veranstalters wurde die Option der Rücknahme des Neoverbots bei der Wettkampfbesprechung gar nicht erst erwähnt und dieser Ausweg frühzeitig blockiert. Schwimmzeiten um 2 Stunden, waren bisher die Ausnahmen, 2006 waren sie weit verbreitet. Diese Schwimmer boten danach durch die zweistündige Abkühlung im 24 ° kalten Wasser eher den Anblick wandelnder Wasserleichen als den stählerner Ironleute. Gleichgewichtsstörungen oder spontane Aufgabe des Wettkampfes waren häufig die Folge. Durch das Neoverbot hatten auch rund fünfmal mehr Athleten mit dem viel zu knapp bemessenen Time-Cut nach der ersten Radrunde zu kämpfen. Einige schlecht schwimmende "unter-14-Stunden-Kandidaten" bleiben diesmal so auf der Strecke. Die schlechte Wahl der Radstrecke wurde diesmal wenigstens medienwirksam durch die Spitzenathleten demonstriert. Zahlreiche Nässe bedingte Stürze (ein Zuschauer will allein in Hochstadt mehr als 60 gesehen haben) zeigten wie unsinnig es ist, einen Radkurs ohne zwingende Notwendigkeit über Kopfsteinpflaster zu führen. Wenigstens war der Wind, abgesehen von den kurzen Gewitterböen, recht ruhig und die Lufttemperatur bleibt recht niedrig. Was vor allem wieder die vielen Ungehörten beklagen, die nicht alles lautstark mit feiern, ist wie jedes mal die Lautstärke. Es ist oft unmöglich eine Kommunikation zu den Sportlern aufzubauen, weil man von allen Seiten belärmt wird. Handytelefonate zwischen Helfern oder Fans sind nur fernab der Lärmherde möglich. Fußballstadion-Atmosphäre steht dem Triathlonsport nicht gut und senkt das Niveau.
Gelacht wurde allerdings 2006 als vor dem Start wieder einmal die Nationalhymne gespielt wurde. Bei den Lachern herrschte völliges Unverständnis über diese unpassende Selbsterhebung des Veranstalters. Wo der Titel Europameisterschaft für diese Ironmanveranstaltung her kam, wurde nicht erklärt. Es war keine Qualifikation für die "EM-Teilnehmer" notwendig und am Ende wurde zunächst ein Neuseeländer als Europameister durchgesagt, sogar mit Nationalität - witzig!
Ein echter Hammer war die HR-Berichterstattung: kaum informativ, langatmig, spannungslos. Der aufmerksame Beobachter der Fernsehbilder (der Tonkommentar war selten informativ) wusste meist mehr als das was die Moderatoren oft streckenweise mutmaßten. Auch das werde ich mir ab 2007 nicht mehr antun.
Die Laufstrecke, kam aber nach Auskunft der Aktiven etwas besser an, hier punktet der Veranstalter deutlich.
Künftig werden hier über den IM Germany trotzdem nur noch bestenfalls die Standardberichte* der DTU zu lesen sein, wie auf fast allen anderen Triathlon-Websites. Mir persönlich ist die Lust auf eigene Berichterstattung endgültig vergangen.
Wer 2007 wissen möchte, wie er denn beim Ironman wäre, ohne wirklich ernst zu machen, kann sich hier auf TRIathleten.NET über eine sehr kostengünstige Alternative am 3. Juni 2007 informieren. Die Zeit der dann absolvierten Mitteldistanz wird recht exakt in eine "imaginäre Langstreckenzeit" umgerechnet. Wem das genügt, der kann glücklich sein und Geld sparen.
*weitere Berichte der DTU über den IM Germany 2006 wurden nicht publiziert


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Änderungen der Streckenführung beim Ironman Germany - keine Verbesserung der Radstrecke
Die vierte Austragung des Ironman Germany 2005 brachte wieder eine neue Streckenvariante der Radstrecke. Eine störende Spitzkehre in Schöneck wurde entfernt und durch eine insgesamt noch nervenaufreibendere Ortsduchfahrt durch den verkehrsberuhigten Ortskern von Niederdorfelden ersetzt. Als Neuigkeit ohne nennenswerte Änderung der Streckenqualität kann die Ortsdurchfahrt durch Bad Nauheim betrachtet werden. Neue Streckenmessungen zeigen, dass die Strecke gegenüber 2004 um etwas kürzer geworden ist und jetzt nur ein paar hundert Meter länger als 180 km ist. Ein aktueller Streckentest liegt bereits auf der neuen Triathlon-Coach CD-ROM vor.
Das Gerücht, dass die Laufstrecke von drei auf zwei Runden geändert werden soll, wurde 2005 nicht bestätigt, aber könnte 2006 aktuell werden. Dies wäre als qualitativer Gewinn zu betrachten, da sich das Läuferfeld dann weniger gedrängt auf der Laufstrecke bewegen müsste.
Frank
Bombenstimmung trotz eisenharter Bedingungen Seeschwimmen in Langener See am 25. Juni 2005 (1,5 bis 3,8 km)
Schon 2005 haben 19 Teilnehmerinnen und Teilnehmer das Trainingsschwimmen im Langener Waldsee absolviert. Wer möchte, kann Wettkampfehrgeiz entwickeln, was besonders die von Jens Dürer vorgelegte Tagesbestzeit von 51:20 Min. aus dem Vorjahr. Außer den 3,8 km können auch 2,5 und 1,5 km auf der GPS-vermessenen Rundstrecke (bis zu 6 Runden) geschwommen werden. Diese Aktion ist eine Trainingsveranstaltung und findet auf eigene Gefahr statt. Mehr Infos dazu und weitere Termine stehen in Kürze unter Veranstaltungen.

Sperre für Nina Kraft auf ein Jahr verkürzt
Presseerklärung der DTU zur Entscheidung des Verbandsgerichts

Das Verbandsgericht der Deutschen Triathlon Union hat die Dopingsperre von Nina Kraft auf ein Jahr verkürzt. Mit seinem Beschluss korrigiert das Gericht die Entscheidung der Disziplinarkommission vom 6. Dezember 2004, die Kraft nach der neuen Anti-Doping-Ordnung der DTU für zwei Jahre gesperrt hatte. Das Gericht weist darauf hin, dass die Neufassung der Ordnung zum Zeitpunkt des Dopingdeliktes von Nina Kraft noch nicht rechtskräftig war. Die Braunschweigerin war am 16. Oktober beim Ironman Hawaii positiv auf das Hormon EPO getestet worden.
Quelle: DTU
Kalkulationsfehler beim Ironman Germany?
Auch wer sein Rennen gut einteilte, konnte rausfallen

Im Kleingedruckten stand es dieses Jahr schwarz auf weiß: Alle Teilnehmer des Ironman Germany 2005 haben die Bedingungen anerkannt, die ihnen zum Verhängnis werden können. Nach dem Schwimmen, nach der ersten und zweiten Radrunde und im Ziel sind Zeitlimits gesetzt. Leider erwischt es langsame Schwimmer, die gleichzeitig "nur" ein mäßiges Radtempo fahren können am allerschlimmsten.
Beispiel: Wer erst nach 2:25 Stunden (Zeitlimit Schwimmen 2:20) auf dem Rad saß, musste im Schnitt 29,2 km/h bis zur Zeitnahme nach der ersten Radrunde (km 97,3) fahren, damit er um 12.45 Uhr nicht aus dem Rennen genommen wurde - Zeit für eine Panne blieb da eigentlich nicht. Danach aber konnte bis zur nächsten Zeitnahme vier Gänge runtergeschaltet werden, weil bis zur 10:00-Stundenmarke nach dem Radfahren ein 19,8er-Schnitt ausreichte. Das widersprach jeder vernünftigen Wettkampfeinteilung und stellte (selbst mit einer relativen Stärke im Laufen) in Frage, ob der abschließende Marathon überhaupt noch in den verbleibenden 6 Stunden bewältigt werden kann. Wer nach 2 Stunden auf dem Rad saß musste immer noch 26 km/h "bolzen" (bei 1:45 am Radstart - 24,3 km/h; 1:35 - 23,3 km/h). Wozu sollte diese Art der Kalkulation führen? Kollabierende oder übernervöse Sportler auf der Radstrecke sind sicher keine gute Werbung für den Triathlonsport.










Kanadierin Lisa Bentley vor Nina Eggert (ehem. Fischer)
Normann Stadler gewinnt Opel IRONMAN GERMANY - Sieg durch Radleistung

Offizielle Pressemittelung

Der Mannheimer Normann Stadler und Lisa Bentley aus Kanada haben den 4. Opel IRONMAN GERMANY (3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,195 km Laufen) in Frankfurt gewonnen. Stadler setzte sich auf der Radstrecke allein ab und lief anschließend einem nie ernsthaft gefährdeten Sieg in 8:20:50 Stunden entgegen. Bei den Damen übernahm Lisa Bentley nach einem Drittel der Laufstrecke die Führung von Nina Eggert, die vor Imke Schiersch Zweite wurde.
Schon zu Beginn der Radstrecke unterstrich Normann Stadler seine Ambitionen, endlich einen großen Sieg auf deutschem Boden einzufahren. Dem bekannten Raddruck des letztjährigen Hawaii-Siegers konnten nur der Freiburger Steffen Liebetrau und der Vorjahres-Zweite Cameron Brown aus Neuseeland etwas entgegensetzen. Als Zehnter nach dem 3,8 km langen Schwimmen in 49:39 Minuten im Langener Waldsee fuhr Stadler auf den beiden hügeligen Runden im Frankfurter Nordosten trotz eines Sturzes mit 4:28:19 Stunden die deutlich schnellste 180-km-Radzeit und erarbeitete sich damit einen komfortablen Vorsprung von rund 16 Minuten auf seinen ärgsten Verfolger, den Neuseeländer Cameron Brown. Mit einem soliden Marathonlauf, in dem Stadler in 2:58:57 Stunden nicht mehr an seine Leistungsgrenze gehen musste, sicherte sich der Mannheimer seinen ersten Sieg bei einem großen deutschen Langstreckenrennen in 8:20:50 Stunden. Zweiter wurde zum dritten Mal in Folge Cameron Brown in 8:28:39 Stunden vor dem wiedererstarkten Markus Forster in 8:30:22 Stunden. "Es ist ein schönes Gefühl, eines der größten Rennen der Welt gewonnen zu haben. Nach Hawaii bin ich sehr selbstsicher geworden. Meine Trainingsleistung der letzten Wochen war sehr gut, die musste ich nur abrufen. Aber es war auch für mich ein sehr harter Tag, ich war ja ziemlich allein da vorn." Cameron Brown war mit seinem zweiten Platz zufrieden: "Es ist sehr hart, gegen die Deutschen in Deutschland anzutreten. Aber ich bin gern hier, denn dieses Rennen ist neben Hawaii das beste der Welt."
Bei den Damen führte Nina Eggert das Rennen ab den ersten Schwimmmetern lange an. Nach 49:26 Minuten lag sie sogar an sechster Stelle im 2.000-köpfigen Starterfeld des deutschen Qualifikationsrennens für den Ironman auf Hawaii. Auf dem Rad kamen Eggerts Verfolgerinnen Lisa Bentley und Imke Schiersch der Neu-Hessin zwar näher, doch Eggerts Vorsprung hielt auch über die Radstrecke hinaus bis zum zwölften Laufkilometer, bis die Kanadierin schließlich die Führung übernahm. Lisa Bentley siegte am Ende deutlich in 9:15:31 Stunden vor Eggert (9:26:22 Stunden) und Imke Schiersch (9:36:03 Stunden), die ihren dritten Platz aus dem Vorjahr bestätigte. "Ich wusste, dass Lisa mich irgendwann überholen würde", sagte Nina Eggert nach dem Rennen, "aber ich war sehr froh, dass das erst so spät passierte." Lisa Bentley war mit ihrem Rennverlauf hoch zufrieden: "Ich wusste, dass Nina auch sehr schnell laufen kann, daher war ich froh, dass mein Rückstand nach dem Radfahren nicht so groß war."

Ergebnisse

Damen
1. Lisa Bentley (Kanada) 9:15:31
2. Nina Eggert (Schöneck) 9:26:22
3. Imke Schiersch (Nürnberg) 9:36:03
4. Heidi Jesberger (Assamstadt) 9:49:19
5. Nine Schneider (Siegen) 10:14:27
6. Nicole Best (Groß-Gerau) 10:16:57

Herren
1. Normann Stadler (Mannheim) 8:20:50
2. Cameron Brown (Neuseeland) 8:28:39
3. Markus Forster (Burgoberbach) 8:30:22
4. Hektor Llanos Burgera (Spanien) 8:38:43
5. Frank Vytrisal (Darmstadt) 8:41:24
6. Jürgen Zäck (Vallendar) 8:44:22

Pressestelle der Deutschen Triathlon Union

Ironman Germany 2005: Besser, aber nicht so gut, wie offiziell dargestellt
Pannen gibt es immer und sogar einer superteuren Veranstaltung dürfte man durchaus kleinere Fehler durchgehen lassen. Doch der Ironman Germany gibt nicht nur "Meckerern" wie mir eine große Angriffsfläche, auch Teilnehmer die guter Dinge an den Start gegangen waren wurden enttäuscht. Ich spreche nicht von der zufriedenen Masse, sondern von KO-Kriterien, die den Wettkampf und das Leben einzelner gefährdert haben.
Bringen wir es hinter uns um dann zum Lob überzugehen:
• Die Rettungskette ist mangelhaft! Streckenposten die einen Rettungswagen mit Blaulicht (der Patient hatte ein akutes Lungeödem) nicht über die Kreuzung lassen, gehören nicht nur als Helfer ausgeschlossen, sondern strafrechtlich belangt!
• Den Trubel am Heilsberg (so der offizielle Name!) in Bad Vilbel empfindet ein Teil der Teilnehmer als ein riesengroßes Erlebnis, ein weiterer Teil findet die Stimmung ganz nett, anderen ist es egal und für manche war es eine persönliche Katastrophe. Nicht nur Normann Stadler musste wegen "Staus" vom Rad, viele (ich konnte allein fünf innerhalb von 30 Minuten zählen) stürzten, kollidierten oder strauchelten in der künstlichen Verengung am Heilsberg. Muss es denn unbedingt sein, dass an einem Berg, an dem viel überholt wird und manche Teilnehmer versuchen sich zu verpflegen, teilweise nur 1,50 m Wegbreite für die Sportler zur Verfügung stehen? Das ist nur die Hälfte einer Fahrspur und 3 bis 4 weist die Straße auf. Wer möchte schon Tour de France-Verhältnisse, wo fanatsiche Fans sich scheinbar an allem abreagieren, was ihnen begegnet? Offizell wurde die Radstrecke immerhin als überwiegend verkehrsfrei beschrieben.
• Die Lärmkulisse war unertträglich. Rettungswagen und Schiedsrichter waren dadurch unhörbar. Zudem war der Kommentator am Main auf die Dauer nervenaufreibend (ohne Punkt und Komma mit reichlich Eigenwerbung)
• Die gefährlich hohe Teilnehmerdichte. Nicht umsonst schreiben alle nationalen Verbände eine maximale Startgruppengröße von 500 Personen vor. Dies ist aber nicht dem Veranstalter anzulasten, sondern dem Ironman Marken-Inhaber.

Positives:
• Pünktlicher Start ohne Countdown (eine überraschte Kajakfahrerin wurde sogar spontan "untergemischt")
• Genaue Distanzen! Diesmal stimmte die Schwimmdistanz und die paar hundert Meter mehr auf der Radstrecke sind immer noch vielfach genauer als einst Roth oder andere Langdistanzen.
• Umfassende Berichterstattung.

Auch wenn der Ironman Germany der bisher spektakulärste europäische Triathlon gewesen sein mag, solange sich immer wieder gewisse Knock-Out-Kriterien nicht bewältigen lassen, wird er wohl keine Sportgeschichte schreiben.

Neue Sportordnung der DTU
Die aktuellsten Änderungen vom 21.1.2005 in der Sportordnung der DTU sind folgende:
•  Starter bei Deutschen Meisterschaften sollen bei nicht vorliegenden Startpass eine Bearbeitungsgebühr von 15 € zahlen.
•  Meldefristen sind für Veranstalter nicht mehr bindend (Ausnahme DM).
•  Die Helmpflicht wird um die Formulierung "korrekter Helmsitz" ergänzt.
•  Bei Staffeln muss je Disziplin eine Person starten.
Quelle: DTU

74 Athleten werden Elitepass 2005 nutzen
Mit Ablauf der Antragsfrist zum 28. Februar 2005 haben sich 74 Athletinnen und Athleten für den neu geschaffenen Elitepass der Deutschen Triathlon Union entschieden. Die Passinhaber gehören damit dem nationalen Testpool für Trainingskontrollen der Nationalen Anti Doping Agentur (NADA) an.Die neun Mitglieder des nationalen Top Teams Triathlon auf der olympischen Distanz sind verpflichtet, für das Jahr 2005 einen Elitepass zu lösen. Ebenso müssen Athletinnen und Athleten, die beim Opel Ironman Germany in Frankfurt, beim Quelle Challenge in Roth (DM Langdistanz) oder dem Holsten City Man in Hamburg Preisgeld gewinnen wollen, Passinhaber sein. Nur der Elitepass wird künftig auch als Profibescheinigung für die deutschen Starter in der Profiklasse bei allen Ironman-Wettkämpfen gelten. Die besten deutschen Langstreckenathletinnen und -athleten haben daher alle einen Elitepass beantragt. Für die Deutschen Meisterschaften über die olympische Distanz (Potsdam) und die Mitteldistanz sollen die Regelungen ebenfalls gelten. Für den Erwerb des Passes wird eine Gebühr von 250 Euro fällig.
Hier geht es zur gemeinsamen Antidoping-Presseerklärung der DTU und einigen Großveranstaltern zu den jüngsten Dopingfällen beim Triathlon...
Quelle: DTU

Themen rund um den Sport

Blitzen, gleißen, flackern - bald jederzeit?
Wer kennt das nicht? Da blendet einen ohnehin schon die tiefstehnde Sonne im Rückspiegel, da nimmt man tagsüber unwillküllich beim Einfahren in Waldgebiete den Fuß vom Gas, da sucht das angestrengte Auge Radfahrer und Fußgänger zwischen der verkehrstechnischen Reizüberflutung - doch es gibt immer einen, der mit gleißendem Flutlicht alles überstrahlt, was das normale Auge vorher gerade noch wahrnehmen konnte. Dazu flackert und flimmert die Beleuchtung der meist schwarzen (muss sein), schnellen (muss auch sein), Luxus- und Möchtegern-Luxuskarossen, dass sogar Hardcore-Techno-Freaks glauben an akuter Migräne zu leiden. Die Ingenieurkunst der letzten Jahre steuert schändlich an der Wahrnehmungspsychologie vorbei.
Angesichts des rückläufigen Trendes beim Auto- und Spritgeschäft stetzt deren Lobby auf werbewirksame breitgestreute Fehlinformation. Fallen doch immer häufiger Berichte aus Ländern auf, die uns als "gute Beispiele" dienen sollen. In Skandinavien fährt man erfolgreich mit Tagfahrlicht bei sinkenden Unfallzahlen. Nun, die Unfallzahlen sinken bei uns ebenfalls seit Jahren, aber sonst haben wir mit skandinavischen Verhältnissen rein gar nichts gemeinsam. Denn, wir haben keinen langen polaren Winter, wir haben dafür eine extrem hohe Verkehrsdichte mit zahlreichen Verkehrsteilnehmern die naturgemäß nicht beleuchtet sind (Fußgänger, Jogger) oder gesetzlich auf 3 Watt Beleuchtungsleistung limitiert sind (Radfahrer). Was auffällt wird zwar besser gesehen, aber nicht unbedingt besser wahrgenommen. Jeder klickt doch auch penetrante Pop-Up-Werbung im Internet weg, ohne darauf zu achten und noch schlimmer ohne auf das zu achten was man eigentlich wollte (Surfen oder im Ernstfall Autofahren).
"Werbestratege kills the Wahrnehmungpsychologe!"
Und nun droht uns auch noch der absolute Hammer. Der Verkehrsminister kündigt an, dass Tagfahrlicht auch bei PKW und LKW in Kürze zur Pflicht werden soll. Ungeachtet dessen, dass...
  • ...ein weißes Auto ohne Licht zwar nicht früher, aber natürlicher wahrgenommen wird als ein "schwarzer Blender" (was nützt es einen Raser auf 300 m zu erkennen, dafür aber kaum noch, was 50 m entfernt ist?)
  • ...der Spritverbrauch beim Einschalten der Abblendlichts um 2 bis 5 % ansteigt (mach's gut 3-Liter-Auto!)
  • ...erhebliche Kosten zur Entfernung der "Licht?"-Schilder an Tunnelausgängen und zur Überwachung des neuen Gesetzes anfallen.

  • Nachts, in der Dämmerung, bei Regen und Nebel mit Licht zu fahren ist selbstverständlich, doch hier scheint das Tagfahrlicht, wie einst das ABS, ein versteckter Freibrief zum Rasen zu werden. Außerdem scheint die Abhängigkeit der Entscheidungsträger von der Lobby der Sprit-, Auto- und Glühlampenverkäufer sehr offensichtlich.
    Die Umfrage auf www.TRIathleten.NET in den Monaten Oktober und November 2005 brachte ein überraschnedes Ergebnis...



    Tragischer Ausgang des Alzenauer Triathlons
    43-Jähriger stirbt 2005 beim Triathlon in Unterfranken
    Alzenau (Landkreis Aschaffenburg) – Wegen eines tragischen Zwischenfalls musste der Triathlon am Meerhofsee in Alzenau am 6. September abgesagt werden. Einer der Teilnehmer, ein 43-jähriger Mann aus Karlstein, war an den Folgen eines Herzinfarktes gestorben. Der Zwischenfall ereignete sich gleich bei der ersten Disziplin, dem Schwimmen. Der 43-Jährige erlitt einen Schwächeanfall, konnte sich aber noch auf ein Schwimmbrett eines Wasserwachtlers retten. Einem anwesenden Arzt und dem Mitarbeiter der Wasserwacht gelang es zwar, den zwischenzeitlich bewusstlos gewordenen Mann vorübergehend wieder zu reanimieren, der herbei gerufene Notarzt konnte trotzdem nur noch den Tod des Mannes feststellen. Die Veranstaltung wurde daraufhin abgebrochen.
    Mein TRIathleten.NET-Kommentar: Den Angehörigen des Verstorbenen gilt unser aller Mitgefühl. Spätestens jetzt ist es an der Zeit alle Triathleten zu einem besonneneren Startverhalten aufzufordern. Die gefürchteten Prügeleien auf den ersten Metern sind überflüssiger und selbstverursachter Stress. Auch die Veranstalter möchte ich dringend auffordern vor dem Start ausdrücklich darauf hinzuweisen und zusätzlich die Startreihen nach Schwimmstärke vorzusortieren. An dieser Stelle möchte ich mich erneut dazu bekennen, dass ich große Startgruppen aus der Athletenperspektive schon immer für unverantwortlich hielt.
    Frank

    Kai Hundertmarcks Bilderbuchpremiere auf Hawaii
    Kai Hundermarck hat erreicht, was so schnell noch kein Rad-, Lauf- oder Schwimm-Profi umsetzen konnte: Den Sprung in die Triathlonweltspitze. Am 16. Oktober zeigte er auf Hawaii, dass mit ihm in Zukunft zu rechnen ist. Nach 1:03 h im Meer, lieferte er mit 4:47 h auf dem Rad die zweitschnellste Zeit ab. Diese kluge Zurückhaltung zahlte sich beim Laufen aus, denn mit 3:21 h war er sogar fast eine Minute schneller als beim Ironman in Frankfurt, wo die Klimabedingungen erheblich leichter waren. Mit der Endzeit von 9:19:38 h erreichte er Gesamtplatz 15* aller Age-Grouper, da er offiziell noch nicht als Profi starten konnte. Sein damit belegtes Potenzial von schätzungsweise 8:45 bis 8:40 h bei einem schnellen Ironman-Wettkampf dürfte künftig andere Profis in Atem halten.
    Ich freue mich, dass ich Kais Weg dorthin mit der Erstellung seiner Gesamt-Trainingspläne unterstützen durfte.
    * Rudger Beke ("Ex-Fünfter") war gedopt, man hatte zunächst den Eindruck, das schien gar keinen zu interessiern...
    Frank Röder

    Radpower pur - Kai Hundertmarck in Lauerstellung. Kai Hundertmarcks Einstieg in den Triathlon ist gelungen!
    Kai Hundersmarcks Einstieg in den Triathlonsport wurde von den Fans der Region mit Spannung verfolgt. Kaum Zweifel bestanden an seinen Fähigkeiten auf dem Rad und seinem Vorhaben eine hervorragende Zeit auf dem Rad zu erreichen (4:29). Mit seinen Laufleistungen hatte er seit seinem Halbmarathondebüt (1:18!) sogar Fachleute verblüfft und setzte sie mit seinem 3:22-Marathon beim Ironman Germany hervorragend um. Auch konnte Kai Hudertmarck sein inzwischen recht hohes Leistungsniveau beim Schwimmen gut einsetzen (1:00). Bei einem speziellen Training im Rahmen des Open-Water-Workshops im Langener Waldsee machte er sich mit dem größten See der Region vertraut und führte danach einen flotten Wechsel auf das Rad vor. Sein Ziel in Frankfurt die Hawaii-Qualifiktation zu erreichen, realisierte Kai mit sattem Zeitpolster: Eine Endzeit von 8:56 Stunden ist ein glanzvoller Einsteig des Lokalmatadors! Seine Fans bejubelten ihn im Ziel mehr als alle anderen Teilnehmer.
    Links sieht man Kai Hundertmarck auf seiner neuen Zeitfahrmaschine und seinem neuen Outfit. Rechts ist Kai zu sehen bei seinen Vorbereitungen zum Training im Langener Waldsee, wo auch der Ironman Germany stattfindet.
    Die Gesamtkoordination von Kai Hundertmarcks Triathlon-Training wurde und wird von Personaltraining-Rhein-Main übernommen. Mehr dazu hier!
    Kai Hundertmarck beim
Open-Water-Workshop im Langener See

    Doping: Was die Amis konnten, können die Europäer jetzt auch!
    Rudger Beke (inzwischen wieder entsperrt) - 21. Oktober 2004: Dem belgischen Triathleten Rutger Beke ist die Einnahme des Blutdopingmittels Epo nachgewiesen worden. Bei dem 27 Jahre alten Athleten war bereits im September die A-Probe positiv ausgefallen. Auch die B-Probe bestätigte dieses Ergebnis, welches der Belgier selbst allerdings anzweifelt. Beke hatte am vergangenen Sonntag beim „Ironman“ auf Hawaii teilgenommen. Während der Mannheimer Norman Stadler den Wettkampf gewann, belegte Beke den fünften Platz. (Ergänzung der Redaktoin: Wegen seines Vergehens wurde er nun doch von seinem nationalen Verband bis zum 25. September 2006 gesperrt.)         Quelle: www.sportgericht.de

    Nina Kraft - 10. November 2004: Leider wurde laut Bluttest nach dem Hawaii-Ironman auch bei Nina Kraft EPO-Doping nachgewiesen. Was man daraus für ihren Sieg beim Ironman in Frankfurt ableiten kann, bleibt jedem selbst überlassen. Veranstalter Kurt Denk hat Nina Kraft jedenfalls von der Starterliste für 2005 gestrichen um seine Einstellung gegen Doping konsequent zu demonstrieren (Bravo!). War nach dem Dopingnachweis der zeitplatzierten Katja Schuhmacher vielleicht sogar Nina Fischer-Eggert die eigentliche Siegerin?

    Katja Schumacher (inzwischen wieder entsperrt) - Die Testosteronwerte waren bei Schumacher nach dem Ironman Germany unglaubwürdig hoch. Nach den reinen Zahlenwerten müsste Kaja Schumacher Testosteron zu sich genommen haben wie andere Red Bull. Dass das in dieser Größenordnung ebensowenig bringt wie das Zuckergetränk, ist allen Beteiligten klar, hieße es doch, dass Schuhmacher die verbotenen Substanzen am Wettkampftag zu sich genommen hat. Ob wissentlich oder unwissentlich kann wahrscheinlich nie belegt werden.
    Der Dopingverdacht gegen Katja Schumacher wurde bald bestätigt. Nach den bekannt gewordenen Untersuchungsergebnissen eines vom IOC anerkannten Dopinglabors in Kreischa spricht alles dafür, dass Katja Schumacher gedopt an den Start gegangen ist. Unabhängig von der B-Probe hat eine so genannte Isotopenbestimmung eine körperfremde Herkunft der bereits in der A-Probe gefundenen verbotenen Substanz Testosteron ergeben.

    Nina Kraft für zwei Jahre gesperrt
    Die Antidopingkommission (ADK) der Deutschen Triathlon Union (DTU), der die Herren Reinhard Wilke (Vorsitzender), Dr. Andreas Marka und Arnd Schomburg angehören, hat am 6. Dezember 2004 die Triathletin Nina Kraft gesperrt. Der Urteilspruch lautet: "Frau Nina Kraft wird für 24 Monate, beginnend mit dem 12. November 2004 als Tag der Suspendierung, gesperrt. Sie ist in dieser Zeit nicht berechtigt, an Wettkämpfen oder Trainingsmaßnahmen der DTU teilzunehmen. Die Kosten des Verfahrens trägt Frau Kraft." Das Strafmaß wird von den internationalen Verbänden übernommen.
    Der ADK-Vorsitzende Reinhard Wilke sagte: "Damit hat die DTU den spektakulärsten Fall ihrer Verbandsgeschichte einen Monat nach Bekanntwerden der positiven A-Probe (Erythropoietin, EPO) beim Ironman auf Hawaii, der am 16. Oktober 2004 stattgefunden hat, abgeschlossen." Sowohl der Triathlon-Weltverband International Triathlon Union (ITU) als auch die Ironman-Veranstalter World Triathlon Corporation (WTC) werden das Urteil übernehmen.
    Wilke gab zum Urteil folgende Erläuterungen ab: "Der Verstoß von Nina Kraft wurde von der ADK als sehr schwerwiegend eingeschätzt. Die Athletin hat das Mittel EPO bewusst und zum Zwecke der künstlichen und unfairen Leistungssteigerung angewandt. Allerdings hat die ADK zwei Faktoren zugunsten von Kraft berücksichtigt: ihre bis dato untadelige sportliche Entwicklung, innerhalb derer sie sich nichts zuschulden kommen ließ, wie auch ihr umgehendes Geständnis und die offene und glaubwürdige Bereitschaft, für ihr Fehlverhalten gerade zu stehen. Ausgehend von der schwerwiegenden Regelverletzung und den Erwägungen zu Gunsten der Athletin erscheint der ADK eine Sperre von zwei Jahren als angemessen."

    DTU
    Ende eine Sportlerkarriere?


    Gemeinsame Presseerklärung zur den Dopingfällen der Vergangenheit
    Das Präsidium der Deutschen Triathlon Union, die Veranstalter des Opel IRONMAN GERMANY Triathlon und des Quelle Challenge Roth sowie die Athletenvertreter geben zur Anti-Doping-Konferenz vom 17. November 2004 in Frankfurt folgende gemeinsame Erklärung ab:
    Die Vertreter des DTU-Präsidiums, die Veranstalter des Opel IRONMAN GERMANY Triathlon und des Quelle Challenge Roth sowie die Athletenvertreter beschließen, dass unter dem Dach der Deutschen Triathlon Union zum 1. Januar 2005 eine Profi-Lizenz geschaffen wird, die für alle Distanzen gilt. Die Lizenzinhaber schließen sich dem Sonderkader Trainingskontrollen der Deutschen Triathlon Union an. Der Umfang der Kontrollen für alle Lizenzinhaber soll deutlich über das bisherige Maß hinaus erhöht werden. In den Trainings- und Wettkampfkontrollen wird auch das Medikament Epo standardmäßig mit erfasst.
    Die Profilizenz wird vom Athleten finanziert. Die Veranstalter verpflichten sich, Preisgelder nur an deutsche Athleten auszuzahlen, wenn sie Lizenzinhaber sind.
    Die Deutsche Triathlon Union wird künftig einheitliche Standards für die Durchführung von Wettkampfkontrollen festlegen und deren Einhaltung überprüfen. Für die Durchführung der Dopingkontrollen ist die Deutsche Triathlon Union verantwortlich, nicht der Veranstalter.
    Es wird eine Arbeitsgruppe aus den Beteiligten installiert, die sich unverzüglich mit der Umsetzung der Beschlüsse beschäftigen wird. Auf internationaler Ebene soll darauf hingewirkt werden, dass diese Anstrengungen weltweit standardisiert werden.
    Bezüglich noch offener Dopingverfahren teilt das Präsidium der Deutschen Triathlon Union mit, dass derzeit noch ein Verfahren verhandelt wird, das eine Breitensportlerin betrifft, die bei einem Kurzstreckenrennen im Ausland positiv auf die Einnahme unerlaubter Substanzen getestet wurde. Weitere Dopingfälle außer den bereits kommunizierten sind dem Präsidium nicht bekannt.

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    Ironman 2004: Natascha Badmann und Normann Stadler gewinnen in Kona - Faris Al-Sultan Dritter

    Es folgt der offizielle Text der DTU. Abgesichts des nachgewiesenen EPO-Dopings von Nina Kraft und Rutger Beke liest sich der Bericht eher beschämend...

    Der deutsche Triathlonsport erlebt beim Ironman 2004 auf Hawaii den größten Tag seiner Geschichte: Nina Kraft und Normann Stadler zeigten am Samstag beim Prestigerennen im Pazifik eindrucksvolle Leistungen und siegten mit großem Vorsprung. Nina Kraft, die ihre Dauerrivalin Natascha Badmann aus der Schweiz und die Kanadierin Heather Fuhr distanzieren konnte, ist die erste deutsche Siegerin in der 26-jährigen Geschichte des Rennens. Normann Stadler, der vor dem kanadischen Titelverteidiger Peter Reid und dem Münchner Faris Al-Sultan gewann, tritt in die Fußstapfen von Thomas Hellriegel, der 1997 als erster Deutscher siegen konnte.

    Normann Stadler wählte für das Rennen durch die glutheißen Lavafelder des Vulkans Mauna Kea die gleiche Taktik wie in den Vorjahren. Beim Schwimmen war er mit 54:27 Minuten gleich schnell wie in den Vorjahren. "Aber in diesem Jahr hat mich das Schwimmen deutlich weniger Kraft gekostet", war Stadler mit seiner Leistung in der 3,8 Kilometer langen Auftaktdisziplin zufrieden. Auf dem Rad nahm Stadler das Heft in die Hand und setzte sich nach 50 Kilometern allein an die Spitze. Auf den 180 Kilometern durch die Hitze und gegen den heftigen Mumuku-Wind konnte er einen Vorsprung von zehn Minuten herausfahren. Auf der Laufstrecke nahmen zunächst Stadlers Vereinskollege der MTG Mannheim Alexander Taubert, der mit nun 14 Starts so oft wie kein anderer Deutscher auf Hawaii am Start war, und der Münchner Faris Al-Sultan die Verfolgung auf. Nach der Hälfte der Strecke konnte sich Al-Sultan von Taubert absetzen, beide mussten aber den dreifachen Sieger Peter Reid noch passieren lassen. Doch Normann Stadler war auf der Marathonstrecke für alle unerreichbar: Mit einem Vorsprung von zehn Minuten lief Stadler nach 8:33:29 Stunden als zweiter deutscher Sieger der Ironman-Geschichte ins Ziel. "Ich habe sechs Jahre lang versucht, das Rennen auf dem Rad zu entscheiden. Heute ist meine Taktik aufgegangen", sagte der überglückliche Stadler im Ziel. "Von diesem Sieg habe ich siebzehn Jahre lang geträumt. Niemand kann mir das mehr nehmen, der Titel bleibt für immer. Nun ist mein Name in der Liste der ganz Großen. Ich hoffe, dass dieser Sieg auch dem Triathlon in Deutschland insgesamt hilft."

    Auch bei den Damen dominierte eine Deutsche das Rennen unangefochten. Nina Kraft zeigte sich schon beim Schwimmen in der Spitzengruppe und konnte auf dem Rad bald die Führung übernehmen. Doch anders als in den vergangenen Jahren konnte ihrer Dauerkonkurrentin Natascha Badmann aus der Schweiz, die viermal auf Hawaii gewonnen hatte, nicht zur Braunschweigerin aufschließen. Mit einem Vorsprung von genau einer Viertelstunde ging Kraft auf die Laufstrecke. Nach dem Marathon hatte sich ihr Vorsprung sogar auf unglaubliche 17 Minuten vergrößert: Nina Kraft konnte sich als erste Deutsche in die Siegerliste des Ironman eintragen. "Vor dem Start war ich viel ausgeruhter als in all den anderen Jahren, doch jetzt nach dem Rennen fühle ich mich viel müder", sagte Kraft. "Das Rennen war sehr hart. Ich habe erst zwei Kilometer vor dem Ziel geglaubt, dass ich es gewinne.

    Ironman Triathlon World Championship 2004
    3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren, 42,195 km Laufen - 16.10.2004, Kailua-Kona, Hawaii (USA)

    Damen
    1. Nina Kraft (Braunschweig) 9:33:25
    2. Natascha Badmann (Schweiz) 9:50:04
    3. Heather Fuhr (Kanada) 9:56:19
    4. Kate Major (Australien) 10:01:56
    5. Lisa Bentley (Kanada) 10:04:16
    6. Joanna Lawn (Neuseeland) 10:05:10
    10. Tina Walter (Urbach) 10:11:02

    Herren
    1. Normann Stadler (Mannheim) 8:33:29
    2. Peter Reid (Kanada) 8:43:40
    3. Faris Al-Sulten (München) 8:45:14
    4. Alexander Taubert (Mannheim) 8:48:35
    5. Rutger Beke (Belgien) 8:54:26
    6. Torbjorn Sindballe (Dänemark) 8:58:45
    8. Timo Bracht (Mannheim) 9:03:11

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    Windschattenbox bleibt national bei 10 x 3 Metern
    DTU-Präsidium passt Sportordnung an - Initiative auf internationaler Ebene angekündigt


    "Die Einwände gegen die Verkürzung der Windschattenbox von 10 x 3 Meter auf 5 x 2 Meter sind berechtigt. Das muss - auch international - noch mal auf den Prüfstand!" Mit dieser Feststellung fasste Präsident Dr. Klaus Müller-Ott das Ergebnis der Beratungen im Präsidium der Deutschen Triathlon Union (DTU) zu einer Regeländerung zum Windschattenfahren zusammen.

    Die DTU hatte die bisher in der Sportordnung (§ 5.2.3) enthaltene Regel, dass das Windschattenfahren in einer "Box" von 10 x 3 Metern hinter dem Rad jedes Teilnehmers verboten ist, geändert und - in Angleichung an die entsprechenden Regeln des Weltverbandes ITU - das Verbot auf den Bereich von 5 x 2 Metern verkürzt. Diese Entscheidung erfolgte, so Müller-Ott, weil die olympische Sportart Triathlon nach den Vorgaben des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) ein weltweit harmonisiertes Regelwerk braucht - daran muss sich auch die DTU halten. "Die breite und mit guten Argumenten vorgetragene Kritik vieler Veranstalter, Athletinnen und Athleten dagegen darf aber nicht übergangen werden. Wir reagieren darauf flexibel."

    Das DTU-Präsidium hat dazu in seiner Sitzung am Samstag in Oberstaufen erste Beschlüsse gefasst: Für alle windschattenfreien Wettkämpfe im Zuständigkeitsbereich der DTU wird die alte Windschattenbox (10 x 3 m) wieder in Kraft gesetzt.

    Im internationalen Bereich wird eine Initiative gestartet, um dieses Maß auch auf Ebene der ITU als Standard zu etablieren; zumindest soll erreicht werden, dass die einzelnen Ausrichter das Maß der zulässigen Windschattenbox im Einzelfall bestimmen können, um etwa Auflagen der Ordnungsbehörden und der Unfallverhütung zu entsprechen. Der Weltverband hat bereits signalisiert, dass eine für alle Seiten befriedigende Lösung gefunden werden kann. Darüber wird kurzfristig berichtet.

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    Ironman Hawaii 2003: Nina Kraft im dramatischen Damen-Finale Dritte. Normann Stadler als bester Deutscher Mann auf Platz vier

    Der Kanadier Peter Reid hat am Samstag (Ortszeit) den 27. Ironman-Triathlon auf Hawaii gewonnen. Der 34-Jährige siegte nach 3,8 Kilometern Schwimmen, 180 Kilometern Radfahren und 42,195 Kilometern Laufen in 8:22:35 Stunden vor dem Belgier Rutger Beke (8:28:27 Stunden) und dem Neuseeländer Cameron Brown (8:30:08 Stunden). Bester Deutscher wurde Normann Stadler aus Mannheim als Vierter (8:32:46 Stunden). Im Frauen-Rennen belegte Nina Kraft aus Braunschweig Platz drei (9:17:16 Stunden). Siegerin wurde Lori Bowden aus Kanada (9:11:55 Stunden) vor Titelverteidigerin Natascha Badmann aus der Schweiz (9:17:08 Stunden).

    Es waren die Deutschen, die das Rennen über 200 Kilometer lang angeführt hatten: Nachdem der Coburger Jan Sibbersen nach 46:50 Minuten als Erster aus dem Pazifik gestiegen war, übernahm der ehemalige Deutsche Meister über die Langdistanz Faris Al-Sultan (München) die Initiative und führte das Feld mit großem Vorsprung bis zum Wendepunkt in Hawi an. Dort übernahm der Mannheimer Normann Stadler die Führung, die er erst unweit der Halbmarathonmarke an den späteren Sieger Peter Reid abgeben sollte. Reid siegte nach 1998 und 2000 zum dritten Mal beim prestigeträchtigsten Triathlon der Welt.

    Normann Stadler wurde hinter dem überraschenden Belgier Rutger Beke und dem Neuseeländer Cameron Brown Vierter. „Das Rennen ist für mich optimal gelaufen“, sagte Stadler im Ziel. „Ich konnte endlich wieder zeigen, wo ich hin gehöre. Ich bin bester Deutscher, was mir auch viel bedeutet. Ich habe auf dem Rad die Flucht nach vorne gesucht, weil mir die anderen etwas zu unruhig gefahren sind. Das war die richtige Entscheidung. Vielleicht bin ich dann etwas zu schnell losgelaufen, aber insgesamt bin ich sehr zufrieden.“ Jürgen Zäck und Faris Al-Sultan auf den Plätzen sechs und sieben komplettierten das deutsche Trio in den Top-Ten.

    Das Rennen der Frauen war spannend wie schon lange nicht mehr. Nina Kraft übernahm auf dem Rad schnell die Führung und gab diese erst nach 20 Laufkilometern wieder ab, als die starke Läuferin Lori Bowden schnell einen kleinen Vorsprung aufbauen und ihren zweiten Sieg nach 1999 sichern konnte. Dahinter entwickelte sich ein spannender Zweikampf zwischen Kraft und der heraneilenden Titelverteidigerin Natascha Badmann aus der Schweiz. Die ersten beiden Angriffe Badmanns konnte Kraft noch kontern, dann musste sie der Schweizerin den Vortritt lassen: Nach den Plätzen drei und zwei in den Vorjahren zeigte Kraft als Dritte mit acht Sekunden Rückstand auf Platz zwei erneut ihr Weltklasse-Niveau. „Es hätte heute reichen können, aber meine Zeitstrafe auf freier Strecke hat mich doch aus dem Konzept gebracht. Das war nicht gerechtfertigt, ich wollte schon aussteigen.“

    27. IRONMAN-Triathlon, 18.10.2003, Kailua-Kona, Hawaii/USA
    Männer

    1. Peter Reid (Kanada) 8:22:36 (0:50:36 - 4:42:07 - 2:49:52)
    2. Rutger Beke (Belgien) 8:28:27 (0:52:28 - 4:40:12 - 2:55:45)
    3. Cameron Brown (Neuseeland) 8:32:02 (0:50:38 - 4:42:12 - 2:59:12)
    4. Normann Stadler (Deutschland/Mannheim) 8:32:47 (0:52:44 - 4:33:40 - 3:04:22)
    5. Luke Bell (USA) 8:34:38 (0:50:33 - 4:39:42 - 3:00:19)
    6. Jürgen Zäck (Deutschland/Vallendar) 8:35:19 (0:51:42 - 4:38:49 - 3:01:02)
    7. Faris Al-Sultan (Deutschland/München) 8:35:51 (0:48:57 - 4:42:01 - 3:00:29)
    8. Cameron Widoff (USA) 8:35:59 (0:50:39 - 4:39:43 - 3:01:40)
    9. Mike Lovato (USA) 8:36:56 (0:52:33 - 4:44:04 - 2:56:13)
    10. Mika Luoto (Finnland) 8:37:19 (0:51:44 - 4:49:35 - 2:53:04)

    Frauen

    1. Lori Bowden (Kanada) 9:11:55 (0:56:51 - 5:11:28 - 3:03:35)
    2. Natascha Badmann (Schweiz) 9:17:08 (0:58:43 - 5:00:02 - 3:13:45)
    3. Nina Kraft (Deutschland/Braunschweig) 9:17:16 (0:51:45 - 5:07:34 - 3:11:18)
    4. Heather Fuhr (Kanada) 9:19:02 (0:56:16 - 5:12:13 - 3:06:03)
    5. Lisa Bentley (Kanada) 9:22:41 (0:56:04 - 5:14:30 - 3:08:13)
    6. Karin Thürig (Schweiz) 9:26:28 (1:11:59 - 4:50:51 - 3:18:56)
    7. Gina Kehr (USA) 9:36:11 (0:50:37 - 5:19:09 - 03:22:09)
    8. Deirdre Tennant (USA) 9:40:54 (0:52:36 - 5:24:02 - 3:20:07)
    9. Shinji Yamamori (Japan) 09:42:55 (1:02:53 - 5:18:28 - 3:13:06)
    10. Kate Major (Australien) 9:46:03 (0:58:38 - 5:18:45 - 3:24:27)

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    Kraft und Holzner gewinnen den OPEL Ironman Germany 2003

    Hitzeschlacht in Frankfurt: Nina Kraft mit Weltklassezeit - Stefan Holzner überrascht

    Nina Kraft und Stefan Holzner haben die zweite Auflage des OPEL Ironman Germany (3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,195 km Laufen) in Frankfurt am Main gewonnen. Kraft stellte bei ihrem Start-Ziel-Sieg neben einem neuen Streckenrekord von 9:03:11 Stunden auch neue Bestmarken in allen drei Teildisziplinen auf. Ihr Sieg war mit einem Vorsprung von mehr als 19 Minuten nie gefährdet. Der 35-jährige Koch Stefan Holzner konnte sich nach 120 Kilometern auf der Radstrecke aus einer fünfköpfigen Spitzengruppe lösen und nach zwei Ironman-Siegen in den 90er Jahren in Neuseeland heute auf dem Römerberg unerwartet seinen dritten Triumph feiern.

    1.700 Teilnehmer des 2. OPEL Ironman Germany waren um 7.00 Uhr morgens im Langener Waldsee zur ersten Teildisziplin gestartet. Nach 3,8 Kilometern kam der Coburger Jan Sibbersen nach 44:29 Minuten als Erster aus dem Wasser. Auf dem Rad bildete sich auf der ersten Runde eine fünfköpfige Spitzengruppe, der neben den Deutschen Stefan Holzner, Thomas Hellriegel und Steffen Liebetrau auch der zweimalige Hawaii-Sieger Peter Reid aus Kanada und der Neuseeländer Cameron Brown angehörten. Mit der schnellsten Radzeit von 4:25:36 Stunden baute Holzner seinen Vorsprung auf mehr als fünfeinhalb Minuten aus und konnte auch auf der Laufstrecke stets ein ausreichendes Polster zwischen sich und seine wechselnden Verfolger legen. Von denen hatte am Ende der Neuseeland Brown den längsten Atem. Holzner gewann in 8:12:29 Stunden und hatte im Ziel einen Vorsprung von 3:22 Minuten vor Brown. Dritter wurde mit der schnellsten Marathonzeit von 2:48:51 Stunden der 38-jährige Altmeister Jürgen Zäck aus Koblenz.

    Der Sieg nach Ankündigung von Nina Kraft im Rennen der Frauen war nie ernsthaft gefährdet. Unter den besten Zehn im Gesamtfeld stieg die Hawaii-Zweite nach 49:29 Minuten aus dem Wasser. Auf dem Rad konnte sie in 5:03:20 Stunden ebenfalls einen neuen Streckenrekord erzielen. Den abschließenden Marathonlauf beendete sie in 3:07:17 Stunden. Kraft siegte in der neuen persönlichen Bestzeit von 9:03:11 Stunden vor der Hawaii-Siegerin von 1999 Lori Bowden und der vierfachen Mutter Tina Walter aus Stuttgart.

    2. OPEL Ironman Germany, Frankfurt, 13.7.2003
    3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,195 km Laufen

    Frauen
    1. Nina Kraft (GER) 9:03:11
    2. Lori Bowden (CAN) 9:22:24
    3. Tina Walter (GER) 9:27:48
    4. Nina Fischer (GER) 9:39:02
    5. Katja Schumacher (GER) 9:51:48
    6. Martina Lang (GER) 9:53:22

    Männer
    1. Stefan Holzner (GER) 8:12:29
    2. Cameron Brown (NZL) 8:15:51
    3. Jürgen Zäck (GER) 8:20:12
    4. Peter Reid (CAN) 8:21:59
    5. Thomas Hellriegel (GER) 8:22:32
    6. Normann Stadler (GER) 8:33:07

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    Kritik: Ironman Frankfurt 2003 deutlich verbessert

    Völlig unabhängig von den äußeren Umständen ist der Ironman Frankfurt 2003 als Veranstaltung deutlich besser geworden. 17.000 Zuschauer beim Schwimmstart in Langen waren einige weniger als 2002, aber der pünktliche Start war schon Indiz für ein reibungsloseres Vorstart-Szenario. Auch technisch hat der Veranstalter hinzugelernt: Mehr Service für Zuschauer (z.B.Tribünen) und Athleten (z.B. mehr Marathon-Duschen), lassen das inzischen horrende Startgeld eher verschmerzen. Die von sportlicher Seite größte Verbesserung war das härtete Durchgreifen der Schiedsrichter auf der Radstrecke. Sicher war auch das nicht lückenlos möglich und der Ruf nach noch strenegen Kontrollen ist eigentlich immer angebracht, aber rund 130 Zeitstrafen, welche die straffälligen Athleten in zahlreichen Penalty-Boxen absitzen mussten, zeigen die eine Seite des Erfolgs dieser Maßnahmen. Die andere Seite war in der Tat mehr Disziplin unter den Athletinnen und Athleten: "Lutschergruppen" blieben die traurige Ausnahme. Insgesamt ist alles, vom Streckenverlauf bis zur Athleten-Info, ein wenig runder und eleganter gelungen als im Vorjahr. Gut für die Endzeiten war nicht nur die schnellere (jedoch längere) Radstrecke als im letzten Jahr, sondern auch das um etwa 4 bis 5° C kühlere Wetter als 2002. Und ein mäßiger Wind auf der Laufstrecke entschäfte das Klima erheblich. Es war zwar mit knapp 28°C hochsommerlich warm, von eine echten Hitzeschlacht zu reden wäre jedoch leicht übertrieben.
    Red


    Nicole und Lothar Leder Deutsche Meister

    DM Langdistanz: Das spektakulärste Finish aller Zeiten
    Roth erlebt eine Sternstunde des Triathlonsports

    Nicole und Lothar Leder haben in Roth die Deutsche Triathlonmeisterschaft über die Langdistanz (3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,195 km Laufen) gewonnen. Beim ersten Doppelsieg des Ehepaares auf einer Langstrecke gelang Nicole Leder in 9:15:01 Stunden endgültig der Sprung in die Weltelite. Lothar Leder lieferte sich ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem Australier Chris McCormack, das er erst auf der Zielgeraden in 8:11:50 Stunden endgültig für sich entscheiden konnte.

    Im Rahmen der 15. Auflage des nationalen Triathlonklassikers wurden im fränkischen Roth vor 100.000 Zuschauern erstmals die Internationalen Deutschen Meisterschaften auf der Langdistanz ausgetragen. Als Schnellster der rund 1.500 Einzelstarter entstieg der für Estland gemeldete Stephen Sheldrake nach 47:26 Minuten dem Rhein-Donau-Kanal bei Hilpoltstein. Ute Mückel, die das Rennen 1996 gewinnen konnte, führte die zehnköpfige Verfolgergruppe an. Auf der Radstrecke bildete sich auf dem ersten Drittel ein Quartett aus Sheldrake, dem Vorjahressieger Lothar Leder (Darmstadt), dem Ironman-Australien-Sieger Chris McCormack und dem französischen Hawaii-Sechsten Francois Chabaud, der nach einer Reifenpanne jedoch den Anschluss verlor. Auch Sheldrake konnte das Tempo des verbleibenden Duos nicht lange mithalten, so dass sich an der Spitze ein Kopf-an-Kopf-Rennen herauskristallisierte, das erst auf der Zielgeraden entschieden werden sollte.

    Bereits auf den ersten Kilometern der Marathonstrecke, dann noch einmal bei Kilometer 15 und schließlich bei Kilometer 41 versuchte Lothar Leder, den australischen Kurzstrecken-Weltmeister von 1997 abzuschütteln. Doch "Macca" konnte jeden Antritt Leders kontern - es kam zum Endspurt, den Leder völlig erschöpft mit drei Sekunden Vorsprung für sich entscheiden konnte. "Das war sehr anstrengend", sagte der neue Deutsche Meister. "Ich habe sehr glücklich gewonnen. Beim Sprint kann das Ganze auch anders ausgehen." Auch Chris McCormack stieß in neue Dimensionen vor: "Ich habe schon 200 Triathlons mitgemacht, aber so etwas habe ich noch nicht erlebt - nicht so ein Finish, aber auch noch nicht so eine Stimmung. Im nächsten Jahr komme ich zur Revanche zurück."

    Bei den Frauen sah es lange nach einem sicheren Sieg für die DM-Titelverteidigerin Heike Funk aus. Die dreifache Mutter hatte nach dem Radfahren einen Vorsprung von zehn Minuten, doch Nicole Leder lief mit 2:57:50 Stunden den schnellsten Marathon ihres Lebens und übernahm zur Streckenhälfte die Führung, die sie auf mehr als 13 Minuten ausbauen konnte. "Ich habe mich in den beiden letzten Wochen gut erholt und bin frisch ins Rennen gegangen. Die zehn Minuten nach dem Radfahren hatte ich schon einkalkuliert. Der Marathon war dann richtig schnell."

    QUELLE CHALLENGE ROTH mit Internationaler Deutscher Meisterschaft
    3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,195 km Laufen
    6.7.2003, Roth/Franken

    Frauen
    1. Nicole Leder (GER) 9:15:01
    2. Heike Funk (GER) 9:28:33
    3. Erika Csomor (HUN) 9:29:16
    4. Karyn Ballance (NZL) 9:33:24
    5. Heidi Jesberger (GER) 9:37:01
    6. Gillian Bakker (CAN) 9:44:54

    Männer
    1. Lothar Leder (GER) 8:11:50
    2. Chris McCormack (GER) 8:11:53
    3. Francois Chabaud (FRA) 8:23:02
    4. Tom Söderdahl (FIN) 8:24:17
    5. Alexander Taubert (GER) 8:27:58
    6. Mika Luoto (FIN) 8:31:53

    Weitere Informationen im Internet: www.challenge-roth.de
    Live-Coverage auf: www.tri2b.com
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    Anja Dittmer und Maik Petzold sind die Deutschen Meister 2003

    20. Deutsche Triathlonmeisterschaften am Breitenauer See

    Die neuen Deutschen Meister im Triathlon heißen Anja Dittmer (SC Neubrandenburg) und Maik Petzold (SG Adelsberg). Bei der internationalen Deutschen Meisterschaft über die Olympische Distanz (1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren und 10 km Laufen) konnte keine andere Frau, aus dem international besetztem Feld, bei der Europameisterin von 1999 mithalten. Maik Petzold konnte mit seinem ersten Deutschen Meistertitel nun auch auf nationaler Ebene bestätigen, was er schon so oft im internationalen Triathlonzirkus unter Beweis gestellt hat - momentan ist er der beste deutsche Triathlet international.

    Im schwäbischen Obersulm wurden heute am 7. Juni 2003 die Internationalen Deutschen Meisterschaften am Breitenauer See ausgetragen. Bei sommerlichen 30 °C gingen um 9:15 Uhr zuerst die Frauen auf die anspruchsvolle Wettkampfstrecke. Nach 1,5 km Schwimmen im Breitenauer See, ging es auf der 40 Kilometer lange Radstrecke durch die „Schwäbische Toskana“. Fünfmal war für die Athleten ein 18- prozentiger Anstieg zu erklimmen, zudem sich auf dem harten Kurs weitere Hügel gesellten. Der abschließenden 10-Kilometer-Laufkurs sorgte mit seinen Bergauf- und Bergab-Passagen für die letzte Selektion zwischen den Athleten. Zu diesen harten Bedingungen kam für das Männerfeld noch die extreme Hitze hinzu, die mittlerweile bei ihrem Start um 12:15 Uhr erreicht war.

    Bereits auf dem Schwimmkurs hatte sich das Frauenfeld weit auseinander gezogen. Auf dem 500 Meter langem Anstieg zur Wechselzone trafen sich die Trainingspartnerinnen Barbara Kösser, Anja Dittmer, Joelle Franzmann und Ricarda Lisk, die gemeinsam mit Janine Härtel die Spitzengruppe auf dem Rad bildeten. Durch eine gute Zusammenarbeit auf dem Rad ging dieses Quintett, angeführt von Joelle Franzmann und Anja Dittmer, auch gemeinsam auf die Laufstrecke. Die beiden Nationalkader-Athletinnen konnten schnell Boden zu ihren Verfolgerrinnen gut machen. Bei Kilometer Sieben erhöhte Anja Dittmer das Tempo und so konnte die Neubrandenburgerin das Rennen für sich entscheiden. Silber der nationalen Titelkämpfe ging an Joelle Franzmann. Mit einem starken Lauf löste die 22- jährige Ricarda Lisk als Dritte ihr Ticket für die EM im tschechischen Karlsbad. Im Gesamteinlauf musste die Zukunftshoffnung aus Waiblingen der internationale Starterin Merija Kiwirante aus Finnland den Vortritt lassen.

    Bei den Männern kam der spätere Sieger, Maik Petzold aus Adelsberg bereits mit einem Vorsprung von 20 Sekunden vor seinen Konkurrenten, hinter dem ehemaligem Schwimmer Jan Sibbersen, aus dem Wasser. Schnell formierte sich das hochkarätige Männerfeld, von über 100 Startern, zu größeren Gruppen auf der Windschatten freigegebenen Radstrecke. Aus der 16-köpfigen Spitzengruppe konnte in der letzten Radrunde der Neuseeländer Shane Reed ausreißen und seinen Vorsprung bis ins Ziel retten. „Wäre ein Deutscher aus der Gruppe herausgefahren, hätte man sicherlich versucht dran zu bleiben“, sagte der EM-Dritte des Vorjahrs Maik Petzold. Am Ende konnte er sich über seinen ersten deutschen Meistertitel freuen. Mit dem schnellsten Laufsplitt des Tages kam kurz vor ihm der Südafrikaner Claude Eksteen ins Ziel. In der nationalen Wertung folgten Andreas Realert und Dirk Bockel auf den Plätzen Zwei und Drei. Durch die Folgen seines kürzlichen Infektes musste sich Daniel Unger dieses Jahr geschlagen geben. Der Olympia-Zweite Stephan Vuckovic gab sich – nach Pech beim Schwimmen – mit dem schnellsten deutschen Laufsplit zufrieden.


    20. INTERNATIONALE DEUTSCHE TRIATHLONMEISTERSCHAFTEN

    1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren und 10 km Laufen
    7.6.2003, Breitenauer See (bei Heilbronn)

    Frauen

    1. Anja Dittmer (SC Neubrandenburg, 1. DM) 2:12:36
    2. Joelle Franzmann (TriPost Telekom Trier, 2. DM) 2:13:36
    3. Merija Kiwirante (FIN, PZM SC Riedrau) 2:14:29
    4. Ewa Dederko (POL, StarNet Team Darmstadt) 2:14:34
    5. Ricarda Lisk (VfL Waiblingen, 3. DM) 2:15:24
    6. Barbara Kösser (TRI Sport Saar Hochwald, 4. DM) 2:16:42

    Männer

    1. Shane Reed (NZL, hansgrohe Team Schramberg) 1:57:21
    2. Claude Eksteen (RSA, TSV Obergünzburg) 1:58:20
    3. Maik Petzold (SG Adelsberg, 1.DM) 1:58:23
    4. Andreas Raelert (FIKO Rostock, 2. DM) 1:58:33
    5. Richie Cunningham (AUS, hansgrohe Schramberg) 1:58:54
    6. Dirk Bockel (VfL Waiblingen, 3. DM) 1:59:01


    Triathlon-EM: Joelle Franzmann auf Platz 6
    Spanierin Burgos Europameisterin - Anja Dittmer auf Platz 23

    Die Spanierin Ana Burgos ist die neue Triathlon-Europameisterin über die Olympische Distanz (1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren und 10 km Laufen). Im tschechischen Karlsbad setzte sie sich auf dem letzten Kilometer von der lange führenden Titelverteidigerin Kathleen Smet (Belgien) ab, die im Schlussspurt auch noch von der Italienerin Nadia Cortassa überholt wurde. Joelle Franzmann wurde Sechste, Anja Dittmer landete auf Platz 23.

    Das Rennen hatte für die Athletinnen der Deutschen Triathlon Union gar nicht schlecht begonnen. Als Dritte stieg Janine Härtel (ASICS Team Witten) aus den Fluten, dicht gefolgt von der Deutschen Meisterin Anja Dittmer (SC Neubrandenburg). Doch auf dem Rad bildete sich ein englisches Duo, dem so schnell keine andere Athletin folgen konnte: Julie Dibbens und Jessica Harrioson führten das Rennen lange an, auch wenn die Titelverteidigerin Kathleen Smet nach 30 Kilometern den Anschluss herstellen konnte. Janine Härtel, die gemeinsam mit Anja Dittmer in der Verfolgergruppe kämpfte, musste das Rennen nach einer Verletzung im Vorfeld nach der halben Radstrecke beenden.

    Aus der großen Hauptgruppe nach dem Schwimmen konnte sich relativ bald die DM- Zweite Joelle Franzmann vom Tri Post Telekom Trier lösen, die Meter für Meter gut machte und sich eine gute Position für den abschließenden Lauf erkämpfte. Als Zehnte ging Franzmann in die Abschlussdisziplin und arbeitete sich dort auf den ersten sechs Kilometern auf den sechsten Rang vor, den sie bis ins Ziel verteidigen konnte.

    Anja Dittmer verlor auf der vorletzten Radrunde den Anschluss an die Verfolgerinnen und fiel deutlich im Feld zurück. Auch beim Laufen konnte die Deutsche Meisterin nicht zu ihrer Form zurückfinden - sie beendete das Rennen auf Platz 23.


    TRIATHLON-EUROPAMEISTERSCHAFT (Damen)

    1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren und 10 km Laufen
    21.6.2003, Karlsbad/Tschechien

    1. Ana Burgos (ESP) 2:10:11.68
    2. Nadia Cortassa (ITA) 2:10:31.73
    3. Kathleen Smet (BEL) 2:10:36.36
    4. Andrea Whitcombe (GBR) 2:10:54.00
    5. Julie Dibbens (GBR) 2:11:13.04
    6. Joelle Franzmann (GER) 2:11:26.17
    7. Olga Zausailova (RUS) 2:11:46.03
    8. Tanja Allen (GBR) 2:11:50.22
    9. Beatrice Lanza (ITA) 2:12:07.98
    10. Jessica Harrison (GBR) 2:12:26.82
    23. Anja Dittmer (GER) 2:15:32.44


    Triathlon-EM (Herren): Andreas Raelert als bester Deutscher auf Platz 8

    Spanier Rana verteidigt Titel
    Bockel 12., Unger 23., Vuckovic ausgestiegen

    Mit den besten Beinen, aber auch der besten Mannschaftstaktik hat der Spanier Ivan Rana heute im tschechischen Karlsbad seinen Europameistertitel im Triathlon verteidigt. Nach 1,5 km Schwimmen und 40 km Radfahren stieg der Spanier wenigen Metern Vorsprung an der Spitze der großen Führungsgruppe vom Rad, so dass er im 10-km-Lauf seine Kür folgen lassen konnte. Auf den Plätzen zwei und drei feierten die gastgebenden Tschechen mit Filip Ospaly und Martin Krnavek einen doppelten Medaillenerfolg. Andreas Raelert wurde als bester Deutscher Achter.

    Mannschaftstaktik wird in Spanien groß geschrieben - und die fleißigen Helfer Eneko Llanos und Xavier Llobet hatten ihre Sache offenbar gut gemacht. Ihrem Kapitän Ivan Rana verhalfen sie kurz vor dem Ende der harten Radstrecke in die Führungsposition, die dieser bis ins Ziel nicht mehr abgeben sollte. Lediglich der Tscheche Filip Ospaly, der vor zwei Jahren an gleicher Stelle den Europameistertitel gewinnen konnte, nahm ernsthaft die Verfolgung auf, musste aber nach der Hälfte der Laufstrecke die Übermacht Ranas anerkennen. Der Spanier gewann nach der EM und WM 2002 seinen dritten internationalen Titel in Folge.

    In der Spitzengruppe fanden sich nach dem Schwimmen auch zwei Deutsche: Dirk Bockel (VfL Waiblingen) und Andreas Raelert (SV Halle) bestimmten das hohe Tempo auf der mit sieben steilen Kopfsteinpflasterpassagen gespickten Strecke mit und konnten sich im Feld der besten Europäer schließlich die Plätze 8 und 12 sichern. Daniel Unger (ASICS Team Witten), der in der Auftaktdisziplin noch als Zweiter um die erste Boje geschwommen war, verlor nach einigen Tritten und Hakeleien im Wasser den Anschluss und konnte erst in der dritten Gruppe auf die weitere Strecke gehen. Deren Rückstand wuchs auf dem Rad Runde um Runde, so dass Unger trotz der siebtbesten Laufzeit lediglich Rang 23 erreichte. Stephan Vuckovic (ASICS Team Witten), der sich ebenfalls in Ungers Radgruppe befand, gab das Rennen nach der dritten Radrunde entkräftet auf.

    "Ich bin insgesamt zufrieden", freute sich Andreas Raelert als bester Deutscher. "Das Rennen war unheimlich hart und ich musste beim Laufen der Radstrecke Tribut zollen." Dem stimmte auch Dirk Bockel zu: "Ich kann mit Sicherheit sagen: Das war der härteste Triathlon meines Lebens. Man sagt ja öfter, man habe 100 Prozent gegeben - aber heute wäre es nicht weiter gegangen. Von daher bin ich zufrieden."

    Bundestrainer Ralf Ebli zog ein gemischtes Fazit der Europameisterschaftten: "Ich bin mit dem Gesamt-Mannschaftsergebnis nicht zufrieden, sehr wohl aber mit den Einzelleistungen von Joelle Franzmann, Andreas Raelert und Dirk Bockel. Wir konnten den Ausfall von Maik Petzold und Christiane Pilz, die beide in der Vergangenheit stabile Leistungen auf internationalem Niveau gebracht haben und im letzten Jahr EM-Dritte waren, nicht kompensieren. Dazu kam noch viel Pech: Anja Dittmer hatte technische Probleme, was dazu geführt hat, dass sie auf dem Rad nicht mithalten konnte. Beim Laufen hatte sie dann nichts zuzusetzen. Daniel Unger wurde an der Boje verprügelt. Aber es gab auch viele positive Aspekte, zum Beispiel den Einsatz von Janine Härtel mit der drittbesten Schwimmzeit und ihrer Arbeit für Anja Dittmer. Wir haben damit auch im Damenbereich die Perspektive, den Teamgedanken zu etablieren."


    TRIATHLON-EUROPAMEISTERSCHAFT

    1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren und 10 km Laufen
    21.6.2003, Karlsbad/Tschechien

    1. Ivan Rana (ESP) 1:56:09
    2. Filip Ospaly (CZE) 1:56:18
    3. Martin Krnavek (CZE) 1:56:38
    4. Rasmus Henning (DEN) 1:56:51
    5. Sven Riederer (SUI) 1:57:02
    6. Paul Amey (GBR) 1:57:09
    8. Andreas Raelert (SV Halle) 1:57:14
    12. Dirk Bockel (VfL Waiblingen) 1:57:54
    23. Daniel Unger (ASICS Team Witten) 1:59:36


    Timo Bracht gewinnt Ironman France

    Der Mannheimer Timo Bracht hat heute überraschend den Ironman France (3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,195 km Laufen) in Gerardmer gewonnen. In 8:33:11 Stunden siegte Bracht deutlich vor dem Schweizer Stefan Riesen (8:44:33 Stunden) und dem Franzosen Gilles Reboul (8:43:49 Stunden). Thomas Braun vom TV Forst wurde Sechster in 8:59:12 Stunden. Das Rennen der Damen gewann die Französin Helene Salomon-Watson in 10:08:27 Stunden, Cora Wende und Silke Hamacher belegten die Plätze 4 und 5.

    Den Grundstein zu seinem Erfolg legte Bracht auf der Radstrecke in den Vogesen. Mit einem Vorsprung von zehn Minuten konnte der Athlet des MTG Mannheim die Laufschuhe schnüren und diesen Vorsprung souverän verteidigen. Bei der zweiten Auflage des Ironman France stellte Bracht auf den gegenüber dem Vorjahr deutlich vereinfachten Strecken einen neuen Streckenrekord auf. Für den Mannheimer war der Sieg in Gerardmer der erste in einem Ironman-Rennen.


    IRONMAN FRANCE

    3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren, 42,195 km Laufen
    21.6.2003, Gerardmer/Frankreich

    Männer

    1. Timo Bracht (GER) 8:33:11
    2. Stefan Riesen (SUI) 8:40:33
    3. Gilles Reboul (FRA) 8:43:49
    4. Cyrille Neveu (FRA) 8:48:37
    5. Nick Maryland (FRA) 8:55:13
    6. Thomas Braun (GER) 8:59:12


    Frauen

    1. Helene Salomon-Watson (FRA) 10:08:27
    2. Francoise Wellekens (BEL) 10:33:05
    3. Jennifer Potts (CAN) 10:42:24
    4. Cora Wende (GER) 10:47:00
    5. Silke Hamacher (GER) 10:47:49

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    Hawaii 2002 - vorher und nachher

    Die Stimmen aus Kona vor dem Rennen

    Thomas Hellriegel, Sieger 1997, 3. Platz 2001:
    "Meine Strategie ist die gleiche wie im letzten Jahr. Ich wollte nicht mit den besten Radfahrern mitgehen und mich für das Laufen schonen. Die Zeiten, in denen man allen weit davonfahren und das Rennen von vorne gewinnen konnte, sind vorbei. Ich habe genug Erfahrungen hier gesammelt. Im letzten Jahr waren alle richtig fertig nach dem Radfahren. Der Streckenrekord fällt oder fällt nicht – jeder will hier eigentlich nur gewinnen. In zehn Jahren gibt es nur einmal solche guten Bedingungen wie 1996, als Luc van Lierde den Streckenrekord aufstellte."

    Normann Stadler, 3. Platz 2000 und 4. Platz 2001:
    "Ich bin sehr fit. Für meine Renntaktik bedeutet es nichts, dass Steve Larsen nicht da ist. Er ist inzwischen nicht mehr der superstarke Radfahrer, sondern ein kompletter Triathlet. Chris McCormack kann man schwer einschätzen. Das Rennen am Samstag wird sein erster Start und mein vierter hier sein. Wir werden sehen, was der Tag bringt."

    Jürgen Zäck, 2. Platz Ironman Germany 2002:
    "Es gibt Massen von Europäern, die dieses Rennen gewinnen können, aber ich möchte keine Namen verraten. Ich wünsche Tim DeBoom, dass er die Nächte vor dem Rennen noch gut schläft. Thomas Hellriegel hält hier den Radrekord, ich halte ihn in Deutschland – vielleicht will er ja tauschen?"

    Tim DeBoom, Vorjahressieger:
    "Es gibt hier sicher 10 bis 15 Favoriten, die Strategie hängt ganz von den Tagesbedingungen ab. Als Sieger zurückzukehren ist ein ganz besonderes Gefühl. Ich habe genug Erfahrung auf dieser Strecke und brauchte daher nicht so viele Rennen zur Vorbereitung in diesem Jahr. Chris McCormack könnte das Rennen bestimmen, aber auch ich habe meine Hausaufgaben gemacht. Das hohe Preisgeld von 100.000 Dollar wird meine Rennstrategie aber nicht ändern."

    Cameron Brown, 2. Platz 2001:
    "Jeder muss am Samstag sein eigenes Rennen machen. Es ist gut für uns, dass Steve Larsen nicht dabei ist, dann wird das Rennen berechenbarer."

    Christoph Mauch, 10. Platz 2001, Sieger Ironman Switzerland 2002:
    "Ich hatte im letzten Jahr einen schlechten Radpart und bin immer noch Zehnter geworden. Das gibt mir das Vertrauen, dass ich auch an einem schlechten Tag noch unter die Top Ten kommen kann."

    Marc Herremans, 6. Platz 2001, stürzte im Februar im Training auf Lanzarote schwer und sitzt seitdem querschnittsgelähmt im Rollstuhl, wird am Samstag in der Physically-Challenged-Kategorie am Rennen teilnehmen:
    "Es bedeutet mir eine Menge, hier wieder am Start zu sein. Ich sollte nach meinem schrecklichen Unfall eigentlich neun Monate im Krankenhaus bleiben, aber nun bin ich nach acht Monaten wieder hier, mit vier Monaten Training im Gepäck. Vielleicht werde ich finishen, aber erst einmal bin ich sehr froh, überhaupt hier sein zu können."

    Nina Kraft, 3. Platz 2001, Siegerin Quelle Challenge Roth 2002:
    "Ich fühle mich gut, aber die Vorjahressiegerin Natascha Badmann ist schon wieder die große Favoritin. Auch Karin Thürig wird ganz vorne mit dabei sein. Für die Plätze drei bis fünf kommen eine ganze Reihe Frauen in Frage. Wir werden erst am Samstag sehen, was passiert. Ich kann auch noch nicht sagen, wie schnell das Rennen sein wird."

    Katja Schumacher, Siegerin Ironman Germany 2002:

    "Ich hoffe einfach auf ein gutes Rennen, Regen und kühles Wetter. Etwas Wind ist okay für mich. Ich habe vielleicht noch etwas zu viel Respekt vor diesem Wettkampf und der Hitze, aber ich arbeite Jahr für Jahr daran. Karin Thürig kann an uns allen vorbeifliegen, wenn das Schwimmen nicht zu wellig wird."

    Paula Newby-Fraser, achtfache Hawaii-Siegerin:
    "Ich habe mich von der 'Trainingmania' in San Diego anstecken lassen. Das Rennen hier ist irgendwie ein Jubiläumsrennen, da viele Athleten, mit denen ich Ende der 80er-Jahre hier gekämpft habe, wieder am Start sind. Ich habe heutzutage aber weder die Zeit noch die Motivation, um hier zu gewinnen. Ich will meinen Mann schlagen und habe dabei eine Menge Geld auf mich selbst gewettet. Natascha Badmann wird ihre Taktik nicht verraten, eher wird sie uns umbringen. Ich weiß jedenfalls nicht, wo ihr Geheimnis liegt. Aber sie ist in diesem Jahr erst ganz kurzfristig direkt aus dem Schnee in der Schweiz angereist und wird große Probleme mit der Hitze haben."

    Karen Smyers, Siegerin 1995:
    "Jeder spricht davon, dass Natascha Badmann auf dem Rad noch stärker geworden ist."

    Die Athletinnen und Athleten auf der Ziel- Pressekonferenz:

    Tim DeBoom (USA), 1. Platz
    "Das Schwimmen war heute seltsam, es ging die ganze Zeit im Zickzack hin und her. Die Bojen sind wohl irgendwie davon gedriftet. Thomas Hellriegel, Jürgen Zäck und Normann Stadler sind gute Läufer, sie gaben mir neun Minuten auf dem Rad – das war nicht in meiner Planung. Das Rennen war heute recht fair, die Kampfrichter haben sehr hart durchgegriffen. Ich habe die Verfolgergruppe die ganze Zeit angeführt, war dann müde, habe mich aber immer unter Kontrolle gehabt. Erst auf den letzten Meilen habe ich an die 100.000 Dollar gedacht, doch unterwegs war der Sieg viel wichtiger als das Geld. Ich werde die Prämie aber genießen. Einmal zu gewinnen ist toll, aber beim zweiten Start hat man dann einen großen Druck auf den Schultern. Daher fühlt sich der zweite Sieg besser an als der erste."

    Peter Reid (Kanada), 2. Platz
    "Ich wollte auf dem Rad zuerst mit Hellriegel, Zäck, Stadler und McCormack mitgehen, dachte dann aber, dass es so schon recht schnell war. Daher habe ich sie ziehen lassen. Auf dem Weg nach Hawi haben alle Grimassen gezogen, weil es so anstrengend war. Auf dem Rückweg hat unsere Gruppe dann viel Zeit verloren. Heute war aber klar, dass das Rennen beim Marathon gewonnen wird. Der Lauf begann ziemlich schnell und fühlte sich hart an. Für mich hat der Ironman 2000 aber definiert, was hart ist. Unterwegs wurde es dann immer einfacher. Zweiter zu werden war mein Bonus, das Ziel war eigentlich nur das Finish."

    Cameron Brown (Neuseeland), 3. Platz
    "Es war klar, dass man das Rennen nur gewinnen konnte, wenn man einen Marathon unter 2:50 Stunden läuft. Ich habe mein eigenes Rennen gemacht und das war die richtige Entscheidung."

    Natascha Badmann (Schweiz), 1. Platz
    "Es macht keinen Unterschied, ob es windig ist oder nicht. Wenn es windig ist, ist es für alle windig. Das Radfahren war heute schnell, weil die Bedingungen gut waren. Wenn mein Trainer Toni Hasler sagt, ich würde in diesem Jahr schneller Rad fahren als je zuvor, dann liegt das daran, dass er selbst in diesem Jahr weniger trainiert hat und nicht mehr so gut mit mir mithalten kann. In diesem Rennen kann man sich seines Sieges nicht sicher sein, bevor man die Ziellinie überquert. Ich habe Nina Kraft auf dem Rad überholt und dann nie mehr gewusst, wie groß mein Vorsprung war. Ich habe hinten ja keine Augen. Hawaii hat seine eigene Gesetze – daher hatte ich auch keine Angst vor Karin Thürig. Auf Hawaii muss man ein kompletter Triathlet sein – es reicht nicht, dass man in einzelnen Disziplinen gut ist. Auch Udo Bölts war ja einmal hier am Start und hatte mit dem Rennausgang nichts zu tun. Ich bin nicht gestartet, um zu gewinnen – trotzdem fühlt es sich gut an, gewonnen zu haben. Siege sind wie Geburtstag und Weihnachten zusammen."

    Nina Kraft (Deutschland), 2. Platz
    "Für mich war der Vorsprung von Natascha nie wichtig, ich bin immer mein eigenes Tempo gegangen. Ich wusste, dass sie immer noch einen Gang zulegen könnte, wenn ich ihr näher kommen würde. Dass ich die beste Deutsche aller Zeiten hier geworden bin, habe ich noch gar nicht richtig realisiert. Ich gebe immer mein Bestes – die Platzierung ist dabei gar nicht so wichtig. Viel mehr zählt für mich, dass ich meine beste Leistung gebracht habe."

    Lori Bowden (Kanada), 3. Platz
    "Ich bekam eine Zeitstrafe, als mich ein Altersklassenathlet überholte hat und ich mich nicht habe zurückfallen lassen. Es ist doch seltsam, dass Amateure das Rennen der Profis so beeinflussen können. Aber mit dem Ausgang des Wettkampfes hat das nichts zu tun gehabt. Das Laufen hat sich heute nicht sonderlich schnell angefühlt."

    Heather Fuhr (Kanada), 4. Platz
    "Die Bedingungen waren gut, der Wind war fair und der Regen am Morgen hat das Rennen nicht sonderlich beeinflusst."

    Fernanda Keller (Brasilien), 5. Platz
    "Ich wusste, dass es heute viele Favoritinnen geben würde. Es hat mir Spaß gemacht, hierher zurückzukehren. Ich habe meine Familie gefragt, ob sie mich hier nochmals starten lassen würden. Sie sagten: 'Ja, wenn du das Rennen genießen kannst und dir nicht zu viel Druck damit machst.' Es ist nicht gesund, wenn man sich quält, nur um dieses Rennen gewinnen zu können. Man muss die Geschichte mit dem Herzen angehen, nicht mit dem Willen zum Sieg."

    ERGEBNISSE
    Frauen
    1. Natascha Badmann (Schweiz) 9:07:54
    2. Nina Kraft (Deutschland) 9:14:24
    3. Lori Bowden (Kanada) 9:22:27
    4. Heather Fuhr (Kanada) 9:29:58
    5. Fernanda Keller (Brasilien) 9:31:38
    6. Lisa Bentley (Kanada) 9:34:19
    7. Kate Allen (Österreich) 9:38:40
    8. Karin Thürig (Schweiz) 9:42:08
    9. Sibylle Matter (Schweiz) 9:42:51
    10. Joanna Lawn (Neuseeland) 9:42:57

    Männer
    1. Tim DeBoom (USA) 8:29:56
    2. Peter Reid (Kanada) 8:33:06
    3. Cameron Brown (Neuseeland) 8:35:34
    4. Thomas Hellriegel (Deutschland) 8:36:59
    5. Alexander Taubert (Deutschland) 8:38:58
    6. Francois Chabaud (Frankreich) 8:40:39
    7. Markus Forster (Deutschland) 8:44:28
    8. Mika Luoto (Finnland) 8:45:45
    9. Cameron Widoff (USA) 8:45:53
    10. Olaf Sabatschus (Deutschland) 8:46:18

    Quelle: Pressestelle der Deutschen Triathlon Union (c/o spomedis GmbH, Postfach 11 63, 79011 Freiburg,
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    Ironman in Frankfurt am Main, 18. August 2002
    Kaja Schuhmacher und Lothar Leder heißen die beiden, die unter den unglaublichen Bedinungen in Frankfurt den Sieg erringen konnten. Unglaublich war die Hitze, unglaublich die Stimmung und unglaublich die Unfairness die Hunderte von Saboteuren unserer Sportart an den Tag legten.
    Die Atmosphäre am Langener Waldsee war beeindruckend und spätestens mit dem Startschuss ließ sich auch der letzte Zuschauer von der bombastischen Stimmung mitreißen. Jan Sibbersen ging im 20 Grad kühlen Wasser sofort in Führung und gab diese nicht mehr ab, ja er schmiss bei den Männern praktisch die halbe Show. Nach einem Landgang nach 1,6 km hatte er gut zwei Minuten, am Ende rund fünf Minuten Vorsprung vor den besten Profis. In der ersten Verfolgergruppe waren u.a. Lothar Leder und die schnellste Schwimmerin Nina Fischer. Nur kurz dahinter folgten Jürgen Zäck und Normann Stadler, denen im Vorfeld sogar bessere Siegchancen eingeräumt wurden als Leder. Nach rund 54 Minuten betraten auch schon die Favoritin Paula Newby-Frazer und die spätere Siegerin Katja Schuhmacher das steile Ufer. Auf der Schwimmstrecke wurde von einigen Teilnehmern bemängelt, dass die Internet-Streckenpläne des Veranstalters schlichtweg falsch gewesen sind, dass man sich im Uferbereich leicht verletzen konnte, und dass die Orientierung an den Bojen auf der ersten Runde schwierig war.
    Die Radstrecke bot die besten denkbaren Bedingungen: Ein leichter Nordost-Wind entschärfte die windanfälligen Bereiche der Strecke und ermöglichten Jürgen Zäck auf der anspruchsvollen Strecke den schnellsten Radsplit von knapp 4:30 Stunden. Doch als größte Überraschung entpuppte sich Jan Sibbersen, der erst nach sage und schreibe 100 km von Zäck und Leder eingeholt wurde. Kurz darauf schied Normann Stadler wegen techischen Defekts aus. Somit war das Feld der fairen Radfahrer deutlich geschrumpft.
    Dann geschah ganz massiv, was befürchtet wurde, was aber von den Athleten selbst auch nicht verhindert wurde: Lutscherei die man sich kaum ansehen mochte. Es tat förmlich weh, wie hunderte Triathleten diese Veranstaltung durch Disziplinlosigkeit sabotierten. Praktisch alle Radfahrer (und Radfahrerinnen) die nach 5:45 bis 5:50 Stunden in die Wechselzone kamen, waren Mitglieder einer etwa 45-köpfigen Radgruppe, die so dicht fuhr, dass sie in eine große Garage gepasst hätte. Verzweifelt versuchten zwei oder drei sich abzusetzen und leider nur ebensoviele mit demonstrativen 20 Metern Abstand am Ende der Gruppe die Regeln einzuhalten. Das gleiche Trauerspiel rund 12 Minuten später in der nächsten 30-köpfigen "Mannschaft". Von diesen rund 75 Teilnehmern hätten ohne weiteres fast 70 sofort disqualifiziert werden können, doch was passiert heut' zu Tage? Man verpasst einer Minderheit eine unangemessen kurze Zeitstrafe, die als willkommene Pause gern angenommen wird. Windschattenfahren ist somit in Frankfurt endgültig zum lohnenswerten Risiko geworden (was kann schon passieren?). Ebenso setzte sich die Drafting-Praxis im Mittelfeld fort, bis hin zu den Radsplits im 7-Stunden-Bereich.
    Eine Mitschuld trägt aber auch die "Firma Ironman" die mit ihrem Auflagen an den Veranstalter (keine Startgruppen!) eine Radfahrerdichte im Mittelfeld von unter 0,5 Sekunden "vorschreibt". Was Schiedsrichter unter solchen Bedingungen noch tun können, bleibt offen. Als Beurteilungskriterium sollten endlich Videoaufnahmen zugelassen werden.
    Bei zweiten Wechsel beeindruckte Lothar Leder mit einem "Biltzwechsel", der ihn schon fast an den führenden Zäck heranbrachte. Schon nach einigen hundert Metern übernahm er dann die Führung. Die spätere Siegerin (worin, fragt man sich) Katja Schuhmacher hielt im Wechselzelt eine verordnete "Ruhepause" von 6 Minuten ein. Man sollte überlegen, ob der Erholungseffekt (2 Minuten, vielleicht auch mehr) und der in die Strafzeit verschobene Wechsel (minus ca. 2 Minuten) angesichts des Draftingvorteils von bis zu 30 Minuten nicht schon als Resignation vor der Lutscherlobby zu werten ist.

    Beim Laufen baute Leder seinen Vorsprung auf Zäck kontinuierlich aus und lief satte 8 Minuten auf ihn heraus. Dieser hingegen lief ein gutes Rennen, konnte aber nur vergeblich auf ein "Platzen" von Leder warten. Uwe Widmann lieferte einen beispielhaften Einzelwettkampf ab und hielt seinen Dritten Platz von der ersten Wechselzone bis ins Ziel. Paula Newby-Fraser bekam massive Problem und wurde gnadenlos durchgereicht. Nach knapp 12 Stunden beendete sie mit annerkennenswertem Sportsgeist das Rennen. Katja Schuhmacher hatte nicht mehr zu tun als das Rennen gut nach Hause zu bringen. Ihr umstrittener Sieg wirft leider kein gutes Licht auf deutsche Triathletinnen. Engpässe bei der Wasserversorgung ließen die Teilnehmer des hinteren Mittelfeldes den Wettkampf doppelt schwer erleben. Bei bis zu 33 Grad im Schatten (den es kaum gab) mussten hawaii-ähliche Bedingungen überstanden werden.

    Äußerlich machte die Veranstaltung einen hervorragenden Eindruck - im Detail ließ sie aber leider an vielen Stellen zu wünschen übrig.
    fr
    Deutsche "Jungs" räumen 2001 auf Hawaii ab!
    Mit den Plätzen 3 bis 7 waren die Deutschen Männer unter den Top-Ten die führende Nation und zwar in der Rehenfolge 3. Thomas Hellriegel (8:47:40), 4. Normann Stadler (8:49:43), 5. Lothar Leder (8:49:49), 6. Marc Herremans (8:51:19) und 7. Andreas Niedrig (8:53:00). Klarer Sieger war Tim DeBoom (USA, 8:31:18) vor Cameron Brown (NZL, 8:46:10). Bei den Frauen siegte die Schweizerin Natascha Badmann (9:28:37) vor Lori Bowden (CAN, 9:32:59) und der Deutschen Nina Kraft (9:41:01).

    Lenkerendschalthebel zugelassen!
    Das Verbot von Lenkerendschalthebeln war bisher sehr umstritten. Im Einklang mit der internationalen Regelung lässt die DTU 2001 ihre (strengen) Sonderauflagen in Bezug auf die Montage von Lenkerendschaltungen am 29.3.2001 fallen. (Fast) alles ist wieder erlaubt - so lange man sein Bike in keinem Drafting-Race fährt. Bisher wurden keine Unfallverletzungen durch Lenkerendschalthebel registriert. Durch die (noch) erlaubte Montage der Radschuhe an den Pedalen beispielsweise gibt es dagegen in fast jedem Wettkampf gefährliche Situationen.

    Warum Joey Kelly in der Wüste kotzt und wieso er glaubt, dass Extremsport seim Immunsystem stärkt
    Schlagzeile in der Frankfurter Rundschau vom 6. April 2001. Noch ein Held, der unseren Sport repräsentiert...

    Sylvia Schenk ist neue BDR-Präsidentin
    Als erste Frau in der 117-jährigen Geschichte des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) ist die Frankfurter Stadträtin Sylvia Schenk am 2. April 2001 zur BDR- Präsidentin gewählt worden.

    Diego Garcia stirbt an Herzinfarkt
    Der 39-jährige Marathonläufer Diego Garcia (Spanien), Europameisterschafts- Zweiter von 1994 in Helsinki, erlitt beim Training einen Herzinfarkt. Garcia, der im Vorjahr seine internationale Karriere beendet hatte (Bestzeit 2:09:51), war am 1 April 2001 in der baskischen Kleinstadt Azpeitia nach einer Distanz von sechs Kilometern zusammengebrochen. Er starb, noch bevor ein Krankenwagen eintraf. 1992 bei den Olympischen Spielen in Barcelona hatte Garcia den neunten sowie bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft 1995 in Göteborg den sechsten Platz über die 42,195km belegt.


    Computer News

    Neues von Scandisk


    Wer genau hinschaut, kann die neueste Verbesserung bei Microsofts Programm SCANDISK erkennen: Jetzt wird über den Bildschirm hinaus geprüft, wie in diesem Fall bis 133 % !!!. Ich hatte einen Festplattendefekt und dies ist wirklich keine Fotomontage, sondern der erste Beweis für WYSIMTWYG (What You See Is More Than What You Get). Trullala und hallo, oder was?

    Babbelon Online- Übersetzer

    Hessische Sprachwissenschaftler arbeiten derzeit im Frankfurter Stadtteil Sachsenhausen an einer Neuauflage des beliebten Online- Übersetzungsprogramms. Im Keller einer Äbbelwoi-Kneipe entsteht in geheimer Projektarbeit die erste "anderssprachige" Variante des deutsch-englischen Software-Renners. Das Programm kann deutschsprachige Texte fließend ins Hessische übersetzen und wird als BABBELON 1.0 auf den Markt kommen.

    Bills neue Masche:
    "Mehr Spaß bei der Arbeit"


    Mehr Spaß verspricht Windows 95, wenn es bei einer der vielen notwendigen Neuinstallationen abkackt. Für immer, wie sich bei diesem finalen Runtime-Error bei mir gezeigt hat. Auch dies ist wieder ein Original-Screenshot. Per Digitalkamera! Ein absolutes MUSS für Windows- Benutzer, dann haben wenigstens die Freunde über Windows was zu lachen... . Na ja, so hat es wenigstens im Nachhinein Spaß gemacht.

    Triathlon-Szene

    Vaseline!


    Wie sagte der erfahrene Triathlet vor dem Schwimmstart zu seinem unerfahrenen Sportsfreund, der sich bei ihm über seine klebrigen orangefarbenen Achseln beschwerte? ''Vaseline solltest du dir unter die Arme schmieren, nicht Valensina, du Trottel!''

    "Dreckiger" Triathlet

    Eine Szene, die ernsthafte Triatleten wirklich nachdenklich machen sollte, erlebte ich 1992 beim Darmstädter City-Cup- Triathlon: 
    Ein Neuseeländer überholte mich auf der Laufstrecke. Nicht zu überhören waren seine Scherze, die er zuvor mit Zuschauern und Helfern trieb - ein Witzbold von der Sorte, wie sie unsere Sportart inzwischen wirklich nötig hat. Beim Überholen grüßte er mich überschwänglich. Als wir kurz darauf zu einer Verpfegungsstation kamen, scherzte er mich fast laufunfähig. Der Veranstalter hatte wegen der heißen Witterung die Anzahl der Schwämme an den Verpflegungspunkten kurzfristig erhöht und musste mit Spülschwämmen improvisieren (die mit der blauen Scheuerseite!). Der Neuseeländer schnappte sich einen Schwamm, starrte ihn an, blickte zu mir zurück, rieb sich mit der blauen Schwammseite über den Unterarm. Dann schaute er nochmals zu mir - diesmal mit Moorhuhn-Blick - und rief "Hey, am I so dirty?" (hey, bin ich so dreckig?).

    Aus aller Welt
    Immer
lächeln, auch ohne Atemluft...   Mars-Smiley entdeckt!

    Es gibt also doch Leben auf anderen Planeten. Die Viking Sonde hat auf dem Mars das abgebildete Mars-Smiley entdeckt. Gut zu wissen, dass die Außerirdischen wenigstens freudlich sind.

    Produktvorstellungen

    Es wird nicht oft vorkommen, dass bei TRIathleten.NET Produkte empfohlen werden, denn diese Seite lebt nicht vom Produktverkauf, wie so viele andere. Was mich überzeugt, wird auch hier seinen Platz finden.


    Skike - in Langlaufskatingtechnik durch fast jede Jahreszeit
    Noch mehr Infos zur Sportart Cross-Skating...


    Skilangläufer müssten begeistert sein. Bei jedem Wetter, mit Ausnahme von Eis und Schnee, kann mit den Skikes geskatet, sorry geskiked, werden. Und dabei reagieren diese Sportgeräte weit weniger empfindlich auf wechselnden Fahrbahnbelag als Rollski oder Inlinesaktes. Nordic-Skating wird damit also erheblich unabhängiger. Weitere Besonderheiten sind fest die eingebauten Bremsen und die Möglichkeit die Skikes mit normalen Schuhen zu benutzen. Wer seine Skikes in schwerem Gelände auszieht könnte beispielsweise mit geeignetem Schuhwerk seine sportliche Tour wandernd fortsetzen. Diese Art der Alltaugstauglichkeit vermisst man oft bei anderen Sportgeräten. Der Österreichische Skike-Erfinder Otto Eder dokumentiert auf der Website www.skike.at die Entwicklungsgeschichte der Skikes mit beeindruckenden Bildern und Fakten.
    Hier geht es zum Forum über Cross-Skating und Skiken.
    Diese neue Sporart Cross-Skating dürfte nicht nur bei Skilangläufern, sondern auch in anderen Ausdauersportarten ganz neue Trainingreize setzen.
    Es folgt nun mein Erlebnissbericht mit meinen neuen Skikes. Als ich das ansprechende Paket per Post erhielt, stand ich sofort unter aufgeregter Spannung. Eine Bildergeschichte auf dem Karton erzählte bereits von der Benutzung und den Vorteilen der Skikes. Dann sah ich sie, die Skikes: größer als erwartet, mit leicht durchschaubarem Aufbau. Sofort stieg mein Adrenalinspiegel, weil unmittelbar das Bedürfnis nach einer Probefahrt wuchs. Aber zunächst einmal ein paar schnelle Einstellarbeiten, wie es die Anleitung verlangt. Die Bremse stellte ich auf ganz bissig (man weiß ja nie), aber die seitliche Einstellung des Schafts verschob ich auf den anschließenden Freilandtest. Fast alle wichtigen Einstellung können unterwegs leicht von Hand an Flügelmuttern vorgenommen werden. Nur das Versetzen der Achsen erfordert die Benutzung des beiliegenden Werkzeugs (das geht viel leichter als bei Inline-Skates). Dies wurde bei mir notwendig, denn meine Schuhe Größe 44 schleiften leicht am Vorderrad. Folglich war die mittlere Radstandeinstllung zu knapp und ich musste die Skikes auf "lang" einstellen. Bis Schuhgröße 47 hat man auf den Skikes, laut Hersteller, Platz. Ich vermute, dass man mit speziell bearbeiteten Schuhen auch bis Größe 48 Skiken kann. Was meine Schuhe betrifft, habe ich mich aber auch in anderer Hinsicht getäuscht. Laufschuhe mit breitem Fersenkeil passen kaum in den Rahmen der Skikes, weswegen ich schmale Hallensportschuhe oder Wettkampflaufschuhe empfehle. Vorteilhaft ist bei diesen Schuhen auch der niedrigere Fersenstand. Leichte Wanderschuhe sind sicher auch einmal einen Versuch Wert.
    Bevor ich losfuhr, ließ ich von meiner Frau, meinen Stand in den Skikes prüfen. Ich hatte eine mäßige Pronation und stellte sie auf neutral ein. Beim Losfahren führte dies dann zu einer ungeahnten Unsicherheit: Während man bei Inlineskates beim Aufsetzen eine geringe Supination (nach außen umknicken) sofort ausgleichen kann indem man das Skate per Fußdrehung nach außen lenkt, reagieren die Skikes auf diese Maßnahme praktisch gar nicht. Obwohl nur 60 cm lang, reagieren die Skikes wie Skier mit einer Länge von gut 3 Metern Länge (kein Witz). Die Skikereifen haften wie verrückt und laufen daher wie auf Schienen geradeaus, selbst kraftvolle Skitechnik kann die Skies kaum zum Einlenken zwingen. Bleibt nur eins: Umsetzen.
    Hat man das erst einmal akzeptiert, kommt man etwas besser mit den Skikes klar. Gewöhnungsbedürftig sind sie aber allemal. Der Rollwiderstand ist schätzungsweise mehr als doppelt zu hoch wie bei Inlinern, der Abrollkomfort dafür super. Für völlige Anfänger dürfte beides ein erheblicher Vorteil sein. Auf kleine Steine, Unebenheiten, Sand und Nässe reagieren die Skikes erfreulich gutmütig. Kein Wunder, denn die fast 16 cm großen luftgefüllten Räder überrollen einiges was Speeskater oder Rollskifahrer aus dem Gleichgewicht bringen kann. Dies ist nicht nur ein großes Sicherheitplus auch Vibrationen und Stöße werden erfolgreicher abgefangen und schonen somit Muskulatur und Gelenke. "Taub vibrierte" Fußsohlen, wie ich sie von längeren Speedskating-Touren kenne, dürften mit Skikes der Vergangenheit angehören. Jeder gute Speedskater wird aber einen Skiker abhängen, auch wegen des Luftwiderstandes, dem sich ein "aufrecher" Skiker natürlich durch den Stockeinsatz voll aussetzen muss. Das mögliche Tempo scheint mir gleichschnell zu sein wie beim Langlaufski-Skating. Eine Anpassungsmöglichkeit, was Rollwiderstand, Fahrkomfort und Fahreigenschaften betrifft ist die Variation des Luftdrucks von 3,0 bis 6,3 bar. Inoffiziell wurden sogar schon 7 bar Luftdruck erfolgreich getestet. Wer mehrere Langlaufstöcke zur Auswahl hat, sollte für die ersten Kilometer kürzere wählen (ca. 75 bis 80 % der Körpergröße) und sich später mit längeren fortbewegen (ca. 92 % der Körpergröße). Obwohl der Hersteller Metallspitzen an den Stöcken empfiehlt, fand ich Asphaltpads aus Gummi an den Stockenden als sehr angenehm .
    Mein persönlicher Eindruck bereits nach einer Stunde Skiken ist der, dass ich meine Skikes nicht mehr hergeben möchte. Ich freue mich schon auf viele hundert Trainingsstunden mit sicher viel Spaß und einem wahrscheinlich gigantischen Trainingspotenzial auf meine Triathlonleistungen. Mein Soft-Biathlon-Projekt bekommt jetzt auch eine ganz andere Bedeutung. Ausgestattet mit der neuesten Licht-Gewehr-Technik könnten mit den Skikes Biathlons unter professionellen Bedingungen ausgetragen werden. Sogar die Option zum Breitensport wird wäre damit denkbar.
    Erstes Fazit: Ein ernstzunehmendes und (wenn auch nicht billiges) sehr empfehlenswertes Sportgerät für alle Ausdauersportler.

    Weiter ging es in den nächsten Tagen, denn wer die Skikes erst mal hat, findet kaum noch einen Ausrede nicht zu skiken. Leider hatte ich eine kleine Ausrede, denn ich hatte mir eine Blase an der Wade geskiked. Dadurch musste ich an einem Tag meine Ausfahrt leider abbrechen. Ein druckstellen- und scheuerfreier Sitz der Unterschenkel-Polsterung ist also sehr wichtig! Wieder was dazugelernt. Inzwischen skike ich mit meinen Wandschuhen. Darin schwitze ich zwar wie ein Schwein, dafür macht es aber auch saumäßig Spaß, weil man eine direktere Kraftübertragung als mit Laufschuhen hat. Die Sicherheit auf den Skikes ist enorm, nach über 40 km, bin ich noch nicht gestürzt und habe mich schon ohne Gelenkschoner auf die "Aspahltloipe" gewagt. Mit dazu trägt das Gewicht der Skikes bei. Trotz Aluminium-Leichtbau bringt das Paar (mit Polstern) fast 5 kg auf die Waage. Dazu noch an den Füßen, strengt das anfangs sehr an. Mit Schutzausrüstung, Stöcken, Schuhen und einem Getränkegurt kann man bis zu 8,5 kg zu seinem Körpergewicht dazurechnen - so viel wie ein leichtes Rennrad. Aber wir wollen ja nicht rasen sondern trainieren und diese natürliche Bremse empfinde ich eher als angenehm. Interessant ist auch der Umstieg vom Skiken zum Gehen. Es gibt nämlich dabei gar keine Probleme. Während ich vom Inlinekaten einen anschließend mehr oder weniger starken "Seemannsgang" kenne, war ich überrascht wie leichtfüßig man sich nach dem Skiken zu Fuß bewegt, nachdem man seine Räder abgeschnallt hat.
    Als Triathlet keimen jetzt natürlich etliche Skike- und Multisportart-Ideen. Skike & Run (weil es so gut geht), Skike-Biathlon, Skike-Marathon, Skike-Downhill (nix für mich), Skike-Bergrennen, Triathlon+Skike, Wintertriathlon mit Skikes (mangels Schnee), Quadrathlon+Skike usw. - ein sportliches Fass ohne Boden.
    Nachdem meine Wade verheilt war, bin sofort wieder losgeskiked. Eine Tempoermittlung war etwas ernüchtend, denn mein Dauertempo lag zwsichen 13,5 und 15 km/h, mein Eindruck war doch etwas schneller gewesen. Mit besserer Technik wird sich da noch etwas tun und außerdem werde ich auch einmal die 7 bar Luftdruck testen. Ein weiterer Tipp: Beim Skiken ziehe ich mir, nach meinen schmerzhaften Erfahrungen, jetzt vorzugsweise "extrazünftige" Strümpfe an. Dicke Dinger, mit halber Unterschenkellänge. Einmal umgeschlagen polstern sie die Waden gut in den Skikes ab. Spürbar wird das am besseren Krafteinsatz, denn man traut sich mehr Schub durch mehr Beineinsatz zu erzeugen und auch eine breitere Beinarbeit (am Berg) scheuert nicht mehr so wie vorher.
    Fortsetzung folgt...!!!
    Frank Röder



    Nordic-Walking-Stöcke bei Ebay
    Licht und Schatten bei einem zwangsläufigen Produktvergleich

    Günstig und schnell soll es für die meisten sein, wenn man bei Ebay kauft. Schnell, na ja, da macht jeder so seine eigenen Erfahrungen mit verzögerten Lieferungen von manchmal überforderten Nebenerwerbshändlern. Billig, ja da hat wohl jeder schon ein Schnäppchen gemacht auf das man stolz sein kann. So ist eben Ebay, ein wenig Glück spielt immer mit.
    Das Angebot an Nordic-Walking Stöcken ist auch bei Ebay überwältigend. Natürlich kaufen Profis nur superleichte, superfeste und superteure Nordic-Walking-Stöcke aus High-Tech-Carbon. Unter 35 Euro ist kaum ein Paar zu bekommen. Aber wie sieht es im unteren Preisesegment aus? Teleskop-Stöcke machen auf den Einsteiger einen sinnvollen Eindruck, weiß man doch noch nicht genau welche Größe man benötigt und Platz im Rucksack bei der nächsten Bergwanderung hätten sie somit auch. Also gut, ich begebe mich auf die Suche nach möglichst preisgünstigen Teleskop-Stöcken in der Länge von ca. 85 bis 140 cm. Die Produktbeschreibungen ähneln in diesem Segment fast wie ein Ei dem anderen. Von den Vorteilen des Nordic-Walkings ist da die Rede, von den Vorzügen der "superleichten" Teleskop-Stöcke und das GS-Zeichen wird eigentlich auch immer besonders erwähnt. Was soll da noch schiefgehen? Soll doch der Preis entscheiden.
    Erster Zuschlag: Stöcke von Sport-Otto die auch schnell geliefert wurden. Ich muss schon fast lobend erwähnen, dass Sport-Otto meine Sofort-Zahlung auch sofort positv gewertet hat, bevor ich meine Wertung absandte. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, der aber viele unseriöse Händler nicht mehr nachkommen (das wäre dann die Vorstufe zur Bewertungserpressung - "ich werte, wenn mir deine Wertung passt..."). Später bekam ich allerdings Werbe-Spam-Mails von Sport-Otto, die auch nach Aufforderung nicht sofort eingestellt wurden - ein echtes Defizit in der Kundenorietieung. Für 8,05 € plus 6,90 € Versand erhielt ich von Sport-Otto ein paar leichte, aber stabile Stöcke, die sich wirklich sehr gut handhaben lassen. 450 Gramm sind ein sehr angenehmes Gewicht der immerhin zweiteiligen Teleskopstöcke der Firma Abbey.
    Die andere Lieferung kam sogar noch etwas schneller, vielleicht weil ich per "Sofort-Kaufen", den Preis von 9,99 € pro Paar gezahlt habe (Versand 7,00 €, für 2 Paar). Der Absender (1a-Handelsagentur) bewertet allerdings nach der neuen Masche ("wenn's genehm ist"). Auf den ersten Blick sahen die Stöcke gut aus. Dreiteilig und sogar noch kompakter als anderen getesteten Stöcke. Dann aber die Ernüchterung, denn die Stöcke liegen schwer in der Hand. Die Waage zeigt stolze 680 Gramm pro Paar. Das konnte nicht an dem weiteren Plastikring zur Arretierung liegen. Ernüchterung Nummer zwei: von Arretierung kaum eine Spur. Selbst mit äußerter Kraft verschraubt (die bringt man mit verschwitzen Händen gar nicht auf) konnten die Stöcke sich bei Belastung immer wieder zusammenschieben und das bei allen vier Stöcken. Ein Stock war sogar so "leichtgängig", dass er mit einem Finger zusammengeschoben werden konnte. Beim ernsthaften Einsatz im Gebirge würden solche Stöcke beim Abstützen keinerlei Sicherheit bieten. So geht's also nicht, die Ware ging sofort zurück an den Händler. Die Stellungnahme des Händlers war recht polemisch (siehe unten).
    Nach immerhin zwei Wochen kam dann endlich das Geld für die Stöcke zurück. Nach weiteren zwei Wochen (und Androhung rechtlicher Konsequenzen) dann auch für die Versandkosten.
    Auch der TÜV-Süd, der das GS-Zeichen für diese Stöcke gespendet hat recherchierte über das Produkt. Eine Stellungnahme wurde nicht gemacht, daher der an dieser Stelle der vorläufige Hinweis, dass ein GS-Zeichen auch auf unsicheren Produkten kleben kann!

    Bilanz: Man kann wirklich gute Produkte, aber auch weniger gute Produkte bei Ebay aufschnappen, das gilt natürlich auch für Nordic-Walking-Stöcke. Das TÜV-Siegel oder GS-Zeichen (geprüfte Sicherheit?) hatte bei den Produkten von einem der Händler offenbar so gut wie keine Aussagekraft. Das Online-Lexikon Wikipedia sagt allgemein zum Thema Geprüfte Sicherheit: "Das GS-Zeichen ist somit kein allgemeines Qualitätszeichen. Die Qualität über die Lebensdauer eines Produktes wird nicht geprüft."
    Zitat das Händlers auf meine ausfühlich geschilderte Reklamation: "... haben Sie die Stöcke auch wirklich richtig fest gedreht? Andernfalls bieten Sie keinen Halt. Wir haben bisher mehrere Hundert dieser Stöcke verkauft und es gab bisher keine Reklamation."
    Eine wirklich produktive Antwort. Festdrehen zu Arretieren ... so stand es ja auch in der winzigen Gebrauchsanleitung. Und von den vielen hundert anderen Stöcken, wäre ich ja durchaus schon mit 4 funktionsfähigen zufrieden gewesen.
    Zweite Rekation des Händlers: "Diese Stöcker sind TÜV geprüft und eventuell für Ihre extremen KRÄFTE die Sie ja eindeutig geschildert haben nicht geeignet sind..."
    Ja, was denn nun? Soll ich die Stöcke, der Händler vorher nicht ausgepackt in Händen hielt, nun fest anziehen oder nicht? Ungeprüfte Ware herauszusenden und nur aufgrund eines TÜV-Siegels, den Anschein erwecken zu wollen, JEDER Stock sei einzeln vom TÜV geprüft worden und der Kunde sei zu blöd ihn zu bedienen, ist schon sehr dreist. Denn eine kurze Gebrauchsanleitung lesen kann ich und ein inkompetenter Grobmotoriker bin ich nachweislich auch nicht. Aber egal was ich tat, es war nach Ermessen dieses Händlers grundsätzlich falsch. Ein Produkt mag ja mangelhaft sein, für alle, die als Kunde nicht von einem Dienstleister ungeprüft auch noch als Ursache für diesen Mangel verantwortlich gemacht werden möchten, kann ich nur empfehlen: Augen auf bei Ebay, schaut hin, bei wem ihr kauft! Wer kein dickes Fell besitz, fährt mit dem sehr freundlichen Ebayer Sport-Otto klar besser, da ist der Kunde König, statt Trottel.
    Fazit: Der Gesamtnote 1 minus (bestehend aus gutem Produkt, sehr gutem Preis-Leistungsverhältis und hervorragender Kaufabwicklung) für die Abbex-Stöcke von Sport-Otto steht eine armseelige 5 für das andere Produkt von dem erwähnten Dienstleister gegenüber (schlechtes Produkt und ganz mieserabler Kundendienst).

    Laufpäpste und Laufgurs aufgepasst - die Laufbibel ist erschienen
    Cover
    Cover der Laufbibel