Wettkampf-Tipps
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  • Allgemeine Wettkampf-Tipps
  • Tipps für die ersten Wettkämpfe
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  • Allgemeine Wettkampf-Tipps

    Thema Wettkampfregeln

    Was ich hier erwähne sind nur "Fallbeispiele" aus der Praxis. Die Wettkampfregeln gibt es bei der DTU oder auf der Triathlon Coach CD-ROM.

    Wer hat sie erfunden, die Wettkampfregeln? Die Schiedsrichter waren es jedenfalls nicht! Vielmehr sind die Schiedsrichter die Erfindung jener Sportler, die es gern sehen würden, wenn Wettkämpfe so fair wie möglich ablaufen würden. Also sind sie unsere eigene Erfindung und wir sollten die "Schiris" so gut wie möglich unterstützen, damit sie wirklich die erwischen die uns den Spaß am Triathlon verderben. Ein paar Tipps für den richtigen Umgang mit den Schiris:

  • Immer klare Verhältnisse schaffen, besonders was die 10 Meter Abstand beim Radfahren betrifft. Legt es nie darauf an, dass 9 Meter geduldet werden. Unter 10 Metern gehört ihr nach den Regeln sofort und ohne Diskussion disqualifiziert. Genau das unterschreibt ihr mit eurer Anmeldung. Also statt Lamentieren lieber deutlich mehr Abstand halten, wenn ein Schiri kommt. Dann ist er beruhigt und kann sich auf die Jagd nach den wirklichen Buhmännern und (leider eben so oft) Buhfrauen machen.

  • Befolgt Schiedsrichteranweisungen sofort. Auch wer unschuldig in einen Pulk gerät (oder nur von ihm überholt wird) kann zur Auflösung des Pulks angehalten werden. Auch hier gilt: keine Diskussion! Gegebenenfalls kann nach dem Wettkampf ein regulärer Protest eingelegt werden. Ich habe gesehen, wie ein Wettkämpfer irrtümlich (kommt wirklich selten vor) von einem Schiri gestoppt wurde. Der Sportler hielt ohne Diskussion an und war dadurch schnell wieder unterwegs. Er gewann mit knapp 10 Sekunden Vorsprung, was mit viel "rumquatschen" schiefgegangen wäre. ABER, verlasst dich nie darauf, dass dir der Schiri beim "Hinterrad lutschen" (=Windschattenfahren) erst die gelbe Karte (in der Regel "Stop-and-go") zeigt. Rot kann es auch nachträglich (im Wettkampf "unsichtbar") geben, z.B. wenn die Situation eindeutig erkannt wurde, aber die Verkehrsverhältinsse kein Eingreifen des Schiris mehr erlaubten. Außerdem: die 10-Meter-Regel ist auch ein Sicherheitsabstand - im Interesse der Sportler.

  • Beleidige niemanden beim Wettkampf! Keine Mitstreiter, keine Zuschauer, keine Helfer und erst recht keine Schiris. Die Zahlung eines Startgeldes ruft noch keine Anarchie aus. Erstens kann man wegen Beleidigung immer (strafrechtlich) belangt werden. Und zweitens gilt solch "unsportliches Verhalten" als Disqualifikationsgrund, der sogar eine Sperre bis zu zwei Jahren nach sich ziehen kann. Seid auch vorsichtig mit Fluchen und Wutausbrüchen jeglicher Art. Ein sensibler Schiri kann auch das bestrafen.

  • Sorgt für Ordnung in der Wechselzone. Wer seine Sachen beim Wechsel nicht an die vorgesehene Stelle bringt, verursacht Nachteile für die Nachfolgenden. Ich selbst musste einmal den Neoprenanzug meines Vorgängers aus meinem Radständer puhlen, weil mir ein Schiri drohte, mich zu disqualifizieren, wenn mein Rad nicht ordnungsgemäß im Radständer landet (daneben legen war nicht!). Dafür landete der besagte Neo in einem Brombeerbusch, was der Schiri großzügig übersah (Thema "Wutausbruch", siehe oben).

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  • Tipps für die ersten Wettkämpfe


  • Im Wettkampf gilt Helmpflicht, verpflichte dich auch im Training dazu (Vorbildfunktion.)

  • Starte nur bei Wettkämpfen deren Teildistanzen du bereits im Training um mindestens 20 bis 30 Minuten überschritten hast.

  • Trinke am Vorwettkampftag besonders viel (natürlich keinen Alkohol!)

  • Plane vor den Wettkampf reichlich Zeit ein. Sogar eine Stunde mehr als du "glaubst zu brauchen" kann oft zu knapp sein. Es kann immer zu unvorhergesehenen "Rennereien" kommen. Versäume auf keinen Fall die Wettkampfbesprechung!

  • Probiere nichts an Kleidung, Nahrung, Techniken aus, was du nicht schon im Training erprobt hast.

  • Prüfe deine Ausrüstung auf Vollständigkeit und technische Sicherheit.

  • Erkundige dich über Besonderheiten auf der Strecke oder beim Wettkampfablauf.

  • Übe zu Hause den Wechsel, damit dir im Stress kein vermeidbares Missgeschick passiert.

  • Trainiere auch das Anziehen von Kleidung über die (vom Schwimmen noch) feuchte Haut. Trockne dich gegebenenfalls ab. Und trainiere vor allem den Wechsel vom Radfahren zum Laufen (Kombi-Training), damit du im Wettkampf nicht vom "Eiermann" überrascht wirst.

  • Benutze beim Packen eine Pack- oder Checkliste.

  • Nimm auf die Radstrecke unbedingt Ersatzschlauch und Luftpumpe mit und übe den Schlauchwechsel, damit du auch im Fall der Fälle ankommst.

  • Nimm spätestens ab einer voraussichtlichen Wettkampfdauer über einer Stunde eine Trinkflasche mit auf die Radstrecke. Wenn es heiß ist, trinke regelmäßig kleine Mengen (ein großer Schluck spätestens alle 10 Minuten). Wenn du nicht weißt, ob du Trinken beim Laufen verträgst, nutze bei Hitze Wasser und Schwämme zur Hautkühlung.

  • Ziehe dich bei kaltem Wettkampfwetter auf dem Rad lieber zu warm an als zu kalt. Ziehe im Ziel schnellstmöglich etwas über bevor dir kalt wird.

  • Nimm unbedingt immer an der Wettkampfbesprechung teil, sogar wenn du schon mehrfach den gleichen Wettkampf absolviert hast. Es gibt häufig Änderungen, die für unaufmerksame Teilnehmer zumindest peinlich ausgehen können.

  • Lies grundsätzlich immer das Informationsblatt des Veranstalters (ein guter Veranstalter legt so etwas den Startunterlagen bei).

  • Nimm zur Sicherheit große Plastiktüten, einen wasserfesten Filzschreiber, Klebeband und Sicherheitsnadeln zum Wettkampf mit. Den meisten Verstau- und Befestigungsproblemen ist damit vorgebeugt.

  • Lass dich im Wettkampf nicht durch andere irritieren, die ganz offensichtlich gerade "Mist" bauen (z.B. Wettkampfregeln brechen oder in unvernünftigem Tempo beginnen). Lass dich nie mitreißen und mache DEIN Rennen.


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    Tipps für erfahrene Wettkämpfer

    Windschattenfahren - die Schattenseite des Triathlonsports

    Hätten unfaire Triathleten und unfähige Veranstalter die Windschattenregel nicht jahrelang überstrapaziert, würde es noch heute ausschließlich faire und ungefährlichere Wettkämpfe ohne Windschattenfreigabe geben. Doch auch mit dieser Regel, versuchen sich oft gerade leistungsschwache Radfahrer auf Kosten Anderer durchzuschmarotzen.
    "Die Schiedsrichter sollen sich wegen 8/9 Metern mal nicht so anstellen...", ist die lapidarste Ausrede für's Betrügen. Noch bis in die achziger Jahre galten in Skandinavien 20 Metern Mindestabstand beim Triathlonradfahren. So viel nur für die "Zentimeterzähler". 10 Meter sind also schon ein fauler Kompromiss (Grund: "Internationalisierung der Regeln") und viele hoffen, der absolut letzte, weil man schon bei 30 km/h den Sog vom Vorausfahrenden deutlich spüren kann.
    Übrigens ist nach der Regel "Windschattenfahren ist verboten" theoretisch eine Disqualifikation auch bei mehr als 10 Metern Abstand möglich (bergab oder bei starkem Gegenwind).
    Wie kann man sich nun aus Diskussionen mit Schiedsrichtern heraus halten und einen schlechten Ruf als Lutscher vermeiden ? Das Einfachste ist, erst gar keinen Verdacht aufkommen zu lassen und statt 10 Metern lieber 12 bis 15 Meter anzustreben. Einen Tachometer hat heute eigentlich jeder am Rad. Die Ausrede "wie soll ich wissen, was 10 Meter sind?" zählt nicht, denn die Schiedrichter wissen es recht genau und im weiteren genügt der besagte Tacho und simples Zählen.

    Sobald der Radfahrer vor euch ein Hindernis (oder Querlinie) passiert hat, sprecht Ihr folgendes ganz ruhig nach:
    Bei Tempo 25 "Triathlonregeln"
    Bei Tempo 30 "Triathletin"
    Bei Tempo 36 "Triathlet"
    In der benötigten Sprechzeit legt ihr ziemlich exakt 10 Meter zurück. Bei noch höherem Tempo sollte aus Sicherheitsgründen der Abstand bei "Triathlet" bleiben.


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