Projekte und Förderung
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Innovationsprojekt 2008: Light-Biathlon - einfach, erschwinglich, hochpräsise
Sponsoringprojekt 2007/2008: Cross-Training der Prof-Triathletin Meike Krebs mit Skikes
Schulprojekt 2007: Skiken
Projekt Formzuspitzung auf einen Halb-Wasa Cross-Skating Lauf 2007
Projekt Crosstraining 2006-2007
Schulprojekt 2006: Laufen und Laufspiele
Projekt Schwimmen zu Hause
Projekt Moderner Biathlon
Trainingsexperiment 2005: Kann "altes Eisen" schnell schwimmen?
Triathlon-Headcoaching für einen Ex-Radprofi 2004
Projekt Biathlon für Jedermann 2005
Projekt visuell-akustische Stilanalyse beim Schwimmen 2005-2006 - Beleg der statisch-dynamischen Methode
Marathon-Coaching 2004
Triathlon-Coach CD-ROM für alle!
Physiologische Studie: Praxisgerechte Lactatmessung 2004-2006
Biomechanische Studie Laufergonomie 2004
Förderprojekt Sportjugend 2003-2004
Dauer-Förderprojekt Volkssport
Schulprojekt Triathlon 2002
Biomechanische Studie Berglauf 2001
Be trendy - be crazy - make cash! Fitness-Abzocke 2000
Langzeit-Ironmanvorbereitung 1998-2000
1994-1996: Alternative zum Skilanglaufen - "Bastelstudie" zu einem neuen Sportgerät

Innovationsprojekt 2008: Light-Biathlon - einfach, erschwinglich, hochpräsise

Manche nennen es schlicht Licht-Biathlon, andere Skikeathlon, Skateathlon oder Moderner Biathlon. Da es immer noch keine Lichschieß-Systeme für den Modernen Biathlon gibt, die flexibel genug für die gestellten Anforderungen sind, ist Erfindungsgeist gefragt. Der Moderen Biathlon kann bereits mit den erhältlichen Lichtwaffen stattfinden, doch mehr Optionen und ein erschwinglicher Preis wären der Verbreitung dieser faszinierenden Sportart zuträglich. Gleich mehrere Personen in Deutschland befassen sich derzeit damit, weitere kreative Köpfe sind willkommen.

Sponsoringprojekt 2007/2008: Cross-Training der Prof-Triathletin Meike Krebs mit Skikes

Profi-Triathletin und 5. beim Ironamn Germany 2007 Meike Krebs wird ab November 2007 ihr Trainig mit Cross-Skating auf Skikes ergänzen. Sie erhofft sich durch das Skiken einen ergänzenden und langfristig Leistungsteigernden Effekt für ihr umfangreiches Tritahlontraining. Damit ist sie dem Ironman Sieger Timo Bracht um einige Monate voraus, denn er hat das Training auf Skikes erst 2008 für sich entdeckt. Wir berichten hier von den Trainingserfahrungen.

Schulprojekt 2007: Skiken

Vom 2. bis 5. Juli 2007 unterstützt X-Skating, die Rüsselsheimer Immanuel-Kant-Schule während der Projektwoche bei ihrem Skike-Projekt. Während Frank Röder die jungen Skiker anleitete, boten abwechselnd die betreuenden Lehrer Andreas Esper und Herbert Woizik dem nicht-skikenden Rest der Gruppe zeitgleich ein aktionsgeladenes Bouncing-Ball-Spiel an. Insgesamt konnten bei dem Projekt 160 Schülerinnen und Schülern die Sportart Skiken vorgestelt werden.
Am Montag sollte es bei regnerischem Wetter los gehen. Durch mäßigen Regen verzögerte sich der Beginn, aber schon während der ersten Wockenlücke gingen wir mit neun Paar Skikes auf die Tartanbahn zum Üben. Manche der Schüler der 7. und 8. Jahrgangsstufe hatten Inlineskating- oder Rollhockey Bewegungserfahrungen, die dem Skiken ähneln, und kamen dadurch erstaunlich schnell mit den Skikes klar. Andere standen einige Minuten später schon sicherer auf den Skikes. Die Tartanbahn war anfangs noch sehr rutschig, was den Einstieg in die neue Sportart nicht gerade leichter machte. Dafür fielen die Schüler aber auch ziemlich weich, was aber selten vorkam. Für die kurze Übungzeit, von rund knapp 30 Minuten pro Schüler, schlugen sich aber alle recht gut.

Skikes haben auch bei Regen sichere Fahreigenschaften
Hervorragend durchgehalten haben die Teilnehmer, trotz teilweise stömendem Regen.

Dann am Dienstag war das Wetter zunächst etwas trockener, wurde aber gegen Mittag so regnerisch, dass die letzten Schüler leider nicht mehr skien konnten. Vorher konnten sich zwei Jounalisten vom Rüsselsheimer Echo noch ein Bild von der Projektarbeit machen. An diesem Tag änderten sich die Bedingung von perfekt-trocken bis nass-rutschig. Es gab jedoch keine ernsthaften Stürze und einige Schüler zogen voller Motivation gleich drei oder vier Runden mit den Skikes. Anstrengend war es auch für die supersportlichen unter den jungen Skike-Testern denn die Tartanbahn rollte erwartungsgemäß sehr schwer, aber trotzdem recht angenehm.
Der Mittwoch bot mit überwiegend strahlender Sonne hervorragendes Skike-Wetter. Leider musste die Gruppe vorübergehend als Spaßbremse die Anordnung ertragen, dass auf der Tartranbahen keine spitzen Stockspitzen erlaubt seien. Dies war eigentlich im Vorfeld geregelt worden, aber es konnten wenigstens noch die Stöcke mit stumpfen Spitzen verwendet werden. Kurios war, dass sich hier jemand über die Spitzen der Stöcke beschwerte und diese zuvor noch nicht einmal in Augenschein genommen hatte. Während die einen versuchen Unterrichtsgarantien zu geben, bremsen andere (vom Schreibtisch aus?) Schulprojekte aus. Das erscheint kontraproduktiv.
Glück für die Presseleute von der "Rhein-Main-Presse", dass wir auf den Fotos für ihren Bericht am Vortag noch alle mit Stöcken fotografiert werden konnten.


Links: Andreas Esper hilft beim Einstellen. Mitte & rechts: Junge Talente - schon nach wenigen Minuten schnell und sicher auf Skikes unterwegs.

Am letzten Tag, dem Donnterstag, kamen die restlichen der 160 Schüler an die Reihe mit Skiken. Diesmal hielt das Wetter und fast durchgehend schien die Sonne. Es zeigte sich wieder einmal, dass nicht immer die aktivsten (zappligsten?) Schüler, sondern oft die vorsichtigen und geduldigeren Schüler die größten Lernfortschritte machten. Auch waren sich am Ende fast alle einig, das Konzentration und nicht Sportlichkeit der wichtigste Faktor bei schnellen Erlernen des Skikens ist. Insgesamt war das Prokjekt eine interessante und angenehme Erfahrung für alle Beteiligten.


Links & rechts: Sportliche Dynamik lässt sich durch nichts aufhalten. Mitte: Auch der betreuende Lehrer Harald Woitzik
kam schnell mit den Skikes zurecht und unterwies sofort die Schüler/innen bei ihren ersten Schritten auf Skikes.

Eindrücke und Meinungen: "Boah, anstrengend"*; "Ist ganz anders als beim Inlinern, aber macht Spaß"; "Mit Stöcken ist's schwieriger, aber besser"; "Man kann nicht so gut Tricks machen, wie mit Inlinern"; "Die will ich haben, wo gibt's die?"; "Bin vorhin voll auf die Tarzanbahn geknallt, hat gar nicht weh getan"; "Ich war letzten Winter skilanglaufen, aber das ist viel besser, weil man damit zur Schule fahren kann"; "Schwer rollen die*, aber das ist cool mit den Stöcken" - kein Wunder es sind ja auch Skikes!
* Zum schweren Rollen muss man ergänzen, dass der Kraftaufwand auf Tartanbelag rund 20 % höher ist als auf hartem Untergrund.

Projekt Formzuspitzung auf einen Halb-Wasa Cross-Skating Lauf 2007

Sich in nur 5 Wochen auf einen 45 km Cross-Wettkampf auf Skikes vorzubereitem klingt verwegen bis unvernünftig. Durch die extrem kurze Regenerationszeit nach dem Skike-Training, hatte ich aber keine besonderen Bedenken rechtzeitig für diesen Cross-Skating-Wettkampf fit zu werden. Das Training und der Bericht darüber stehen hier. Mein Ziel, den Halb-Wasa unter 3:30 Stunden zu bewältigen, habe ich mit 3:24:30 Stunden (= 13,2 km/h) jedenfalls erreichen können. Langfristig wird jetzt die 3-Stundenmarke mein Ziel sein.

Projekt Crosstraining 2006-2007
Bereits im Herbst 2005 startete ich das Projekt Bikepower zur nachweisbaren Leistungssteigerung auf dem Radergometer. Prüfstein war ein simuliertes 20 km-Einzelzeitfahren. Nach sechs Wochen Training konnte über diese Distanz ein geringer Leistungsanstieg von gut 1 % nachwiesen werden. 236 Watt Leistung konnte ich bei diesem Test über 30:50 Minuten treten, was einen Schnitt von 38,9 km /h entsprach. Aus Zeitmangel musste das Projekt danach vorübergehend auf Eis gelegt werden.
Bis zum 16. September 2006: Aus Gründen der Abwechslung, der Schulung neuer Fertigkeiten und zur Motivation, habe ich fünf Wochen vor diesem Datum mit regelmäßigem Skike-Training begonnen. Subjektiv fühlte ich mich schon nach den ersten Trainingseinheiten leistungsfähiger. Nach vier Wochen registrierte ich eine Verringerung meines Körperfettgehalts um 2,3 % auf 8,6 % - ein Wert, den ich seit 12 Jahren nicht mehr erreicht hatte. Der Zeitaufwand war dabei nicht groß, ich verbrachte etwa 5 bis 6 Stunden pro Woche auf Skikes, allerdings bei teilweise recht hohen Dauerpulswerten, aber anschließender spürbar sehr schneller Regeneration. Radtraining führte ich in der ersten dieser fünf Wochen zweimal durch und am 15. September noch einmal über gerade einmal 30 Minuten. In der Summe war ich in dieser Zeit nur rund drei Stunden auf dem Rad unterwegs, sportwissenschaftlich betrachtet also "völlig heraus" aus dem Radtraining". Am 15. September stellte ich jedoch bei einem kurzen Tempoabschnitt auf dem Radergometer fest, dass meine Leistungsfähigkeit subjektiv um rund 15 Watt angestiegen sein musste. Tags darauf beschloss ich sehr spontan die Probe zu machen und tat dies unter folgenden Bedingungen, die alle gegen eine messbare Leistungsteigerung sprachen:
Hohe Spitzen- und Dauerbelastbarkeit bei gleichzeitig sehr schneller Regeneration erklären wahrscheinlich den Erfolg durch Skike-Training
1.) Ich hatte 30 Minuten zuvor sehr viel gegessen und noch einen spürbar vollen Magen.
2.) Die Umgebungstemperatur war mit 21°C Celsius um 9° wärmer als bei meinem letzen Test und nicht gerade ideal.
3.) Ein systematisch aufgebautes Radtraining fehlte, wie schon erwähnt, völlig.
4.) Ich bin seit dem letzten Test 9 Monate älter geworden, was naturgemäß einen Leistungsrückgang von 0,8 bis 0,9 % zur Folge hat.

Doch Wunder gibt es immer wieder!? Das Resultat des Tests war dann eindeutig, sehr beeindruckend und regte mich sehr zum Nachdenken an:
20 km in 29:48 Minuten, waren eine gute Minute schneller als im Dezember und ein Schnitt von 40,25 km /h. Die Durchschnittsleistung war 258 Watt (= 22 Watt mehr) und ich fühlte mich beim Test besser als 9 Monate zuvor.

Es errechnet sich nach 5 Wochen Training ein Leistungsanstieg von 9,3 % !

Bei längeren Belastungen dürfte die Leistungserhöhung noch deutlicher ausfallen. Dies mit nicht sporartspezifischem Training zu erreicht zu haben, kann man fast als kleine Sensation bezeichnen. Skiken könnte man daher als legales, gesundes und realtiv günstiges Mittel zur Leistungtsteigerung bezeichnen. Überhaupt scheint die Tatsache, dass Crosstraining in einer anderen Sportart wirksamer als sportartspezifisches Training sein kann, eine überraschende Feststellung zu sein. Weniger überraschend dürfte dieses Phänomen bei Sportlern sein, die schon viele Jahre in einer Sportart aktiv sind und dadurch in gewisser Weise einseitig geworden sind. Skiken schient in der Lage zu sein, vorhandene Potenziale sogar noch bei besser trainierten Sportlern zu mobilisieren. Dies sind teils messbare Resultate, teils naheliegende Hypothesen, aber eins steht mit Sicherheit fest: Das Projekt Crosstraining auf Skikes wird zum Dauerprojekt werden.

Fortsetzung am 24. September 2006: Beim Race For The Cure in Frankfurt konnte ich zu meiner Überraschung eine 20:30 über die Distanz von 5,3 km laufen. Auf 5000 m heruntergerechnet entspricht dies einer 19:20. Das hatte ich nicht erwartet, da ich in den 6 Wochen zuvor nur zweimal Lauftraining absolviert habe (50 und 45 Minuten). Auch die Bedingungen am Start waren ziemlich unvorteilhaft für gute Zeiten. Außerdem machten drei Anstiege an Brücken auf dieser realitv kurzen Strecke das Höhenprofil schon etwas anspruchsvoller. Erst nach rund 2 Minuten des Drängelns, Gehens und Abstoppens konnte ich überwiegend mein Tempo laufen (spontan ausweichend auf Gehwege). Trotzdem ging es mir unterwegs gut und auch die Tempowechsel und Anstiege verkraftete ich besser als meine Mitläufer. Am Ende erreichte ich als achter oder neunter Läufer das Ziel, sogar wieder mit Blickkontakt zur Feldspitze, die nur rund 150 m entfernt war. Meine Widerstandfähigkeit gegen Belastungen aller Art muss durch das Skiken deutlich angestiegen sein. Subjektiv geschätzt hätte ich das Tempo bei konstanter Einteilung über rund 10 km durchhalten können. Also schient Skiken auch für Läufer ein Geheimtipp zur Leistungssteigerung zu sein. Probiert es aus, ich bin auf eure Erfahrungen gespannt.

Die ultimative Formzuspitzung bis zum längsten Tag des Jahres 2007: Zwar wurde unsere astronomische Bildung, seit der Ironman Germany in Franfurt lokalisiert ist, arg auf die Probe gestellt, aber der längste Tag ist immer noch der 21. Juni. Und das Jahr für Jahr. Genau an diesem Tag soll wegen seiner sprichwörtlichen Dauer auf einer Cross-Skating Distanz von 45 km getestet werden, wo ich nach regelmäßigem Skike-Training hingelangt bin. Ein interessanter Meilenstein auf dem Weg dorthin ist 18 Tage vorher die Teilnahme an einem Mitteldistanz-Triathlon, für den der Trainingsschwerpunkt aus 40 % Skike-Training bestehen soll.

Zwischenstand 16. März - 180 km Simulation auf dem i-magic Trainer, original Hawaii-Triathlonstrecke in 5:03 h (35,6 km/h, 214 Watt, Puls 144). Mein Kommentar dazu: Nie wieder, es war zu nicht wirklich anstrengend, aber total langweilig.

Änderung des Projektzieles: Durch Zeitmangel und Erkrankungen war es nicht möglich planmäßig zu trainieren. Das Ziel lautet nun ab 18. Mai: In 5 Wochen optimal zum Halb-Wasa. Jetzt ist ein straffer Trainingsplan obligatorisch! Sofern die Streckenbedingungen an diesem Tag kalkulierbar sind ist das Ziel, die 45 km Cross-Strecke unter 3:30 Stunden zu bewältigen.

Schulprojekt 2006: Laufen und Laufspiele - alles zu Fuß

Das Projekt Laufen und Laufspiele fand im Rahmen der Projektwoche 2006 vom 5. bis 13. Juli statt. Die Teilnehmer waren Schüler der 5. bis 7. Jahrgangsstufen.

  1. Der Veranstalter des Projektes war die Alexander-von-Humboldt-Schule in Rüsselsheim.
    Der Betreuer des Projektes war der freiberufliche Sportlehrer und Berufstrainer Frank Röder.


  2. Inhalte des Projektes waren u.a. Laufen in verschiedenen Geschwindigkeiten, Erlernen von Tempogefühl auf verschiedenen Laufdistanzen, Spielvarianten bei der die Fortbewegung zu Fuß eine große Rolle spielt, eine außergewöhnliche Ausdauerleistung in Form einer längeren Wanderung, Bedeutung des Laufens in anderen Sportarten.



  3. Teilnehmerfoto
    (Vorne linke und vorne rechts: Robin Sperjak und Mathis Fett, die beiden aktivsten Teilnehmer)
  4. Ablauf des Projektes
    Mittwoch: Wanderung zum Frisbee-Golfplatz im Rüsselsheimer Ostpark. Üben eines geraden und weiten Wurfs mit der Frisbee. Mehrere 3-Körbe-Spiele. Danach ein 6-Körbe-Spiel auf Zeit.
    Donnerstag: Wanderung zum Rodelberg im Rüsselsheimer Ostpark. Durchführung folgender Übungen für das Tempogefühl. Laufen eine langen Strecke (ca. 1,5 km) in langsamem Tempo, Laufen einer mittellangen Strecke (ca. 450 m) in zügigem Tempo und Laufen einer kurzen Strecke (ca. 90 m) in Maximaltempo.
    Danach kam ein kleiner Wettbewerb - eine Crosslauf-Staffel über 8 x ca. 500 m in schwierigem Gelände (Rodelberg), es starteten vier Zweier-Teams, so dass jeder Teilnehmer insgesamt 2000 m laufen musste. Bestes Team: Robin Sperjak und Mathis Fett.
    Freitag: Power-Fußball und Power-Basketball (Seitenwechsel nach jedem Tor).
    Montag: Hindernislauf (Spielplatz und Rodelberg im Ostpark). Bester Teilnehmer: Mathis Fett.
    Dienstag: Langstrecken-Wanderung zum Frankfurter Flughafen - 19 km bei 30°C! Beim sportlichen Höhepunkt des Projektes war Ausdauer und innere Härte gefordert. Zunächst aber musste auf den ersten Metern das Tempo der Gruppe eingestellt werden, damit wir in der geplanten Zeit auch ankommen konnten. Außerdem war es notwendig, störende Schüler für diesen Tag aus der Gruppe auszuschließen. Radfahrer anzupöbeln oder Plastikflaschen in den Wald zu werfen kann keinesfalls toleriert werden, sonst wären wir bald ein Volk von randalierenden Hooligans! Der Rest der Gruppe hielt aber gut durch gegen Hitze, Insekten, Durst, Saub, Hunger, Müdigkiet, Schmerzen und eine betagte Nordic-Walking-Gruppe, die wir letztenendes doch noch abhängen konnten. Wir benötigten 4 Stunden und 15 Minuten für die Strecke, einschließlich etwa 30 Minuten für Pausen und für die erwähnten Rausschmisse. Für die erfolgreiche Teilnahme an der Wanderung gab es für die Schüler eine Extra-Urkunde.
    Mittwoch: Lauf-Biathlon-Variante mit Basketball und Laufen (4 mal Laufen, dazwischen 3 mal 3 Korbwürfe). Abstimmung über den letzen Projekttag.
    Donnerstag: Partner-Staffellauf (gegenläufig auf einem Rundkurs). Wiederholung der beliebtesten Projektthemen: Basketball-Biathlon (bester Teilnehmer: Mathis Fett) und Crosslauf-Staffel. Nachmittags Projektpräsentation.

  5. Power-Basketball
    19-km-Wanderung
    Basketball-Biathlon
  6. Beobachtungen und Resonanz
    Gegenüber vielen zeitgleichen und meist auch kreativeren Projekten an der Schule, hatte dieses Projekt vielleicht schon im Vorfeld den Ruf eine Art Strafbatallion für gewisse Schüler zu werden. Dem war aber nicht so, oder zumindest überwiegend nicht. Die wenigen unfreiwilligen Teilnehmer (manche andere Projekte waren schon belegt) kamen dann aber jeden Morgen recht zuverlässig zum Projektbeginn. Andere waren begeistert und selbst ein wenig überrascht, wie viel Spaß die eigene Leistung machen kann. Wieder andere dachten vielleicht, dass dieses Projekt - mangels schriftlicher oder handwerklicher Nachweise der eigenen Produktivität - ein Projekt zum Ausruhen sei. Dem war natürlich nicht so und Beschwerden, dass es anstrengend sei, wurden mit einem Hinweis auf den Projekttitel beantwortet. Die Laufleistung einiger jüngerer Schüler (Robin Sperjak und Mathis Fett immer und Shahid Baqai immerhin an den meisten Tagen) war beeindruckend und beweist sportliches Talent und Motivation. Bei der Langstreckenwanderung zeigten dann die älteren Jahrgänge Durchhaltevermögen. Allerdings waren sie durch ihre überwiegende Passivität der vorherigen Tage auch gut ausgeruht.
    Leider wurde die Gruppe oft durch Verspätungen von einzelnen Teilnehmern aufgehalten. Wir hätten deutich schneller vorankommen können. Auch ständig widerholtes Fragen längst beantworteter Fragen brachte nicht gerade Tempo ins Projekt. Zum Glück gab es ein paar Motivierte, die das Projekt vorantrieben und mit guten Ideen unterstützen.
    Von insgesamt 15 angemeldeten Schülern, konnte zwei eine gute und zwei weiteren eine sehr gute Beteiligung bescheinigt werden.
    Man könnte das Projekt so zusammenfassen, dass man allein zu Fuß schon recht viel sportliches unternehmen kann und viele Schüler sich auch für solche einfachen, aber harten Herausforderungen begeistern können.


Projekt Schwimmen zu Hause

Für dieses Projekt benötige ich die Unterstützung einiger Besitzer von Klein(st)-Pools . Das Ziel soll eine Simulation des Schwimmens zu Hause sein, ähnlich wie Laufen auf dem Laufband. Der Schwimmer wird mit einem Beckengurt in seiner Schwimmposition gehalten. Selbstverständlich kann das Wassergefühl dem wirklichen Schwimmen nicht ganz entsprechen, da die Strömungsverhältnisse völlig anders sind. Der dynamische Auftrieb (der ja erst durch das Vorwärtsschwimmen entsteht) muss teilweise ersetzt werden durch die richtige Wahl des Zugwinkels des Haltegurtes. Je flacher der Zugwinkel desto geringer der Zug nach oben (Pseudoauftrieb). Das herauszufinden und auch ein Praxistest der vorgeschlagenen Pool-Bauformen ist die Aufgabe dieses Projektes. Ich bin schon gespannt auf eure Erfahrungen.
Rundbecken, Tiefe mind. 75 cm, Durchmesser mind. 300 cmRechteckbecken, Tiefe mind. 150 cm, Länge mind. 300 cm
Die roten Teile auf den Bildern sind optionale Teile die der Verringerung von Wirbeln dienen sollen.



Projekt Moderner Biathlon
Weiterentwicklung des Leicht-Biathlon-Projektes von 2005


   Moderner Biathlon unterscheidet sich vom klassichen Biathlon durch Schießen mit Lichtwaffen und die Fortbewegung auf Nordic-Cross-Skates. Die Entstehung des Modernen Biathlon als Projekt zu bezeichnen wäre vielleicht sogar etwas untertrieben, denn diese Sportart wird mit Sicherheit über den Zeitrahmen eines Projektes fortbestehen. Die Sache ist ab jetzt (Januar 2006) sozusagen schon professionell (mehr im Sinne von praxisreif) ohne dabei teuer oder elitär zu werden. Alle Gegebenheiten für eine von Anfang an "erwachsene" Sportart bestehen schon jetzt. Es fehlen nur noch die Aktiven. Das Projekt beschäftigt sich also vor allem mit dem Sammeln von Erfahrungen verschiedener experimentierfreudiger Sportler mit dem Modernen Biathlon. Mehr erfahrt ihr hier.

Trainingsexperiment 2005: Kann "altes Eisen" schnell schwimmen?
Blitz-Formzuspitzung im Selbstversuch


Fragen quälen seit Monaten mein Sportlergewissen...
- Ist es mir möglich wieder meine alten Schwimmleistungen zu erreichen?
- Welchen Zweck hat es beispielsweise meiner 12 Jahre alten 55:15-Bestzeit über 3,8 km Open-Water nachzujagen?
- Ist das mit 39 Jahren überhaupt noch möglich?
- Doch wann, wenn nicht jetzt?
Mit 20 Jahren starten Wettkampf-Schwimmer schon in den Altersklassen, sie zählen dann schon fast zum alten Eisen. Mein Schwimm-Training war vor 10 bis 15 Jahren nicht gerade schlecht, es war sehr effektiv und hat passable Bestzeiten gebracht, aber man kann alles verbessern. Und das sehe ich als meinen ersten Ansatzpunkt. Noch effektiver trainieren und meine technische Stärke nutzen, das wären schon zwei Punkte! Das dürfte hinhauen, wenn auch knapp. Während das Alter vielleicht eine Minute auf 3,8 km ausmacht, sollte ich stilistisch um zwei Minuten schneller geworden sein - theoretisch und nur bei gleicher Leistungsform. Ich kalkuliere gern haarschaft und die besondere Herausforderung besteht nun darin in nur rund 6 Wochen diese Form zu erreichen (von heute, 19. April, bis zum Test am 6. Juni). In nur 47 Tagen? Unmöglich! Ich sehe meine Chance bei 25 %. Doch falls der Versuch auch nur knapp schiefgehen sollte, werde ich meine Chance durch einen 4 Wochen späteren Leistungstest auf rund 40 bis 50% verschieben. 75 Tage sind immerhin fair realistisch, 47 Tage knallhart und sehr spekulativ. Die Herausforderung gilt und zwar mit folgenden Zielen:
• Primär: neue Bestzeit (unter 55:15 Minuten auf 3,8 km Freiwasser mit Neo)
• Sekundär: unter 55:00 schwimmen
• Tertiär: so weit wie möglich unter 55 schwimmen

Klare Antwort nach Ende des Projektes: Ja! "Altes Eisen" kann schnell schwimmen. Die neue Bestzeit ist 52:03.

Der aktuelle Trainingsbericht steht hier.

Projektbericht
Daraus soll einer schlau werden: mit 22 Jahren lag meine Bestzeit über 3,8 km Kraul noch knapp über 90 Minuten. Jetzt mit 39 Jahren schwamm ich die klassische Distanz in 52:03. Trainiert habe ich damals bereits schon regelmäßig, Marathon laufen konnte ich sogar noch schneller als derzeit. Doch mir dämmert, woran es liegen könnte, ich kann sogar genau beschreiben was ich getan habe um dieses Tempo zu realisieren. Aber ich hätte es nie für möglich gehalten, dass die Auswirkungen dieses Ausmaß erreichen können - immerhin bin ich 73 % schneller als damals! Das zeigt einerseits, dass ich nicht als begnadeter Schwimmer geboren wurde, aber andererseits auch, dass 17 Jahre systematisches Training Früchte tragen können. Erfreulich auch: mit 39 Jahren zählt man noch nicht zum "alten Eisen" beim Langstreckenschwimmen und meine viel zu kurze und unvollständige Vorbereitung ist methodisch noch sehr verbesserungsbedürftig.
Die Methode
Warum passiert ist, was nicht pasieren konnte...
Zweifler mögen anführen, dass die Schwimmstrecke zu kurz gewesen sei und ein subjektiver Teil von mir zweifelt auch jetzt noch daran. Doch die Strecke wurde doppelt vermessen und zwar mit identischem Ergebnis. Zudem ergab sich durch die ungünstigen Bedingungen am 5. Juni trigonometrisch eine Mindeststrecke von 3820 Metern (größte Wahrscheinlichheit 3825 bis 3830 Meter).
Zunächst muss ich sagen, dass ich keinem das Training, so wie ich es durchgefürt habe empfehlen würde. Für Menschen, die mich danach nicht hassen sollen, ist diese Methode zu "kompakt" in vielerlei Hinsicht. Wichtig war es aber diese "abgemagerten" Trainingseinheiten ohne jeden Schnickschnack auf ihre Auswirkung untersuchen zu können. Nur so können Ursache und Wirkung halbwegs klar zugeordnet werden. Aber nur eine weitere entfallene Trainingseinheit hätte diese wacklige Konstruktion vielleicht schon zum Einsturz gebracht, die Anzahl der Trainingseinheiten war wirklich extrem gering. Nun, es hat aber hingehauen. Wichtig waren mir neben der akuraten Durchführung des Techniktrainings auch die Milestones, die Schlüsseltrainingseinheiten und die grundsätzlich sehr hohe Belastung im Hauptteil des Trainings.
Eine Konsequenz, auch für meine Schwimm-Kunden, wird lauten: Wer schnell schwimmen möchte, muss "Gleiten" unbedingt vergessen und sogar das Streben nach niedrigen Zugfrequnzen hat seine Grenzen. Wer Zugeffizienz bereits gelernt hat muss zum wirklich schnellen Schwimmen eine höhere Zugfrequenz (wieder-)erlernen. Mehr sage ich an dieser Stelle dazu nicht, denn wer wirklich aufgeschlossen und interessiert ist, dem widerlege ich die - sorry - bescheuerte Gleiten-Gleiten-Gleiten-Propagangda gern in einer Schwimmstunde.
Kälte, Wellen und Milchsäure
Platzen unmöglich - Mentaltrainer überflüssig
Ich fürchtete am Anfang des Trainingsprojektes, dass meine selbst gesetzten Milestones kaum zu schaffen sein würden. Und auch zwei befragte Fachleute gaben mir eine Chance von 5 bzw. unter 1 %, dass mein Projekt erfolgreich sein würde. Vor den wesentlichen Schlüssel-Trainingseinheiten hatte ich größere Angst als vor meinen schwierigsten Wettkämpfen. Und das nicht ohne Grund. Nach Einheiten wie "50 Quadratmeter" oder "10 x 400 m - Start alle 6 Mintuten" war ich mental so ausgebrannt, dass ich stundenlang Konzentrationsschwierigkeiten hatte. Erstaunlicherweise übertraf ich meine Milestones in jedem Fall recht eindeutig und sogar im "normalen" Training erfüllte ich dann meine eigenen Vorgaben zu 99 bis 102 %. Rein rechnerisch stimmte alles, nur verstand ich nicht, wie ich mit einer dermaßen knappen Trainingsgrundlage dieses Training "überleben" konnte. Das Training bestand fast zur Hälfte aus Techniktraining (Neopren-Kraulstil nach der statisch-dynamischen Methode) und im Hauptteil immer aus einem wirklich immer knallharten Schwellentraining. Meine Milchsäuretoleranz und anaeroben Kapazitäten im Schwimmen erhöhten sich auf Werte, die ich nie zuvor erreicht hatte. Um diese Kapazitäten einzuschätzen hatte ich aber überhaupt keine Erfahrung. Scheinbar widersprüchlich ist, dass die regelmäßig hohen Milchsäurewerte keine Auswirkung auf die schwimmspezifische Ausdauer hatten. Im Gegenteil, das Gefühl beim Schwimmen war bald wie Vollgasgeben beim Auto: solage ich voll auf's Padal trat, konnte ich fast beliebig lange mein (beinahe) Höchsttempo halten. Auf einer langen Distanz Vollgas zu geben, war aber nach meiner bisherigen Erfahrung ein grober Fehler, doch die Trainingserfahrung der Wochen zuvor zeigte, dass es durchzuhalten war. Das größte Problem war noch, dass der Kopf zu sehr bremste (die Erfahrung eben). Ich musste mich konzentrieren um diese erlernte Hemmschwelle auszuschalten. Als ich dann aber erst einmal voll im "Flow" der Bewegung war, wurde es für mich erstaunlich leicht an der Bewegung festzuhalten und trotz höchster Belastung keinerlei körperliche Ermüdungserscheinungen oder Schmerzen zu spüren. Diese Erfahrung war beim Schwimmen für mich neu und überaus positiv. Ich werde dies jedoch auf keinen Fall auf das Radfahren oder das Laufen übertragen, da ich gefährlich leicht auf Psychodoping anspreche und seit 27 Jahren mit verschiedensten Konzentrations-, Entspannungs- und Meditationsmethoden erfolgreich experimentiere. Mental mobilisieren konnte ich nach meiner Schätzung so weitere 3 % an Tempo. "Reine Kopfsache", wie oft so banal gesagt wird. Aber Vorsicht, wer sich so dicht an der Grenze bewegt, hat weniger autonome Reserven und daran habe ich mit Sicherheit am 5. Juni deutlich gekratzt.
Die Empfindung der Belastung spricht dafür: Während ich schon bei den Schlüsseltrainingseinheiten gespürt habe, dass nach dem ersten Viertel des Hautteils fast nichts mehr ging, ging es nach einem Dritel immerhin gerade noch so und die zweite Hälte war dann oft völlig schmerzfrei, trotz gelegentlicher Endsteigerung. Beim 3,8 km-Wettkampf war diese Empfindung sogar noch ausgeprägter.
Der Wettkampf gegen die Uhr
Aus der zeitlichen Distanz betrachtet würde ich die Bedingungen an diesem Tag als haarsträubend bezeichnen. Schon morgens hatte ich durch meinen Heuschnupfen geschwollene Augen und Nasenschleimhäute sowie einen mittelstarken Asthmaanfall. Irgendwie regte sich in mir ein innerer Widerstand, der mir einreden wollte, dass unter diesen Bedingungen eine Bestzeit völlig unmöglich sei. Vor dem Start hatte ich noch mit Jens gesprochen der schon einmal 54 Minuten über 3,8 km geschwommen war, aber nicht wusste, ob er diese Form schon wieder erreicht hatte. Ich redete ihm noch gut zu, dass wir gemeinsam wahrscheinlich sogar unter 54 Minuten kämen, wenn wir gut zusammenarbeiten. Ich sollte also das Anfangstempo vorgeben und dann wollten wir uns in der Führung abwechseln. Und schon waren meine Zweifel verflogen. Tempomachen - kein Problem - das "Schallmauerphänomen" hielt mich ohnehin davon ab zu schnell zu beginnen (1:21-1:22er Tempo, mehr ging auch kurzfristig kaum). Wir schwammen zum Start im Wasser. Rund 500 m Einschwimmen waren vielleicht etwas zu knapp, aber wir wollten auch nicht unnötig Körperwärme verlieren.
Dann ging es los, und auch gleich gegen die Schallmauer. Schon nach 30 Metern die erste Boje, die ich erstaunlich schnell umrundete. Wo war Jens, hatte ich ihn verloren? Schon war er wieder dran. Das Wasser war aufgewühlt und trüb, aber seine Temperatur spürte ich nur, wenn ich gelegentlich Wasser schlucken musste, was für mich eher ungewöhnlich ist. Die Unruhe im Wasser durch die Brise aus Süd-Ost war enorm. Die Orientierung war schwerer als gedacht, da es sinnlos war einfach an der Leine entlang zu schwimmen, weil sie nicht so gerade wie sonst lag. Fernorientierung war daher gefragt, nicht leicht und noch weniger kräftesparend. Die zweite Wende, direkt danach kam der 380 m-Messpunkt den ich in 5:24 erreichen wollte. Ich hatte Angst, trotz subjektiv zu hohem Anfangstempo diese Zeit nicht zu erreichen. "Zu schnell!" rief ich zu Jens nachdem ich eine unglaubliche 5:09 abgelesen hatte und Jens in Führung ging. Ich kenne den Nutzen im Sog eines anderen zu schwimmen, aber bei diesen wellenbedingten Turbulenzen im Wasser, war von einem Sog gar nichts zu spüren. Ich wusste, der Sog musste irgendwo sein, doch mein Wassergefühl, bestätigte seine Anwesenheit an diesem Tag nicht. Er war da, das sagte mir mein Verstand, ich musste den Sog halten, sonst würde ich wertvolle Sekunden verlieren. Also stur den Füßen folgen, auch wenn meine nasse Umgebung sich so feindlich wie selten zu mir verhielt. Ich kehrte mich meinem Bewegungsempfinden zu, unabhängig von Kälte, Kraftaufwand und hoher Gesamtbelastung. Doch, tatsächlich der Augenblick war erträglich und das war wichtig, nicht rechnen, bewegen, den "Flow" finden die Bewegung halten, geistig festklammern nicht variieren, weder in der Frequenz, noch im Krafteinsatz. Gegenhalten gegen den Wasserwiderstand und die Wellen, jeden Gedanken an Ermüdung verdrängen. Den Moment erleben, leben, ja sogar genießen. Ich war jetzt mit der Führungsarbeit dran. Jetzt war der Unterschied spürbar, der Wasserwiderstand war vorne doch etwas größer als beim Hinterherschwimmen. Mir ging ständig durch den Kopf: Druck erhöhen und trotzdem den Flow suchen, nicht variiieren, die Frequenz hoch halten, den Stütz im Wasser maximieren, die Antriebsflächen optimal platzieren, voll durchziehen, die Arme schnell wieder nach vorn bringen, sofort das Wasser fassen, bloß nicht gleiten, wo bleibt die Erholungsphase, egal, die brauchen nur Weicheier, den Flow suchen...
Offenbar konnte ich das Tempo von Jens aufnehmen, sonst hätte er bald wieder überholt. Es machte immer mehr Spaß. Wieder Jens in Führung, wir überrunden die ersten Mitschwimmer nach rund 900 Metern, Jens schwimmt auf den Überholten auf, nichts passiert, er findet sofort wieder seinen Rhythmus. Jetzt wurde noch weitere Aufmerksamkeit für die Überrundeten gefordert, es wurde noch schwieriger. Jens schwimmt nach der Wende weit außen, er lässt mich vor. Schön, dass ich ihm auch helfen kann, variieren kann ich aber nicht. Wenn Jens jetzt platzen würde ziehe ich ihm weg, wenn er anzieht, schwimmt er mir einfach weg. Jens führt, dranbleiben! Die Wende nach gut 2000 m habe ich schlecht erwischt, zwei Mitstreiter waren dazwischen und mir fehlen gut drei Meter zu Jens Sog. Vollgas geben, jetzt oder nie - geplatz wird später! Geschafft nach 15, 20 Zügen bin ich wieder dran. Plötzlich ein Arm vor meinem Gesicht, einer schwimmt schräg zwischen Jens und mich. Ich bremse, weiche aus und muss mit einem Brustbeinschlag wieder beschleunigen. Wieder sind 3 bis 4 Meter zu Jens aufzuholen. Nochmal Vollgas! Ich komme näher, konzentriere mich auf eine maximale Beschleunigung zum Zugende, das ist Sprinttechnik, denke ich noch und plötzlich lange ich mit dem Arm auf einen Neoprenanzug. Das konnte Jens noch nicht sein, der hatte eigentlich auch Füße hintendran. Wo der weiterere kreuzende Schwimmer herkam, weiß ich nicht, jedenfalls war Jens danach mehr als 5 Meter weg, nur 5 Meter, doch ich überschlage, dass ich mindestens 100 Meter brauche um ihn zum dritten Mal einzuholen, fast 50 Meter bin ich schon gesprintet - völlig anearob. Da ich nicht wusste, was passiert, wenn ich beim Schwimmen kollabiere, beschloss ich diese Unmöglichkeit gar nicht erst zu versuchen. Jetzt nocmals 100 Meter zu sprinten, das wäre schiefgegangen. Ab jetzt also mein eigener Rhythmus - Quasi-Vollgas, also nicht mit unnötig viel Kraft auf's Bodenblech treten. Rund 2100 Meter sind wir zusammen gut geschwommen, 1100 Meter davon mit Jens in Führung, gut 800 m ich, der Rest war Wechselarbeit oder undefinierbar, weil man dem Vordermann nicht immer exakt folgen. Nächste Wende, Jens hat gut 10 Meter Vorsprung - hat er überrascht zurückgeschaut? Schwer zu sagen. Aber nur 10 Meter Rückstand, da habe ich mich noch gut gehalten. Bei jeder weiteren Wende würden noch 10 Meter dazu kommen. Noch 4 "Bahnen" also. Den Flow suchen. Es geht, es macht Spaß, unglaublich, was für ein Erlebnis! Nächste Wende, wenn ich hier wieder entlangschwimme wird das die "Zielgrade" sein, 340 Meter lang, ein Katzensprung. Vorletzte Wende, was? 42:40 - es wird eine 52er Zeit! Meine Atemkapazität reicht seit eingen Metern schon nicht mehr aus. Tiefe Atemtechnik bringt auch nichts mehr, beim Intervalltraining half das immer, aber hier fehlen die Pausen. Die Kraft ist noch da, wo stecke ich nur die viele Milchsäure hin? Ich muss auf Zweieratmung (ICH und Zweieratmung!?) umstellen, was bedeutet, dass ich schon sehr sehr weit im Anaeroben Bereich arbeite. Es geht aber. Der Flow hält (Wellen, Kälte, Wind - die Frisur sitzt...). Letzte Wende, Endspurt! Darf ich das, sonst kann ich 150 bis 200 Meter spurten, aber nicht wenn ich völlig anearob bin. Es kommt sowieso nichts mehr, keine Temposteigerung. Also jetzt erst recht - Vollgas, gegen die Schallmauer, wenn es schon nicht schneller geht, darf ich darunter aber auch keine Sekunde mehr verlieren. Mein Verstand ist nur noch Zuschauer bei diesem Geschehen, vernünftig ist das nicht, gesund vielleicht auch nicht und wie es scheint auch nicht möglich. Und doch geht es. Ich sehe Jens, der schon am Ziel wartet, aber keine Ziellinie, egal sie muss dort sein. Da ist sie, noch 10, 12 maximale Züge, jenseits der Schmerzschwelle, die ich nicht spüre. Die Line! Die Zeit? 52:03, ich glaube es kaum, drehe mich in Rückenlage. Mein eigener Sog holt mich ein und schiebt mich noch 5 Meter weiter. Auch Jens scheint sehr zufrieden zu sein 51:20 für ihn, eine Spitzenzeit. Jetzt spüre ich, dass meine Unterarme fast gelähmt sind vor Schmerzen. Die Unterame? Ja, und auch die Brustmuskulatur hat mehr als gewöhnlich abbekommen. Die Sekundärmuskulatur als Verlierer einer akurat und gnadenlos durchgezogegen Bewegungtechnik? Der Flow lässt Grüßen. Mein Latissimus schmerzt, wie erwartet, der Trizeps scheint allerdings wie neu. So hatte ich es mir beim Schwimmen noch nie gegeben, aber es war die Sache Wert!

Triathlon-Headcoaching für für einen Ex-Radprofi 2004

Viele für einen Ex-Radprofis können auch sehr gut laufen und schwimmen!
Beim Open-Water-Workshop im Waldsee Langen
erfolgte eine spezielle Vorbereitung auf das
Freiwasser-Schwimmen. Der 2004 betreute
Ex-Radprofi (weiße Badekappe) zeigte bereits
hier eine kokurrenzfähige Leistung im Wasser.
Der Wechsel eines national sehr bekannten Ex-Radprofis ins Triathletenlager wurde, was das sogenannte Headcoaching betrifft, von Personaltraining-Rhein-Main unterstützt - im Klartext bedeutet das, dass ich seine Gesamttrainingspläne konzipiert habe. Der Südhesse hat bereits beachtliche radsportliche Erfolge auf dem "Kerbholz": Sieg beim Rennen um den Henniger Turm, 2 Etappensiege bei der Tour "down under" in Australien, 9 mal Paris-Roubaix, 4 mal den "Giro", 6 mal die "Vuelta" und ein mal die Tour de France.
Die besondere Herausforderung besteht darin, trotz Leisungsverbesserungen in den beiden anderen Sportarten, seine hervorragende Radleistung zu erhalten. Beim Ironman Germany 2004 in Frankfurt am Main bewies er bereits, dass er auf dem richtigen Weg ist: Sein 11. Gesamtplatz in 8:56 h (bei diesem seinem Triathlondebüt!) spricht für sich.
Mit der dort erlangten Qualifikation hat der betreute Sportler beim Hawaii-Triathlon bewiesen welches Triathlonpotenzial in ihm steckt. Der 15. Gesamtplatz, in der für Hawaii phantastsichen Zeit von 9:19 h, hat auch Fachleute überrascht. Seine weitere Triathlonkarriere dürfte spannender werden als mancher Krimi...

Leicht-Biathlon - die leichte Biathlon-Variante für Jedermann



Projekt-Sponsor
Sponsorenhinweis
Die Faszination des klassischen Biathlons macht inzwischen vor kaum einer Bevölkerungsgruppe halt. Die biathlontypische Spannung und die ungewöhlichen Anforderungen an die Sportler machen diesen Sport einzigartig. Nicht jeder, der einmal diese besonderen Anforderungen am eigegen Leib erfahren möchte, kann aber Skifahren oder Kleinkalibergewehr schießen (oder hat die Möglichkeit dazu) - von den organisatorischen Schwierigkeiten, den technischen Anforderungen und den Kosten einmal abgesehen.
Personaltraining-Rhein-Main möchte im Jahr 2005 eine "volkstümliche" Variante des Biathlons entwickeln welche dem Teilnehmer durchaus ein Biathlongefühl vermittelt und gleichzeitig die bekannten Nachteile in Grenzen hält. Dazu bietet sich eine Kombination aus Laufen und Schießen mit einer Art "Spielzeugpistole" an. Völlig legal und waffenscheinfrei! Auch ein Sponsor konnte bereits für diese Sportart mit hohem Entwicklungspotenzial gewonnen werden. Mehr dazu?


Projekt visuell-akustische Stilkontrolle beim Schwimmen 2005-2006

Ein etwas aufwändigeres Projekt begann Anfang 2005. Ziel war es, herauszufinden, wie eine sich die Korrektur des Kraulschwimmstils (bei Freiwilligen) auf die Schwimmzeiten auswirkt. Dabei wurden teilweise Videoaufnahmen eingsetzt und Druckverteilungskurven ermittelt.
Initiale Motivatione für diese Messungen war vielleicht die simple Tatsache, dass vor allem schon lange bekannte Grundlagen in aufbereiteter Form zur Leistungsverbeserung herangezogen werden können. Wirklich Neues braucht man dabei nicht zu verkaufen. Und gerade seit Mitte der 90er Jahre wurde viel Unsinn über das Kraulschwimmen populär gemacht. Die "Revolution" scheint aber darin zu bestehen, sich an einfachen und bewährten Methoden zu orientieren statt mit plakativen Halbwahrheiten eine ganze Generation von Spotlern (und Trainern!) in die Irre zu führen. Erste Zwischenergebnisse lagen schnell vor. Eine Beleg für die Wirksamkeit der nicht neuen, aber neu definierten statisch-dynamischen Methode, war die Verbesserung meiner 12 Jahre alten und scheinbar nicht mehr erreichbarrn 3,8 km Kraulbestzeit im Juni 2005. Einge Wochen danach wurden mit Drucksensoren vergleichende Aufzeichnungen durchgeführt. Der Abgleich mit den Videoaufnahmen versprach erstaunliche Ergebnisse. Doch die endgültige Aufwertung und vor allem die grafische Darstellung verzögerte sich noch bis Janaur 2006. Das Ergebnis stellt die Vorteile der statisch-dynamischen Methode sehr klar dar.
Das Projekt sollte ja schon 2003 stattfinden um einen Beleg für die Wirksamkeit des statisch-dynamischen Kraulstils zu erhalten. Leider schien es kein geeignetes Messverfahren zu geben, dass eine zuverlässige Druckmessung an der Hand eines Kraulschwimmers ermöglicht. Durch Zufall erfuhr ich in einem Gespräch mit einer Meeresbiologin, dass Bewegungen großer Meeresbewohner, wie Walen, große Fehlmessungen bei Unterwassermikrofonen verursachen können. Genau dieser Effekt der Fehlmessungen war es, den ich eventuell für mein Projekt nutzten konnte. Nach kurzer Rücksprache erfuhr ich, dass man solche Mikrofone eigentlich nicht leihen kann, es sein denn, sie werden offiziell, zu Vergleichmessungen, Kalibrierunge oder ähnlichem genutzt. Diese "Vergleichsmessungen" waren leider ohne auswertbares Resultat - so ist die Wissenschaft. Die kurze Zeit, in der ich (unter berechtigt nervöser Aufsicht), die empfindlichen Geräte einsetzen konnte, nutzte ich effizient. Auf zwei kurzfristig angemieteten Schwimmbahnen beim Landessportbund, führte ich im Januar Messungen an mehreren Personen durch. Aber erst die Auswertung mit einem Tontechinker brachte die wirklichen Resultate. An dieser Stelle möchte ich mich besonders bei Rudi ("Soundmachine") und Martina (Hardware) und allen anderen Beteiligten bedanken. Immerhin waren, außer mir, elf Personen beteiligt, die alle sponan bereit waren, mir bei diesem Vorhaben zu helfen.

1 Zwischenergebnis Methodik:
Erste Analysenreihen bestätigen die Wirksamkeit folgender Vorgehensweise...
Problemerfassung und Analyse - komplexe Bewegungen fragmentieren - fragmentiertes Üben - verschmelzen der Fragmente zur komplexeren Bewegung - erneute Problemerfassung und Anaylse - Korrektur und erneutes Üben (nötigenfalls fragmentiert, tendenziell immer mehr die komplexe Bewegung anstreben) - usw.

2 Zwischenergebnis Stilelemente und Trainingsmethoden:
a) Die verbreitete Streckung des Arms beim Wasserfassen führt zu einem falschen Einsatz der Hebel. Eine angemessene Zugbeschleunigung wie auch der biomechanisch korrekte Armeinsatz werden sind durch Orientierung an dieser beliebten "Gleithaltung" erheblich erschwert.
b) Der neuerdings in Verruf geratene "S-Zug" ist, was die Zug-Effizienz betrifft, immer noch die erste Wahl! Durch richtigen Einsatz können im Fortgeschrittenen-, wie auch im Anfängerbereich Tempo, Ausdauer und Erholungsfähigkeit signifikat verbessert werden. In der Kontrollgruppe gab es keine Ausnahme.
c) Paddles bringen im Vergleich zu gezielten Stilübungen so gut wie keine Leistungssteigerung im Anfänger- und Fortgeschrittenenbereich. Die Armzugtschnik wird durch Paddleseinsatz grundsätzlich und nachweisbar verschlechtert. Erst nach eingehender Schulung mit Paddels können relvante Leistungsverbesserungen erzielt werden.

3 Abschließende Messungen und Resultat: Endergebnis (Erklärung) der statisch-dynamischen Methode nach der Bewegungsanalyse mit Drucksensoren

Natürlich wird (besonders in Foren) konrtorvers über diese Methode diskutiert. Aber welche Kompetenz soll man anonymen Nöglern zusprechen, die angeblich so vieles besser wissen, aber noch sich nicht einmal trauen ihrem Namen zu nennen? Keine!!! Ich werde einen Dreck tun und so jemand eine Erklärung abliefern (womöglich noch im Forum???). Und Ende der Diskussion! (So, das könnt ihr jetzt wieder wochenlang sinnlos zitiern und diskutieren in eurem Klugscheißer-Forum, aber nicht wieder in unerlaubter Länge, kapiert?!)

Marathon-Coaching 2004

Weiterleiten zu www.Frankfurt-Aktiv.de Auch 2004 lief bei Personaltraining-Rhein-Main wieder ein etwas umfangreicheres Ausdauersportprojekt. Das regionale Online-Sport-Magazin Frankfurt-Aktiv bot zusammen mit dem Frankfurter-Laufshop und Personaltraining-Rhein-Main/TRIathleten.NET eine professionelle Trainingsbetreuung für den Frankfurt-Marathon am 31. Oktober an. Eine systematische Vorbereitung sollte den Teilnehmern endlich ihre Traumzeit Wirklichkeit werden lassen. Aber auch Marathon-Novizen konnten mit einem vorgeschalteten Aufbau-Programm an der Betreuung teilnehmen. Mehr Informationen zum Marathon-Coaching 2005 gibt es demnächst hier.
Presseartikel der Ausgabe PRINZ vom Juni 2004.


Triathlon-Coach CD-ROM für alle - Förderung für Schulen und Büchereien

Zur Förderung der Sportbildung an Schulen und in der breiten Bevölkerung können öffentliche Büchereien, Bilbliotheken, Sportakademien und Schulen Gratis- Exemplare der Triathlon-Coach CD-ROM anfordern. Triathlon-Coach wird bereits an neun europäischen Schulen und Sportakademien zu Unterrichtszwecken eingesetzt. Die Bestellungen werden formlos entgegengenommen.

Physiologische Studie "Praxisgerechte Lactatmessung" 2004-2005

So schön die neuesten Heimdiagnostikgeräte auch sind, so unausgereift sind die Untersuchungsmethoden. Die besonders beliebte Blutlactatmessung (zur Errechnung des Milchsäuregehaltes) steht dabei unter besonders berechtigter Kritik. Vereine, Privatpersonen und sogar Sportmediziner verlassen sich oft blind auf die vorgegebenen Untersuchungsmethoden der Gerätehersteller. Bedenklich sind besonders folgende Punkte:
  • Es werden zu wenige Untersuchungen durchgeführt um Kosten für die horrend teuren Messstreifen zu sparen.
  • Zeit und Belastungsvorgaben werden zu ungenau eingehalten oder sind nicht praxisgerecht.
  • Die Tests werden überwiegend unter Grenzbelastung durchgeführt. Ein "Basislactatwert" für das Fettstoffwechseltraining wird selten ermittelt.
  • Gegenüber auffälligen Abweichungen stehen die Auswerter häufig unkritisch gegenüber.
  • Die Bedeutung der Bicarbonatpuffersysteme sollte künftig in die Untersuchungen einfließen.

    Das Ergebnis der Studie soll eine aussagefähige Testmethode sein, die kein fauler Kompromiss zwischen Kostenersparniss und unsicherer Deutung sein soll. Voraussichtlich werden sich als Resultat zwei Testmethoden ergeben: Ein Generaltest der als Eingangstest oder in größeren Zeitabständen durchgeführt wird und bei dem mit Teststreifen nicht gespart werden darf. Ein weiterer voraussichtlicher Kontrolltest, kann häufiger durchgeführt werden und soll auch besonderer Berücksichtigung auf niedrige Durchführungskosten für den Probanden entwickelt werden.
    Die Studie wird auf empirischer Basis mit Personen unterschiedlichen Leistungsvermögens durchgeführt. Auch ein Diabetiker gehört zu den Testpersonen.

  • Biomechanische Studie Laufergonomie 2004

    Für die Teilnahme an einer empirischen Studie werden noch freiwillige Teilnehmer gesucht! Ziel ist die Verbesserung der biomechanischen Voraussetzungen beim Langstreckenlaufen. Die Effizienz des Laufstils und damit des Trainings soll dadurch erhöht und die Verletzungshäufigkeit gesenkt werden. Sportler aller Leistungsklassen sind willkommen, es wird auf Erkenntnisse aus Trainings- und Wettkampfaufzeichnungen zurückgegriffen, so dass die Datenerfassung sehr leicht selbst durchgeführt werden kann. Eine Einweisung entfällt somit weitgehend. Nach einer formlosen Anmeldung wird das Erfassungformular per E-Mail verschickt. Den Teilnehmenden wird eine Auswertung ihrer Erfassung zugesagt und nach Studienende ein Einblick in die Ergebnisse garantiert.
    Die Excel-Tabelle zur Datenerfassung gibt es hier zum Download.

    Förderprojekt Sportjugend 2003-2004

    Personaltraining-Rhein-Main förderte, wie bereits 2003, auch 2004 wieder das Jugendtraining in allen im Angebot betreuten Sportarten.
    • Jugendliche der Jahrgänge 1987 bis 1990 können zum halben Preis an den angebotenen Workshops teilnehmen.
    • Teilnahmebedingung ist die Begleitung einer selbst teilnehmenden erwachsenen Aufsichtsperson (bis zu drei Jugendliche pro Aufsichtsperson möglich).
    • Das Training von Jugendgruppen enthält 2004 kostenlose Zusatzangebote, wie z.B. die Teilnahme an Open-Water-Schwimmworkshops
    • Anfragen bitte direkt per E-Mail oder telefonisch an mich.


    Schulprojekt Triathlon 2002

    Das Projekt Triathlon fand im Rahmen der Projektwoche BIKE 2002 vom 17. bis 25. Juni 2002 statt. Die Teilnehmer waren zwei Schülergruppen der 9. Jahrgangsstufe.
    1. Der Veranstalter des Projektes war die Alexander-von-Humboldt-Schule in Rüsselsheim.
      Die Betreuer des Projektes waren Sportlehrerin Barbara Grüneklee und Triathlontrainer Frank Röder.


    2. Ablauf des Projektes
      Dienstag: Schwimm,- Lauf- und Radtraining mit Sicherheitseinweisung für Gruppe 1
      Mittwoch: Wettkampf über 250 m Schwimmen, 4,7 km Radfahren und 1,6 km Laufen für Gruppe 1
      Freitag: Schwimm-, Lauf- und Radtraining mit Sicherheitseinweisung für Gruppe 2
      Montag: Wettkampf über 250 m Schwimmen, 4,7 km Radfahren und 1,6 km Laufen für Gruppe 2
      Dienstag: Präsentation des Projektes durch die Schüler an der Alexander- von-Humboldt-Schule.


    3. Inhalte des Projektes waren u.a. Triathlonregeln, Tempogefühl in den einzelnen Sportarten, Schalt- und Bremstechnik am Rad, Geschicklichkeitsparcours mit dem Rad und Einüben des Wechsels vom Radfahren zum Laufen.

    4. Die hartgesottenen Teilnehmerinnen und Teilnehmer  waren:
      Paraskewi Kafetzi, Dennis Löchle, Christopher Herrmann, Nicola-Carmine De- Silvio, Rene Korb,
      Tim Hofferberth, Steffen-Peter Heyl, Alexander Wägele, Orhan Kanko, Gunnar Gütlich (kein Wettkampf),
      Petru-Marius Cioban (kein Wettkampf)


    5. Ergebnisse
      Bei den Schülerinnen siegte Paraskewi Kafetzi in der Zeit von 37:04 Minuten
      Bei den Schülern hatte Steffen Peter Heyl in 26:47 Minuten die Nase vorn.
      Herzlichen Glückwunsch!

      Name     250 m Schwimmen     4,7 km Radfahren     1,6 km Laufen     Gesamtzeit
      Paraskewi Kafetzi     9:12 min = 1,6 km/h     14:21 min = 19,7 km/h     13:31 min = 7,1 km/h     37:04 min
      Steffen-Peter Heyl     4:47 min = 3,1 km/h     13:20 min = 21,2 km/h     8:54 min = 10,8 km/h     26:47 min    
      Orhan Kanko     8:46 min = 1,7 km/h     11:47 min = 23,9 km/h     6:47 min = 14,2 km/h     27:20 min    
      René Korb     6:28 min = 2,3 km/h     13:11 min = 21,4 km/h     7:49 min = 12,3 km/h     27:28 min    
      Tim Hofferberth     6:10 min = 2,5 km/h     11:34 min = 24,4 km/h     11:49 min = 8,1 km/h     29:33 min    
      Alexander Wägele     6:41 min = 2,2 km/h     10:59 min = 25,7 km/h     12:03 min = 8,0 km/h     29:37 min    
      Dennis Löchle     8:23 min = 1,8 km/h     13:00 min = 21,7 km/h     8:48 min = 10,9 km/h     30:11 min    
      Christopher Herrmann     12:24 min = 1,2 km/h     11:04 min = 25,5 km/h     7:49 min = 12,3 km/h     31:17 min    
      Nicola-Carmine De-Silvio     8:54 min = 1,7 km/h     12:42 min = 22,2 km/h     11:13 min = 8,6 km/h     33:09 min    

    6. Resonanz - Wie war's denn so...?

    7. Einteilung ist alles! Das konnte man auch in diesem Projekt beobachten. Mancher verspielte seine Möglichkeiten durch einen zu hastigen Beginn oder in dem er sich von seinen Mitkonkurrenten mitziehen ließ.
      Die Distanzen waren glücklicherweise so gewählt, dass sich die Stärken und Schwächen in den Einzeldisziplinen beim Wettkampf etwa ausglichen. Der schwimmstärkste Steffen Peter hatte die schnellste Gesamtzeit, weil er am Ende mit seinem überdurchschnittlichen Lauftempo seinen Vorsprung noch ins Ziel retten konnte. So richtig schnell im Schwimmen war außer Steffen leider keiner der anderen Teilnehmer, doch Orhan und Christopher überzeugten mit herausragenden Lauf und Radleistungen. Die beiden wären für die Zweikampf- Sportart "Duathlon" gut geeignet.
      Andere Teilnehmer kamen mit guter Einteilung ihrer Kräfte oder mit Selbstdisziplin ins Ziel. Hier wurde nochmals die wichtigste Strategie des Triathlonsports deutlich.
      Auffällig war auch, dass einige Jungs, die zuvor noch unangenehm "mundstark" waren, sich im Wettkampf recht sportlich und fair gaben. Die Leistung von Paraskewi, der einzigen weiblichen Teilnehmerin, muss an dieser Stelle nochmals lobend erwähnt werden.


    8. Bilder vom Training


    9. Zuerst wurde ein langsames Langstreckentempo eingübt... ...dann ging es
richtig zur Sache

      Angewöhnen eines mäßigen Tempos in der Gruppe

      Auch der zügige Wechsel zum Laufen wurde trainiert Laufen - so gut es
am Ende noch geht


    Biomechanische Studie Berglauf 2001

    Berglauf ist eine Sportart mit wesentlich geringerem Verletzungsrisiko als das verbreitete "Flachstrecken-Laufen". Studien zum Training und zur Biomechanik des Bergauflaufens existieren dennoch nur wenige. Auf empirischer Basis konnten im Zeitraum von Februar bis Juli an freiwilligen Versuchspersonen von Personaltraining Rhein-Main erstaunliche, aber leicht zu praktizierende Erkenntnisse gewonnen werden. Diese Erkenntnisse in den Bereichen Schrittfrequenz, Armeinsatz und Körperstabilität werden im Lauf- und Triathlontraining von Personaltraining-Rhein-Main konsequent umgesetzt. Beleg der Erhöhung der Bewegungseffizienz der Sportlerinnen und Sportler war eine Temposteigerung im Berglaufen von 3,1 bis 9,2 % bis zum Ende der Beobachtungszeit. Der Zeitrahmen für das Training wurde dabei nicht erhöht.

    Projekt Fairathlon - Multifitness für Jedermann (ab 1999)

    Einige Nachteile der Multi-Ausdauersportarten sollen mit dem Projekt Fairathlon größtenteils behoben werden. Der Vorteil von beispielsweise dem Triathlonsport ist, die sinnvolle Verteilung der körperlichen Belastung. Zu den Nachteilen des Triathlonsports gehören leider mittlerweile...
  • Der Wettkampfcharakter schreckt manche Interessenten ab.
  • Ebenso die inzwischen sehr hohen Startgelder bis über 300 €.
  • Das Leistungsniveau vieler Triathleten ist so hoch, so dass Einsteiger sich oft "fehl am Platze" fühlen.
  • Lange Wettkampfdistanzen und das erwähnte hohe Leistungsniveau, erfordern viel Trainingsaufwand.
  • Die steigende Anzahl unfairer Triathleten sind ein Ärgernis für Schiedsrichter und Athleten.
  • Sportler der Altersklassen und Frauen gehen oft im Strudel des Leistungssports unter.
  • Die Distanzen des Triathlons sind unausgewogen: zu sehr radlastig und wenig schwimmlastig.
  • Eine gesundheitlich sinnvolle Langzeitmotivation wird durch diese Punkte erschwert.

    Bei der Idee des Fairathlons sollen folgende Punkte berücksichtigt werden:
  • Es werden ausgewogenere Streckenverhältnisse als beim Triathlon gewählt.
  • Diese Streckenverhältnisse können nach den äußeren Bedingungen verändert werden.
  • Nach einem Wertungsschema (Punktesystem) wird die Leistung von älteren und Frauen höher gewertet.
  • Somit kann man mit zunehmendem Alter sogar noch "persönliche Bestleistungen" erzielen.
  • Fairathlon-Wettkämpfe dienen nur der Leistungsüberprüfung. Sie sind gratis und es gibt nichts zu gewinnen.
  • Die Distanzen sind so kurz, dass sie Anfänger nicht abschrecken und den Trainingsaufwand in Grenzen halten.
  • Weitere Sportarten (z.B. Inlineskating) können in die Wertung einfließen.
  • Persönliche Vorlieben können berücksichtigt werden. Bei der Wertung soll jede mit jeder Sportart kombinierbar sein.
  • Der sportliche Vergleich untereinander wird durch die erwähnten Punkte erleichtert, aber bleibt jedem freigestellt.
  • Die Freiwilligkeit macht einen Sportverband, Schiedsrichter sowie unfaire Sportler entbehrlich.

    Weitere Informationen zur Idee "Fairathlon" und zu Fairathlon-Wettkämpfen gibt es direkt bei mir.


    Be trendy - be crazy - make cash! Fitness-Abzocke 2000

    Wer kennt, Broomig-Fitness oder Power-Pogo-Kurse? Oder die fernöstliche Kunst des Mo(ne)y Maki(ng)? Irgendwie schon mal gehört? Und trotzdem alles erstunken und erlogen. Nichtsdestotrotz kann man ohne unzufriedene Kunden damit Geld verdienen, es kommt nur auf das Konzept und auch vielleicht sogar ein wenig auf die Fachkonpetenz, in jedem Fall aber auf die Konsequenz (Skupellosigkeit?)an mit der das Programm verkauft und durchgezogen wird. Zunächst als Gag geplant, aber auf Grund der Nachfrage eine ernstzunehmende Geldquelle für Fitnessstudio. Und in der Praxis läuft es ja schon seit Jahren nach dem Motto "alle 2 Jahre in neuer Trend".
    All die erwähnten Namen sind (noch) nicht existierende Trends, mit denen man Menschen in der Tat fit und die Kasse voll bekommen kann. Wir hätten es sogar bis zu einem Radiointerview über einen neunen Fitnesstrend gebracht, das wir aber aus Gewissensgründen abgesagt haben. So unseriös, wie es sich hier anhört (wenigstens wird hier mit offenen Karten gespielt) ist es gar nicht, denn beim Setzen jeden Trends und sogar in den etablietern Sportarten, wird hin und wieder ein wenig bis massiv geflunkert.
    Wer einen Trend kreieren und voll ausschlachten möchte, kann sich mit mir gern in Verbindung setzen. Das notwendige Know-How dafür habe ich durch jahrelages Analysieren von Fitnesstrends erlangt und bin jetzt in der Lage aus eigentlich jeder Fitnessidee einen funktionsfähigen Trend zu kreieren.

    Langzeit-Ironmanvorbereitung 1998-2000

    Als erstes Langzeitprojekt startete ich 1998 die Vorbereitung von Sportlehrerin Alena Bena auf einen Langdistanztriathlon im Jahr 2000. Bisher dauerten die Vorbereitungen maximal 12 Monate und durch die lange Betreuungszeit von 24 Monaten war eine entsprechende Genauigkeit in der Endzeitprognose zu erwarten. Das vorhergesagte Zeitfenster von 15:25 bis 15:40 Stunden wurde dann mit 15:31 Stunden von Alena Bena mit einen Trainingsaufwand von 8 Stunden pro Woche auch exakt erreicht. Der damalige Eindruck, dass Triathlon-Langstrecken prinzipiell genauer planbar sind als Kurzstrecken wurde mir in den Folgejahren immer weider bestätigt.

    1994-1996: Alternative zum Skilanglaufen - "Bastelstudie" zu einem neuen Sportgerät

    Schon seit 1986 stand ich immer wieder knapp vor der Entscheidung mir Rollskier zuzulegen. Was mich abschrekcte war der Preis und die recht schwierige Handhabung. Die Inlinerbewegung brachte mich 1994 auf eine Idee, die andere später auch hatten und die Sportart Nordic-Blading daraus entwickelten. Als praktisch veranlagter Mensch baute ich sofort Billig-Inliner (die Experimente durften nicht zuviel kosten) um. Es gab insgesamt folgende Entwicklungsstufen.
    1.) Erstes Ziel: Skaten mit Stöcken auf Inlinern erlernen! Das war gar nicht so leicht weil meine bescheidenen Fähigkeiten auf Inlinern durch den Stockrhythmus ziemlich irritiert wurden. Auf Grund der häufigen Stürze war Schutzkleidung unverzichtbar.
    2.) Ein Gewinn an Handlichkeit und gleichzeitg Laufruhe war die Verwendung von nur zwei Rollen. Der Rollenverschleiß verdreifachte sich dadurch in etwa.
    3.) Die Suche nach größeren und gleichzeitig weicheren Rolle kam an ihre Grenzen. Mehr als 78 mm Durchmesser waren 1995 nicht aufzutreiben.
    4.) Der Radstand musste wachsen. Dies war nur mit einer angeschraubten Schiene möglich. Gleichzeitig wurde dadurch die Standhöhe wieder etwas verringert, was sich subjektiv gut anfühlte. Inzwischen waren 82 mm-Rollen verfügbar.
    5.) Der dritte Prototyp sollte Bremsen haben, was aber mit einem festen Schuh doch zu aufwändig in der Konstruktion wurde. Also keine Bremse...
    6.) Die "Entwicklung" der Stöcke kam an ihre Grenzen. Ich hatte bis dahin verbissen versucht ausschließlich Gummipuffer zu verwenden. Von Hartmetallstockspitzen hatte ich bis dahin noch nichts gehört.
    7.) Prototyp "Skiskate-4" war 1996 die Endstufe der Entwicklung. Durch die ersten Mini-Klappscooter konnte ich deren 125 mm-Rollen verwenden, die schon erstaunlich ruhig liefen. Ein recht hoches Dauertempo (ca. 20 km/h) war mit einem gleichzeitig zufriedenstellenden Fahrverhalten realisierbar. An eine Serienfertigung dachte ich nur am Rande und stellte die Entwicklung wegen der Unfallgefahr ein. Dass diese neue Sportart nicht gefährlicher als Inlineskaten ist und kurz darauf Nordic-Blading oder Nordic-Skating genannt wurde, war mir überhaupt nicht bewusst. Mit seiner grauen Glasfaserscheine (Baumarkt!), sah das Gerät schon erstaunlich nach einem Seriensportgerät aus und ich konnte es damals sogar für 250 DM an einen Ski-Skater verkaufen.

    Bereits eine recht solide Konstruktion:
    Welches Potenzial der "SKISKATE-4" hatte, ahnte ich 1996 noch nicht.


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